Fragen und Antworten

Wer ist der sogenannte Erstzuwendungsempfänger (EZE)?

Als Erstzuwendungsempfänger wird der Verband (Förderer) beziehungsweise die Initiative bezeichnet, die basierend auf dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligten Konzept, im jeweiligen Programm als Koordinierungsstelle tätig ist. Für das Programm "Sport: Bündnisse! Bewegung - Bildung - Teilhabe" ist dies die Deutsche Sportjugend im DOSB e.V..

Welche Rechtsform muss der Antragsteller haben?

Das Konzept der Deutschen Sportjugend ist ausgerichtet auf gemeinnützige Organisationen, die einen Antrag stellen.  

Die Rechtsform des Antragstellers kann z.B. sein: e.V., Stiftung, gGmbH, GbR, Körperschaft des öffentlichen Rechts (insofern die Körperschaft nicht für die Erfüllung gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben verantwortlich ist. Kommunalverwaltungen können also keine Antragsteller sein). 

Bei Rückfragen bitte unbedingt Rücksprache mit der dsj halten!

Kann ein Antragsteller mehrfach hintereinander einen Antrag bei der dsj stellen?

Ja! Das Projekt wird abgerechnet und beendet. Infolgedessen könnte ein neues Projekt beantragt werden.

Ebenso kann bereits mit dem ersten Antrag ein längerfristiges Projekt geplant und beantragt werden.

Projekte im Programm "Sport: Bündnisse! Bewegung - Bildung - Teilhabe" können nicht überjährig sein und müssen deshalb zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres enden.

Welche Zielgruppe wird gefördert?

Maßnahmen im Förderprogramm sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen im Alter von drei bis 18 Jahren zugutekommen, die in mindestens einer der vom nationalen Bildungsbericht 2016 beschriebenen Risikolagen aufwachsen und dadurch in ihren Bildungschancen beeinträchtigt sind:

  • soziale Risikolage (Erwerbslosigkeit der im Haushalt lebenden Elternteile)
  • finanzielle Risikolage (geringes Familieneinkommen, die Familie erhält z. B. Transferleistungen)
  • bildungsbezogene Risikolage (z. B. Eltern sind formal gering qualifiziert).

Wie weise ich nach, dass "benachteiligte Jugendliche" teilgenommen haben?

Es müssen keine formalen Belege (Einkommensnachweis der Eltern o.ä.) eingereicht werden um die Bildungsbenachteiligung der Teilnehmenden nachzuweisen.

Im Rahmen der Projektbeschreibung (Antrag) und im Schlussbericht (nach Durchführung des Projekts) muss die Teilnahme von bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen schlüssig dargestellt werden.

Generell sollen keine Kinder und Jugendlichen ausgeschlossen werden. Das Ziel der Förderung bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher lässt grundsätzlich auch die Teilnahme anderer Kinder und Jugendlicher zu, sofern dies der Zielerreichung dient.

Können Honorare für Expert/innen gezahlt werden?

Ja, solange die durch die die/den Expert/in eingebrachte Expertise für die erfolgreiche Durchführung des geplanten Projekts notwendig ist.

Von der Förderung ausgeschlossen ist die Finanzierung von sozialversicherungspflichtigem Personal.

Der Antragsteller/Letztzuwendungsempfänger steht in der Verantwortung, qualifizierte Expert/innen auszuwählen und die Qualifizierung der Expert/innen im Antrag darzustellen.

Wer kann Bündnispartner sein?

Bündnispartner sollten insbesondere Organisationen und Institutionen sein, die folgende Kriterien erfüllen:

• der Letztzuwendungsempfänger ist ein eingetragener Verein,
• die Aktivierung ehrenamtlichen Engagements ist sichergestellt,
• es bestehen Erfahrungen in der außerschulischen Bildungsarbeit,
• mindestens ein Bündnispartner hat direkten Zugang zur Zielgruppe (z.B. Sportverein mit Kinder- und Jugendabteilung, weitere Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Schule),
• alle (mindestens drei) Partner im Bündnis haben schriftlich die Bereitschaft zur Kooperation im Rahmen des Bündnisprojekts erklärt (Kooperationszusage als Anlage zum Antrag) und sind bereit, Ideen einzubringen.
• die Projektansätze akzeptieren und/oder durch konkrete inhaltliche Beiträge und Ansätze unterstützen;

Nicht jeder einzelne Bündnispartner muss diesen Vorgaben umfassend entsprechen, aber in der Gemeinschaft des "Sport: Bündnisses!" sollen alle oben genannten Kriterien erfüllt werden.

