Deutsches Olympisches Jugendlager 2010 in Vancouver
Nach 16 erlebnis- und erfahrungsreichen Tagen kehrten am Samstag die 46 jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Deutschen Olympischen Jugendlager 2010 anlässlich der Olympischen Winterspiele in Vancouver wohlbehalten nach Deutschland zurück.
Hinter den Jugendlichen liegen ereignisreiche Tage, die neben dem hautnahen Mitfiebern bei den Wettkämpfen auch viele Kenntnisse und Informationen über das Land Kanada und seine Einwohnerinnen und Einwohner gesammelt haben. Ein besonderer Höhepunkt war dabei der Besuch der Jugendlichen bei einer traditionellen Veranstaltung der First Natives. Hier wurde die ganze Gruppe nicht nur mit den Bräuchen und Ritualen der Ureinwohner Kanadas konfrontiert, sondern in einzelne Tänze miteinbezogen, so dass die Jugendlichen die Kultur der Einheimischen unmittelbar erfahren konnten.
Ein weiterer Höhepunkt war der „Social Evening“ am Abend vor der Abreise. Mit einem von den Jugendlichen selbst gestalteten Programm aus musikalischen, tänzerischen und sportlichen Darbietungen bedankten sie sich bei den Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Pemperton, wo die Jugendlichen in der Copperdome Lodge untergebracht waren. Neben Rosi Mittermaier, die die Leitung des Lagers übernommen hatte, nahmen an dieser Veranstaltung die Vizepräsidentin des DOSB und Vorsitzende der Deutschen Olympischen Akademie, Professorin Dr. Gudrun Doll-Tepper, und der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Ingo Weiss, teil. Beide zeigten sich beeindruckt von den Darbietungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Jugendlager. Hier wurde deutlich, dass nicht nur sportliche und soziale Talente für das Lager ausgesucht wurden, sondern durchaus auch künstlerische Talente vertreten waren.
Ingo Weiss betont, dass für ihn Jugendlager anlässlich Olympischer Spiele einen hohen Stellenwert haben und für die Jugendlichen nicht nur eine Motivation für ihr zukünftiges Sporttreiben und Engagement haben, sondern eine echte Bildungserfahrung darstellen.
Für den 23. bis 25. Juli 2010 ist das Nachtreffen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Deutschen Olympischen Jugendlager in Berlin geplant. Dieses Treffen ist verbunden mit der Übergabe der Fackel für die erstmals in 2010 durchgeführten Olympischen Jugendspiele und wird dadurch noch einmal eine zusätzliche Anziehungskraft auf die Jugendlichen ausüben.
Weitere Infos: www.olympisches-jugendlager.de
Thomas de Maizière im Gespräch mit deutschem Sportnachwuchs
Die ersten Wettkampftage hatten es für die Teilnehmer/-innen des Deutschen Olympischen
Jugendlagers in sich. Die Gruppe bekam spannenden und hochklassigen Sport geboten. Ob beim Skispringen, Rodeln oder Biathlon, die Jugendlichen konnten u.a. Michael Uhrmann, Felix Loch und Magdalena Neuner bei den Wettkämpfen erleben.
Höhepunkt der ersten Tage innerhalb des Olympischen Jugendlagers war das Zusammentreffen mit dem Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Er stellte sich im Deutschen Haus in Whistler den Fragen der Jugendlichen und war sehr am Geschehen innerhalb des Jugendlagers interessiert. Das Deutsche Olympische Jugendlager wird gemeinsam von der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und der Deutschen Sportjugend durchgeführt, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP).
Deutscher Sportnachwuchs
stimmt sich auf das Olympische Jugendlager in Vancouver ein
Vom 6.-8. November trafen sich in Pullach bei München erstmals die 46 von der Deutschen Olympischen Akademie (DOA) und der Deutschen Sportjugend (dsj) ausgewählten Nachwuchsathletinnen und -athleten, die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in drei
Monaten zu den Olympischen Winterspielen nach Vancouver geschickt werden.
Bereits zum vierten Mal organisieren DOA und dsj im Auftrag des DOSB ein solches Jugendlager, für das sich nur solche Jugendliche über ihre jeweiligen Fachverbände bewerben konnten, die bestimmte Voraussetzungen erfüllten. Neben einem leistungssportlichen Hintergrund standen dabei auch soziales Engagement, musische Talente, schulische Leistungen und Fremdsprachenkenntnisse im Vordergrund.
