Bericht zur 10. Vorstandssitzung der Wahlperiode 2020 - 2022

Der Vorstand der Deutschen Sportjugend hat am 28. August 2021 in Frankfurt am Main zu seiner 10. Vorstandssitzung in der Wahlperiode 2020-2022 getagt.   


Aktueller Stand der dsj-Bewegungskampagne 

Der Vorstand hat sich intensiv mit dem aktuellen Stand der dsj-Bewegungskampagne befasst. Die Antragstellung für Aktionstage im Oktober 2021 sowie die Bestellung für Aktionspaketen läuft weiter gut an. Mittels einer europäischen Ausschreibung wurde inzwischen eine Agentur ausgewählt, die die Kampagne kommunikativ begleiten wird. Kern der Kommunikation wird es sein, Lust auf Bewegung zu machen und hierfür zu motivieren. Ab Mitte Oktober sollen die Inhalte aktiv ausgespielt werden. Am 2. Oktober 2021 findet die Auftaktveranstaltung der Bewegungskampagne in Hamburg statt. Dort wird die Kampagne, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt wird, in Kooperation mit der Hamburger Sportjugend und der TSG Bergedorf offiziell gestartet. Neben dieser Auftaktveranstaltung führen zahlreiche weitere Sportvereine und -verbände bundesweit entweder zeitgleich oder im Laufe des Monats Oktober weitere dezentrale und öffentlich zugängliche Aktionstage durch, über die möglichst viele Kinder und Jugendliche für Bewegung und Sport begeistert werden sollen. 

Das dsj-Projektteam der Bewegungskampagne konnte erweitert werden. Seit dem 1. September 2021 befassen sich zwei neue Kolleg*innen in der dsj-Geschäftsstelle intensiv mit der Steuerung und Umsetzung der Bewegungskampagne. Das Projektteam ist für Fragen rund um die Kampagne unter bewegung@remove-this.dsj.de erreichbar. 

Konkrete Hinweise zur Förderung eines Aktionstages und zur Bestellung eines Aktionspakets, das die Durchführung eines Aktionstages unterstützen soll, sind auf der dsj-Website unter www.dsj.de/bewegungskampagne zu finden.  

Der Vorstand würde es sehr begrüßen, wenn möglichst viele Sportvereine und -verbände Aktionstage durchführen würden, um möglichst viele Kinder und Jugendliche mit der Kampagne erreichen zu können. 


Mitzeichnung des Forderungspapiers „Digitalpakt Kinder- und Jugendarbeit“ 

Die Deutsche Sportjugend fordert gemeinsam mit weiteren Trägern der Kinder- und Jugendhilfe einen Digitalpakt Kinder- und Jugendarbeit. Die Beteiligung ermöglicht es der dsj, Forderungen aus dem dsj-Positionspapier „Digitalisierung in Bewegung bringen“ in einer weiteren Allianz von Trägern stärker politisch zu kommunizieren und den organisierten Kinder- und Jugendsport im Feld Digitalisierung zu stärken. Es braucht eine finanzielle Förderung, rechtliche Grundlagen und eine differenzierte Digitalisierungsstrategie, um die digitale und fachliche Infrastruktur in der Kinder- und Jugendarbeit innovativ und nachhaltig auszugestalten – für und mit jungen Menschen. 


Projekt Aufarbeitung im Sport gestartet 

Dr. Karola Kurr ergänzt seit 1. August 2021 das Team PSG im Bereich der Aufarbeitung. Ziel des Projektes ist eine gemeinsame Verständigung der dsj und der DOSB-Mitgliedsorganisationen auf Leitlinien zur Aufarbeitung von sexualisierter Belästigung und Gewalt im Sport. Zur erfolgreichen Umsetzung sollen die internen und externen Stakeholder in einen Dialogprozess eingebunden und die Interessen berücksichtigt werden. Richtlinie ist die Empfehlung zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (UKASK) sowie der Good-Practice Guide des VOICE-Projektes. 


dsj-Außenvertretungen 

  • Jury zur Auswahl Juniorsportler:in des Jahres der Stiftung Deutsche Sporthilfe 

Der Vorstand hat entschieden, Stefan Raid als Jury-Mitglied zur Wahl zum*zur Juniorsportler:in des Jahres der Stiftung Deutsche Sporthilfe zu benennen.  

Mit dem Nachwuchspreis Juniorsportler:in des Jahres zeichnet die Stiftung Deutsche Sporthilfe junge talentierte Athlet:innen aus, denen insbesondere aufgrund ihrer bereits errungenen Erfolge eine hervorragende Perspektive für eine erfolgreiche sportliche Laufbahn einzuräumen ist. In einer öffentlichen Online-Abstimmung stehen jedes Jahr fünf Athlet*innen zur Wahl, die zuvor von einer Jury ausgewählt werden. Zudem wählt die Jury das Siegerteam in der Mannschaftswertung. Bereits in der Vergangenheit haben Vorsitzende der Deutschen Sportjugend jeweils einen Platz in der ‚Juniorsportler:in des Jahres‘-Jury wahrgenommen. 
 

