Deutsche Sportjugend empfängt hochrangige russische Delegation
Deutsch Russischen Jugendaustausch weiter vorantreiben

Am 13./14. Mai 2007 empfing die Deutsche Sportjugend (dsj) in Frankfurt am Main eine hochrangige Führungskräftedelegation aus Russland. Darunter befanden sich Vertreter staatlicher und nichtstaatlicher Organisationen und Institutionen aus dem Bereich Jugend und Sport der Regionen Moskau, Baschkirien, Tatarstan, Tschetschenien und dem Altai Gebiet. Insbesondere interessierten die russischen Vertreter die Förderungsstrukturen für die Jugendarbeit im Sport. So zeigte sich Andrey Kondratyev, stellvertretender Minister für Jugend, Sport und Tourismus der Republik Tatarstan, beeindruckt über die Vielfältigkeit der Jugendarbeit im Sport in Deutschland.

Jan Holze, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend und Kuratoriumsmitglied der neugegründeten Stiftung Deutsch Russischer Jugendaustausch, empfing und begleitete die russischen Vertreter. „Um den Deutsch Russischen Jugendaustausch auszuweiten müssen wir den direkten Kontakt von Vertretern beider Länder ermöglichen, Vertrauen aufbauen, um dann im entscheidenden Schritt die Begegnung Jugendlicher zu ermöglichen“, sagte Jan Holze.

Die Deutsche Sportjugend möchte den Deutsch Russischen Jugendaustausch weiter vorantreiben. Aufwind erfährt die dsj in ihren Bemühungen insbesondere durch die als Public Private Partnership neugegründete Stiftung Deutsch Russischer Jugendaustausch, die neben dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW), Tandem, ConAct ein weiteres bilaterales Koordinierungszentrum für den Jugendaustausch darstellt. Dabei steht der Austausch Jugendlicher aus dem gesamten Gebiet der russischen Föderation im Fokus und nicht nur Jugendliche aus Moskau und St. Petersburg. Somit regte beispielsweise Magomed Alkhazurov, Vorsitzender des Nationalen Jugendrates der Jugendorganisationen des Kaukasus, an, auch den Jugendaustausch mit dem Kaukasus und insbesondere Tschetschenien zu beleben.

Im Rahmen ihres Besuchs besichtigten die russischen Vertreter die Sportschule des Landessportbundes Hessen und zwei Jugendeinrichtungen der Sportjugend Frankfurt, die sich speziell mit Integrationsprojekten beschäftigen. Eine Rückbegegnung findet Ende Oktober 2007 mit Vertretern der Deutschen Sportjugend in Ufa (Russland) statt.


Neuer Wind für den Deutsch Russischen Jugendaustausch - Stiftung eröffnet

Am 4. Oktober 2006 wurde die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH offiziell im Hamburger Rathaus eröffnet. Ziel der Stiftung ist die Förderung des Jugendaustauschs zwischen Deutschland und Russland im schulischen und außerschulischen Bereich. Grundlage für die Arbeit der Stiftung ist das Regierungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation über jugendpolitische Zusammenarbeit aus dem Jahr 2004.

Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch wurde im Februar 2006 in öffentlich-privater Partnerschaft (Public Private Partnership) gegründet. Träger der Stiftung sind der Bund, die Freie und Hansestadt Hamburg, die Robert Bosch Stiftung GmbH und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. Somit konnte neben dem Deutsch Französischen Jugendwerk, dem Deutsch Polnischen Jugendwerk, dem Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch (ConAct) und dem Koordinierungszentrum Deutsch Tschechischer Jugendaustausch (Tandem) ein weiteres bilaterales Koordinierungszentrum geschaffen werden, zur Förderung des bilateralen Jugendaustauschs Deutschland.

Jan Holze, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend und Mitglied des Kuratoriums der Stiftung erhofft sich durch die Neugründung auch frischen Wind für den deutsch-russischen Jugendaustausch im Sport. "Russland ist ein Schwerpunktland unserer Internationalen Jugendarbeit innerhalb der Deutschen Sportjugend, die durch die Arbeit der Stiftung weiteren Auftrieb erhalten wird", so Jan Holze. Weitere Infos unter www.stiftung-drja.de.


 

Beantragung von Visa für Jugendgruppen
 
Das aktuelle Merkblatt der deutschen Botschaft in Moskau zur Beantragung von Schengen-Visa gibt es hier zum Download: in russischer Sprache und in deutscher Sprache

Russische Gruppen werden gebeten, sich zum frühestmöglichen Zeitpunkt einen Termin für das Konsulat zu besorgen. Das Zusammentragen der erforderlichen Papiere kann danach erfolgen.