dsj als Bildungspartner beim 15. Deutschen Präventionstag
Am 10./11. Mai 2010 fand im ICC-Kongresscenter Berlin der 15. Deutsche Präventionstag unter dem Motto „Bildung – Prävention – Zukunft“ statt, bei dem die Deutsche Sportjugend den Kinder- und Jugendsport als wichtigen Bildungs- und Präventionspartner präsentierte. Der Deutsche Präventionstag gilt als größtes europäisches Netzwerktreffen für die Präventionsarbeit.
Dass der Sport ein wichtiger Bildungspartner in Deutschland ist, untermauerte Prof. Dr. Nils Neuber von der Westfälischen Wilhelms-Universität am Institut für Sportwissenschaft in seinem Workshop.
In der gegenwärtigen Bildungsdebatte setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass das Lernen von Kindern und Jugendlichen nicht allein auf staatliche Institutionen, wie Kindertagesstätten und Schulen, begrenzt ist. Vielmehr rücken neben formalen Bildungsmodalitäten non-formale und informelle Lernprozesse in den Fokus der Aufmerksamkeit. Das Feld von Bewegung, Spiel und Sport wird dabei bislang weitgehend ausgeklammert. Das ist umso erstaunlicher, als der Sport zu den häufigsten und wichtigsten Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen zählt. Mehr als 80% Prozent der Jugendlichen verfügen am Ende des Jugendalters über Sportvereinserfahrung.
Der Sport bietet Mädchen und Jungen nicht nur Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung, sondern er eröffnet ihnen auch erfolgversprechende Lern- und Entwicklungsgelegenheiten. So lassen sich psychosoziale Ressourcen im Sport gezielt entwickeln, zugleich bietet der Sportverein den Rahmen für einen informellen Kompetenzerwerb, der für das Leben in modernen Gesellschaften hoch bedeutsam ist. Ausgehend von einem Überblick über die aktuelle Bildungsdebatte wurden im Vortrag sportpädagogische Konzepte und empirische Befunde zur Bildungsbedeutung des Sports herausgestellt. Im Vordergrund standen neuere Studien zum informellen Lernen.
Am Informationsstand der Deutschen Sportjugend wie auch auf den Ständen der Berliner Sportjugend, Deutschen Behinderten Sportjugend und der JU-Jutsu-Jugend konnten sich die Besucherinnen und Besucher themenspezifische Fachliteratur und Werbeplakate direkt für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen. Die Sportjugend des LSB Rheinland-Pfalz stellte ein Bewegungskonzept zur Entwicklung von Konfliktfähigkeit vor.

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