Beispiele für mögliche Bündnispartner:

(Integrations-)Kindergärten, Musikschulen, Theatergruppen, städtische und freie Kinder- und Jugendzentren, Behindertenwerkstätten, Behinderteneinrichtungen Schulen aller Schulformen, weitere Jugendverbände, Jugendzentren, Naturschutzverbände, Kirchengemeinden, Kulturvereine, Jugendzentren, Jugendfreizeitheime, Häuser der offenen Tür, soziokulturelle Zentren, Nachbarschaftshäuser oder -vereine, Migrant/-innen-Organisationen, Kultureinrichtungen, Volkshochschulen, Jugend-, Kultur- oder Sozialämter, Vereine, Träger der Jugendsozialarbeit oder Jugendberufshilfe, Wohngruppen für betreutes Wohnen oder Jugendheime, Elternfördervereine, Träger von Horten und viele andere mehr, je nach den örtlichen Gegebenheiten.

Können Projekte im Ausland stattfinden?

Ja, Ferienfreizeitprojekte oder mehrtägige Veranstaltungen können im Ausland stattfinden.

Dortige Organisationen können allerdings nicht Bündnispartner sein und Kinder und Jugendliche, die ihren Wohnort im Ausland haben, können nicht gefördert werden.

Die geförderten Teilnehmenden und die Bündnispartner sind auf den lokalen Raum beschränkt.

Können in einem Bündnis z. B. der Sportverein und gleichzeitig sein Landsverband Bündnispartner sein?

Ja, im Einzelfall ist das möglich.

Im Rahmen einer solchen Konstellation wird jedoch empfohlen mind. zwei weitere Kooperationspartner zu finden.

Bitte auf die lokale Ausrichtung der Projekte achten.

Können Gebietskörperschaften und kommunale Einrichtungen Bündnispartner sein?

Ja. Eine Abgrenzung der beantragten Projekte von den Regelangeboten aller Bündnispartner muss erfolgen.

Können Schulen Bündnispartner sein?

Ja, Schulen können als Bündnispartner Teil eines Sport: Bündnisses! sein, aber nicht als Antragsteller/Letztzuwendungsempfänger aktiv werden. Siehe dazu auch Definition außerschulische Maßnahmen.

Können Bündnispartner in mehreren Bündnissen Mitglied sein?

Ja! Ein Bündnis kann zum Beispiel aus den Partnern A, B und C bestehen, ein anderes Bündnis aus den Partnern C, D und E.

Wichtig ist aber, dass die verschiedenen Bündnisse auch unterschiedliche Projekte anbieten. Die Förderung für dieselbe Projekte ist ausgeschlossen.

Können Einzelpersonen als Bündnispartner aktiv sein?

Nein.

Müssen alle Bündnispartner gemeinnützig sein?

Nein! Aber der Letztzuwendungsempfänger / Antragsteller sollte als gemeinnützige Einrichtung anerkannt sein.

Die Bündnispartner innerhalb eines Sport: Bündnisses! dürfen keine kommerziellen Absichten mit der Beteiligung am Förderprogramm verfolgen.

Müssen die Bündnispartner eine Vereinbarung schließen?

Ja, die Bündnispartner schließen eine sogenannte Kooperationszusage miteinander ab. Diese wird von der dsj zusammen mit dem Antrag über die KUMASTA-Datenbank eingereicht und im Bereich Download/Formblätter zur Verfügung gestellt.

Was passiert, wenn ein Bündnispartner abspringt?

Dann kann/muss ein neuer Bündnispartner dazukommen, der die entsprechende Rolle einnimmt. Mit dem neuen Partner wird dann eine neue Vereinbarung (Kooperationszusage) geschlossen.

Das Bündnis muss immer aus mindestens drei Partnern vor Ort bestehen.

Sollte ein Partner das Sport: Bündnis! verlassen, setzen sie sich bitte sofort mit der dsj in Verbindung!

Sind Projekte an Schulen möglich?

Ja! Außerhalb des Unterrichts sind Projekte an Schulen möglich. Die Teilnahme der Schüler/innen muss freiwillig erfolgen. Das Projekt muss verantwortlich von den außerschulischen Trägern geplant und durchgeführt werden. Die Schule kann Partner im Sport: Bündnis! sein.

