Ein Beispiel für Jugendorganisationen im Sport

Das gemeinsame Projekt GATE der dsj, des Zentrums für Doping Prävention der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (ZfDP) und der Deutschen Radsportjugend endete nach knapp zweijähriger Modellphase zum 31. Dezember 2008.

Zur Auswertung des Projektes GATE - das Tor zu einem glaubwürdigen, authentischen, transparenten und an ethischer Verantwortung orientierten Sport - fand das Abschlusstreffen der GATE Arbeitsgruppe statt. Toni Kirsch und Hilmar Hessler (beide Deutsche Radsportjugend im BDR), Prof. Dr. Gerhard Treutlein und Manuel Ruep (beide ZfDP), Gert Hillringhaus von Radsportverband Schleswig-Holstein sowie Peter Lautenbach und Jörg Becker von der Deutschen Sportjugend nahmen eine Rückschau auf die geleistete Arbeit vor. Als eines der wichtigsten Ergebnisse der Modellphase ist herauszuheben, dass der Bund Deutscher Radfahrer (Deutsche Radsportjugend) nun die Dopingpräventionsarbeit als integrierten Bestandteil der Trainer/-innen Aus- und Fortbildung in die Ausbildungsordnung und -inhalte aufgenommen hat. Das Konzept orientiert sich dabei an den Inhalten der Arbeitsmedienmappe zur Dopingprävention, die in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Dopingprävention und der dsj bereits seit 2006 als Lehrmaterial eingesetzt wird. Für die Trainerausbildung (A,B,C) im BDR sind jetzt insgesamt 24 Stunden zu Anti-Doping und Dopingprävention vorgeschrieben.

Eine wichtige Erkenntnis ist aber auch, dass für eine nachhaltige und erfolgreiche Dopingpräventionsarbeit in einem Spitzenverband ein tragfähiges Fundament von finanziellen und personellen Ressourcen geschaffen werden muss. Ein Eckpfeiler für die erfolgreiche Umsetzung der einzelnen Bausteine zur Dopingprävention ist insbesondere die interne Steuerung dieses Arbeitsbereiches durch eine oder mehrere Personen, die als Kontakt- und Ansprechpartner für Teamer, Multiplikatoren oder Trainerinnen und Trainer zur Verfügung stehen und diesen Prozess innerhalb des Verbands voranbringen. Für die Deutsche Radsportjugend und den Bund Deutscher Radfahrer ist Dopingpräventionsarbeit nicht zuletzt über die Erfahrungen mit GATE zu einem zwingenden Muss geworden und unverzichtbar.

Ingo Weiss, der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, sieht die Hauptaufgabe der dsj nun darin, die aus GATE gewonnenen Erfahrungen für andere Jugendorganisationen nutzbar zu machen und möglichst viele Spitzenverbände dazu zu bringen, noch stärker in eine systematische und nachhaltige Dopingprävention über die Implementierung des bei GATE gewählten pädagogischen Ansatzes zu investieren. 


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