  • Deutsch-Tschechischer Jugendrat 

Der Vorstand hat Sebastian Heuft (fkk-jugend) nominiert, die dsj in den nächsten drei Jahren weiterhin im Deutsch-Tschechischen Jugendrat zu vertreten. Durch die Vertretung leistet die dsj einen wichtigen Beitrag zur jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Tschechien und kann die Perspektive des Jugendsports in den Diskurs einbringen. 


Rückblick auf das Deutsche Olympische Jugendlager Tokio 2021 

Das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) fand vom 29. Juli bis 5. August 2021 in der Sportschule des Landessportbundes Hessen in Frankfurt am Main statt. Insgesamt nahmen 42 Jugendliche (24 weiblich, 18 männlich) am DOJL teil. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen während der Olympischen Spiele in Tokio hat das DOJL erstmals in Deutschland stattgefunden und hatte damit einen anderen Charakter als vorherige DOJL. Die binationale Ausrichtung des DOJL wurde durch digitale Programmpunkte mit japanischen Jugendlichen der Partnerorganisation JJSA gewährleistet. Hier haben sich die Jugendlichen insbesondere mit den unterschiedlichen Perspektiven auf das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Der Vorstand bedankt sich bei den vielen Helfer*innen und Unterstützer*innen des DOJL, die zum Erfolg dieser Maßnahme beigetragen haben. 


Deutsches Olympisches Jugendlager Peking 2022 

Für das Deutsche Olympische Jugendlager (DOJL) Peking 2022 hat der Vorstand das Leitungsteam sowie die Teilnehmer*innen nominiert. Diese werden nach finaler Abstimmung mit der Deutschen Olympischen Akademie, die für dieses DOJL die Federführung hat, bis Mitte September informiert. Die dsj-Mitgliedsorganisationen werden anschließend informiert, welche Teilnehmer*innen aus ihren Strukturen ausgewählt wurden. Beworben hatten sich 85 Personen für das Leitungsteam und 108 Jugendliche als Teilnehmer*innen. Aus den sehr guten Bewerbungen konnte ein interessanter Sportarten-Mix aus 22 Sportarten sowie eine breite regionale Verteilung aus 13 Bundesländern zusammengestellt werden. 

Die aktuelle Situation in Peking sowie die Reisemöglichkeiten, bzw. -beschränkungen werden in den nächsten Wochen intensiv beobachtet. Sollte eine Durchführung des DOJL coronabedingt in Peking nicht möglich sein, wird es – ähnlich wie beim DOJL Tokio 2020 – ein alternatives Angebot geben. 

Intensiv hat der Vorstand die politische Situation in China diskutiert. Er war sich einig, dass das Thema Demokratie und Menschenrechte einen wichtigen Platz beim DOJL einnehmen wird und dass hier ein bedeutender Bildungsauftrag gesehen wird. 


Übersicht zur politischen Kommunikation im 1. Halbjahr 2021 

In zahlreichen Gesprächen mit Entscheidungsträger*innen verschiedener Bundesparteien sowie verschiedensten Stellungnahmen und Positionierungen konnten insbesondere die anlässlich des Bundestagswahljahres formulierten dsj-Forderungen platziert werden. Zudem sind dsj-Vorstandsmitglieder und die Geschäftsführerin Einladungen auf bundespolitischer Ebene gefolgt und haben als Sachverständige in Ausschüssen des Deutschen Bundestages die Bedeutung und Bedarfe des Kinder- und Jugendsport gezielt hinterlegt. Über die Mitarbeit in der Interministerieller Arbeitsgruppe „Gesundheitliche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona“ mit BMG und BMFSFJ hat die dsj besonderes Gehör im gesundheitspolitischen Sektor gefunden. 


Vorbereitung des Hauptausschusses in Erfurt  

Der Vorstand hat sich über den aktuellen Stand der Vorbereitungen des Hauptausschusses informiert, der vom 22. bis 23. Oktober 2021 im Steigerwaldstadion in Erfurt stattfinden wird. Die offizielle Einberufung des Hauptausschusses wird in der kommenden Woche versendet. 

Derzeit wird zusätzlich zum offiziellen Teil das Rahmenprogramm, das Hygienekonzept und ein möglicher Livestream der Veranstaltung geprüft und erarbeitet. Weitere Informationen finden sich auch auf der Eventseite.  


Nächste Vorstandssitzung 

Die nächste planmäßige Vorstandssitzung in der Wahlperiode 2020-2022 wird am 22. Oktober 2021 in Erfurt stattfinden. Vorher wird der Vorstand noch mal in digitaler Form zu einer Sitzung zusammenkommen. 


