Neues Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport

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Verzahnung von Forschung und Praxisarbeit soll bestehende Lücken schließen

Das Bundesinnenministerium hat sich dem Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport – ein Vorhaben des Koalitionsvertrages – angenommen. Das Konzept dazu wurde durch die Geschäftsstelle des Netzwerks „Sport und Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde“ erstellt. Dafür wurden im laufenden Jahr 1 Mio. Euro durch den Haushaltsausschuss für die Umsetzung bewilligt und weitere Mittel für das kommende Jahr in Aussicht gestellt. Damit sind noch nicht alle Inhalte des Programms finanziert, aber erste Vorhaben im gemeinsamen Kampf gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit können umgesetzt werden.

„Rechtsextremismus ist derzeit die größte Gefahr für unsere Demokratie. Deshalb begrüßen wir, dass der Haushaltsausschuss 1,5 Mio. Euro für ein Präventionsprogramm gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport bereitgestellt hat. Der Sport erreicht über seine Vereine niedrigschwellig alle Menschen - deshalb stellen wir uns mit klarer Haltung dem Kampf gegen Rechtsextremismus und werden uns auch hier engagiert einbringen!" so Benny Folkmann, 2. Vorsitzender der dsj.

Das Bundesprogramm soll Forschung und Praxis im Kampf gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im spezifischen Sport-Kontext sowie Demokratiebildung im Sport verbinden. Die enge Verzahnung von Forschung und Praxisarbeit und damit eine Konzentration auf das Thema durch Förderung in einem gemeinsamen Programm, ist in der Form derzeit nicht durch ein anderes Bundesprogramm umsetzbar. Die Vernetzung mit bestehenden Förderprogrammen ist explizit erwünscht.


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