Tagung der Jugendbildungsreferent/-innen 2013

„Was ist eigentlich Jugendbildung", um diese Frage zu beantworten, trafen sich 30 Mitarbeiter/-innen dsj-Mitgliedsorganisationen bei der „Tagung der Jugendbildungsreferent/-innen“ vom 10. bis 12. Juni 2013 in Clausthal-Zellerfeld. Sie setzten sich mit den vielfältigen Dimensionen ihrer Tätigkeit auseinander und nahmen eine Positionsbestimmung im Spannungsfeld von Bildung, Qualifizierung und Sport vor. 
Den Einstiegsvortrag zum Thema „Jugendbildung vor dem Hintergrund des Kinder- und Jugendhilfegesetzes“ hielt Hans-Jürgen Kütbach, ehemaliger Vorsitzender der dsj. Er konnte über seine langjährigen Erfahrungen in der Jugendarbeit berichten und lotete den juristischen und insbesondere den jugendpolitischen Rahmen aus. 
Weiteren Input erhielten die Teilnehmer/-innen durch den Vortrag von Dr. Daniel Illmer von der Führungs-Akademie des DOSB, der ein Modell zur „Förderung von ehrenamtlichem Engagement im Sportverein“ vorstellte. Dieses Modell wurde unter dem Jugendbildungsaspekt analysiert und ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmer/-innen für den Kontext der Jugendbildung weiterentwickelt. 
Ein besonderer Fokus wurde – angeleitet von Gabi Albrecht (Sportjugend Hessen) und Steffen Müller (Brandenburgische Sportjugend) auf die Zielgruppen der Jugendarbeit im Sport gelegt, auch um analysieren zu können, wen die Jugendbildung derzeit erreicht und wie eine veränderte Angebotskonzeption und Kommunikation aussehen könnte, um neue Zielgruppen zu gewinnen. 
Dass auch Bewegung, Spiel und Sport bildungswirksam sind, konnten die Teilnehmer/-innen praktisch erproben: Mit Mountainbikes, Skikes und GPS-Geräten erkundeten sie die Umgebung und lernten teilweise neue Sportarten kennen. 
Die Teilnehmer/-innen stellten abschließend fest, dass Jugendbildung und Engagementförderung eng zusammenhängen und dass Engagementförderung, wenn sie auf die Bedürfnisse der jungen Zielgruppen eingeht, durchaus Jugendbildung sein kann. Jugendbildung ihrerseits zahlt auf die Engagementförderung ein, indem sie junge Menschen unterstützt, sich persönlich weiter zu entwickeln. Dies ist nicht allein auf Qualifizierungsmaßnahmen begrenzt. 
Tobias Dollase, im dsj-Vorstand zuständig für das Thema „Bildungsmanagement“ resümiert die Tagung positiv: „Die Selbstvergewisserung über den eigenen Tätigkeitsbereich ist wichtig, um den eigenen Kurs immer wieder modifizieren zu können und um auf die Bedürfnisse einer sich stetig wandelnden Jugend systematisch eingehen zu können.


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