Weitere Meldungen



Sonderprogramm III startet 

Für das zweite Halbjahr 2021 hat der Deutsche Bundestag noch einmal 45 Millionen Euro für das „Sonderprogramm Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit 2021“ zur Verfügung gestellt. Ziel des Programms ist es, eine existenzgefährdende Wirtschaftslage im Kontext Corona-bedingter Einnahmeausfälle bei gemeinnützigen Träger*innen mit Übernachtungsangeboten zu verhindern. 

Die Antragsphase für die zweite Förderperiode im Sonderprogramm Jugend 2021 startet am 30. August 2021 und endet am 26. September 2021. Die Hilfen werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse in Form von Billigkeitsleistungen in Höhe von bis zu 90 Prozent des dargelegten Liquiditätsengpasses oder als Zuschuss zu den ungedeckten Fixkosten zwischen dem 1. Juli 2021 und dem 31. Dezember 2021 gewährt. Die Höchstförderung pro Bett wurde auf 600,- Euro abgesenkt. 

Am 1.September 2021 hat die dsj ein Rundschreiben mit den Förderungsrichtlinien und dem Antragsformular an ihre Mitgliedsorganisationen versandt. Alle wichtigen Informationen zur Antragsstellung sind auch auf der Website des BMFSFJ abrufbar. Dort finden sich auch das Antragsformular sowie Antworten auf häufige Fragen zur Richtlinie für Zuschüsse des Bundes im „Sonderprogramm Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit 2021“ (FAQ Sonderprogramm Jugend 2021 - 2. Förderperiode). 


Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ (dsj-Aufholpaket) 

Der Vorstand hat sich mit dem aktuellen Stand der Umsetzung des dsj-Aufholpaketes befasst. Mit Rundschreiben Nr. 40/21 vom 25.08.2021 hat die dsj die Mitgliedsorganisationen zur offiziellen Antragstellung 2021 mit Frist zur Einreichung zum 6. September 2021 aufgefordert. Anträge von Landessportjugenden sind in diesem Programm aufgrund des vom BMFSFJ gewählten Fördertopfes leider nicht möglich. Das Programm „dsj-Aufholpaket“ läuft bis zum 31. Dezember 2022 und das Antragsverfahren bezieht sich – analog zur Antragstellung im Bereich KJP national – jeweils auf ein Haushaltsjahr. Aktuell sind daher Anträge für den Zeitraum bis 31. Dezember 2021 zu stellen. Die Vorbereitungen zur Besetzung von Personalstellen mit sog. Aufbaumanager*innen und die Planung möglicher Maßnahmen der Mitgliedsorganisationen sollen dadurch zeitnah beginnen können. Die Folgeanträge für das Jahr 2022 können gestellt werden, sobald der formale Bewilligungsbescheid des Ministeriums vorliegt. Das BMFSFJ hat bestätigt, dass aus dem Corona Aufholprogramm für das Haushaltsjahr 2022 Mittel in Höhe von bis zu 4,0 Mio. € aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) für die Deutsche Sportjugend e.V. (dsj) vorgesehen sind.  

Am 2. September 2021 hat die dsj ihre Mitgliedsorganisationen zu einer offenen, digitalen Sprechstunde für Fragen zu Antragstellung eingeladen. 

Aktuelle Informationen sind auf www.dsj.de/aufholpaket zu finden, hierunter auch die laufend aktualisierten FAQs. 


Einstiegsworkshop PSG 

Die dsj veranstaltet im Herbst zwei Einstiegsworkshops für neue PSG-Ansprechpartner*innen der Mitgliedsorganisationen von dsj und DOSB. Die Workshops richten sich an die Beauftragten der Mitgliedsorganisationen, die für das Themengebiet Prävention sexualisierter Gewalt insbesondere im Kinder- und Jugendschutz tätig sind. Ziel des Workshops ist es, den Ansprechpartner*innen eine Orientierung und Hilfestellung hinsichtlich des Themenfeldes in Sportorganisation zu geben, sodass diese die Maßnahmen zur Prävention von und Intervention bei sexualisierter Gewalt in der jeweiligen Sportorganisation umsetzen können.  


Kommunikation zur Bundestagswahl 

Die dsj kommuniziert in den sechs Wochen vor der Bundestagswahl aktiv ihre bereits im Frühjahr verabschiedeten Forderungen (www.dsj.de/btw2021).  Außerdem ruft sie unter dem Hashtag #wirwählen dazu auf, seine*ihre Stimme abzugeben. Der Vorstand bittet erneut darum, die Aufrufe auch über die Kanäle der Mitgliedsorganisationen teilen.  


Herzliche Grüße

Stefan Raid, 1. Vorsitzender 

Christina Gassner, Geschäftsführerin 

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