Die Projekte können an Schulen stattfinden. Nicht jedoch als Projekttage/-wochen in Schulen.  Infos dazu: Definition außerschulische Bildungsangebote.

Müssen alle Rechnungen auf den Letztzuwendungsempfänger/Antragsteller ausgestellt sein?

Ja!

Dürfen von den Teilnehmenden Beiträge erhoben werden?

Ja. Davon wird aber abgeraten, da die Zuwendung als Vollfinanzierung gewährt werden kann. Die Erbringung von Eigenmitteln, Teilnehmer/innen-Beiträgen und sonstigen Deckungsmitteln ist in diesen Fällen nicht erforderlich. Einnahmen, die in direktem Bezug zur Maßnahme stehen (auch Spenden) fließen als Eigenmittel in die Gesamtfinanzierung des Projekts ein und verringern dadurch den Anteil der Bundeszuwendung.

Dürfen für Räume bei Bündnispartnern Mieten geltend gemacht werden?

Wenn das Projekt in Räumen der Bündnispartner stattfinden sollen, können die Räume für diesen Zeitraum in Rechnung gestellt werden. Sie müssen dem Letztzuwendungsempfänger in diesem Fall eine Rechnung stellen. Der Letztzuwendungsempfänger selbst darf keine Mietkosten für seine Räume geltend machen!

Kann man sich für ein Projekt im Programm "Sport: Bündnisse! Bewegung - Bildung - Teilhabe" bewerben, wenn man nicht Mitglied im organisierten Sport ist?

Ja! Jede gemeinnützige Einrichtung/Organisation kann sich auf das Programm der dsj bewerben.

Kann ein Sportverein auch Projekte bei einem anderen Verband beantragen?

Ja, ein Sportverein bzw. eine Sportorganisation kann sich mit einem Projekt auch bei anderen Verbänden (Förderern) / Initiativen bewerben.

Übersicht der Fördermöglichkeiten

Können mit einem Antrag mehrere Projekte beantragt werden?

Ja! Inhaltlich zusammengehörende Projekte können innerhalb eines Antrags beantragt werden (z.B. Ferienfreizeit in den Oster-, Sommer- und Herbstferien). Die dürfen nicht über das Förderjahr hinaus dauern und müssen im Förderjahr (bis 31. Dezember) abgeschlossen werden.

Muss der Letztzuwendungsempfänger nach Beendigung des Projekts einen Verwendungsnachweis erstellen?

Ja! Nach Beendigung des Projekts muss ein Verwendungsnachweis erstellt werden.

Dieser setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

• zahlenmäßiger Verwendungsnachweis (Belegliste, Honorarvereinbarungen, Aufwandsentschädigung,  Teilnehmendenliste, Projektplan, Finanzierungsplan)

• Schlussbericht laut Muster in der Kumasta-Datenbank

Die Erstellung des Verwendungsnachweises wird in der Kumasta-Datenbank vorgenommen. 

Die Formulare stehen dem Letztempfänger in der Förderdatenbank "KUMASTA" und auf der Homepage der dsj als Download zur Verfügung.

Der Verwendungsnachweis muss spätestens sechs Wochen nach dem Ende des Projektes bei der dsj eingereicht werden!

Müssen dem Antrag weitere Anlagen beigefügt werden?

Ja! Bei der Beantragung über die offizielle Kumasta-Datenbank kumasta.buendnisse-fuer-bildung.de muss dem Antrag die Kooperationszusage sowie der Veranstaltungs-/Maßnahmenplan angehängt werden.

Kann man mit der dsj bereits vor der Antragstellung in Kontakt treten?

Ja! Das Konzept und die beantragte/geplante Ausgabenkalkulation kann vor Antragstellung mit der dsj abgestimmt werden.

Dieser Schritt empfiehlt sich, um längere Korrekturschleifen über die Förderdatenbank zu verhindern.

Kontakt: bildungsbuendnisse@dsj.de / Tel.: 069 / 6700-615

Können Projekte auch in Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten stattfinden?

Ja. Projekte können in enger Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten stattfinden. Das reguläre Betreuungsangebot darf durch das Projekt nicht ersetzt werden.

Bitte lesen Sie sich dazu die genauen Voraussetzungen für eine Förderung von Projekten in Kindertagesstätten, Kindergärten oder Horten des BMBF durch.  



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