Und so verwundert es nicht, dass sich die Gruppe einerseits aus zahlenreichen Deutschen-, Europa- und sogar Weltmeistern der Junioren, andererseits aber auch aus ehrenamtlich engagierten Jugendlichen, die mitunter eine ganze Reihe von musischen und künstlerischen Talenten mitbringen, zusammensetzt.
Der DOSB verfolgt mit der Ausrichtung DeutscherOlympischerJugendlager vornehmlich das Ziel, über das unmittelbare Erleben der „olympischen Atmosphäre“ die leistungssportliche Motivation der jungen Athletinnen und Athleten zu festigen. Aber auch zu Vereins- und Verbandsarbeit oder Engagement in der Sportpolitik soll das Jugendlager anregen. Nicht zuletzt werden schließlich pädagogische Ziele verfolgt,
olympische Werte vermittelt und interkultureller Austausch sowie soziale Kompetenz gefördert.
Diese Aspekte spiegeln sich zum Teil bereits im Programm des Vorbereitungstreffens wider: Die Auseinandersetzung mit Fragen des Olympischen Gedankens und der Olympischen Werte wurde nicht nur innerhalb der Gruppe, sondern auch durch die Teilnahme der Jugendlichen am Akademiegespräch „Vision Olympia – eine Idee auf dem Prüfstand“ im Rathaus der Stadt München angeregt, wo grundsätzliche Aspekte Olympischer Erziehung ebenso wie solche zur Olympiabewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 thematisiert wurden.
Des Weiteren stand das Kennenlernen des Gastgeberlandes der Olympischen Winterspiele auf dem Programm. Diesbezüglich hielt die in Vancouver aufgewachsene Maria Roche, selbst Leistungsturnerin mit deutscher und kanadischer Staatsbürgerschaft, einen lebendigen Vortrag über die Geschichte, Menschen und Kultur des Landes Kanada. Ergänzt wurden ihre Erzählungen durch Maßnahmen zur Verbesserung der interkulturellen Kompetenz. Die Vorfreude auf das Ereignis „Olympische Winterspiele“ steigerte zusätzlich ein Bildervortrag von Kilian Schad, einst selbst Teilnehmer beim vorangegangenen Jugendlager von Turin 2006.
Zudem wurde das Kennenlernen untereinander – zusammen mit der Klärung organisatorischer Fragen natürlich ein Schwerpunkt des Treffens – durch Teambuilding und verschiedene Gruppenarbeiten beschleunigt.
Neben dem Besuch des Eishockey-Länderspiels zwischen Deutschland und den USA im Rahmen des Deutschland-Cups war sicher die Fahrt zur Olympiaschanze von Garmisch-Partenkirchen einer der Höhepunkte des Wochenendes; nicht zuletzt, weil die Gruppe dort erstmals auf die Leiterin des Jugendlagers, Skilegende Rosi Mittermaier-Neureuther, traf.
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Außerdem erhielten die Jugendlichen einen Teil ihrer Einkleidung, die den Wiedererkennungswert bei den Wettkämpfen und offiziellen Programmpunkten während der Winterspiele in Vancouver erhöhen soll. Die übrige Ausrüstung erhalten die Teilnehmer und Betreuer nach ihrer Ankunft in Kanada, weil dem Jugendlager erstmalig Teile der Olympiakollektion zukommen werden, die zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verfügbar sind. Hierfür hat sich insbesondere Achim Bueble, Geschäftsführer der DOA, erfolgreich eingesetzt. Dass die Jugendlichen zuweilen in der Olympiabekleidung der deutschen Mannschaft auftreten werden, unterstreicht den hohen Stellenwert, den der DOSB dem Jugendlager beimisst.
In diese Richtung äußerte sich auch Ingo Weiss, Vorsitzender der dsj und Vorstandsmitglied der DOA: „Hier sind junge Menschen aus dem Bereich des organisierten Sports zusammengekommen, die nicht nur durch sportliche Erfolge glänzen, sondern sich aktiv auch mit dem Sport und seinen Möglichkeiten für die Entwicklung junger Menschen und das Potenzial der Völkerverständigung auseinandergesetzt haben. Sie werden Deutschland in Vancouver in einer würdigen Weise repräsentieren.“
Kai Gemeinder
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Olympisches Jugendlager Vancouver 2010
Weitere Infos: www.olympisches-jugendlager.de



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