dsj-Forschungsverbund – ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen im Austausch mit der dsj

Die Grundlage für die Arbeit des dsj-Forschungsverbundes ist das „Rahmenkonzept des dsj-Forschungsverbundes – Bildungspotenziale der Kinder- und Jugendarbeit im Sport“, das 2012 vom dsj-Vorstand verabschiedet wurde.

Ziele des dsj-Forschungsverbundes:

  • Interdisziplinäre und praxisorientierte Erforschung der Bildungspotenziale der Kinder- und Jugendarbeit im Sport/des Kinder- und Jugendsports und Nutzbarmachung dieser Erkenntnisse für den gemeinnützigen, organisierten Kinder- und Jugendsport.
  • Systematische Zusammenarbeit zwischen Forschung/Wissenschaft und Sportpraxis
  • Identifizierung von Forschungslücken, interdisziplinärer Austausch und Vernetzung
  • Unterstützung bei der Positionierung der dsj und ihrer Mitgliedsorganisationen im politischen und öffentlichen Raum
  • Erarbeitung von Argumentationswissen und die Aufbereitung von Forschungsergebnissen

Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Nils Neuber (Stellvertretung Prof. Dr. Ulrike Burmann), Peter Lautenbach (ehem. dsj) sowie Katharina Morlang (dsj)

Der dsj-Forschungsverbundes vernetzt sich regelmäßig im Rahmen der Wissenschaftsforen und stimmt sich darüber hinaus in informellen Kreisen zu vielfältigen Themen und kleinen Projekten ab. Zusätzlich organisiert der Forschungsverbund einmal in zwei Jahren das „Expert*innen-Hearing“, das thematische Schwerpunkte setzt (bspw. Partizipation im Kinder- und Jugendsport, 2017) und unterschiedliche Akteur*innen aus den Sportverbänden und der Forschung zusammenbringt.

Darüber hinaus begleitet der dsj-Forschungsverbund die Herausgabe der Zeitschrift „Forum Kinder- und Jugendsport: Zeitschrift für Forschung, Transfer und Praxisdialog“ (FKJS), insbesondere den wissenschaftlichen Teil über die Wahrnehmung der Rolle als Herausgeber*innen.

Mitglieder des dsj-Forschungsverbundes sind derzeit elf Wissenschaftler*innen aus der Sportwissenschaft (Sportpädagogik und Sportsoziologie)

Partizipation - Leitprinzip und Forschungsgegenstand

Der Forschungsverbund der Deutschen Sportjugend setzt „Partizipation“ als ein Schwerpunktthema für seine Arbeit in 2018-2022. Partizipation ist ein Querschnittthema und Leitprinzip der Kinder- und Jugendarbeit im Sport, das übergreifend für die Handlungsfelder der dsj relevant ist.
Der Begriff bezieht sich zunächst auf die Teilnahme von Heranwachsenden an Angeboten der sportlichen Jugendarbeit. Darüber hinaus kann Partizipation analog zum Demokratiebegriff in drei weitere Komponenten differenziert werden. Dazu gehören die Mitbestimmung und Entscheidung, die Mitsprache und Aushandlung sowie Mitgestaltung und Engagement. Gemeinsam werden diese drei Facetten unter dem Begriff der Demokratischen Partizipation zusammengefasst.
Werden beispielsweise im Sportverein gezielt Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Mitgestaltung gegeben, wird von Partizipationsförderung gesprochen. Die Partizipationsmöglichkeiten Jugendlicher sind gesellschaftlich, rechtlich und sozialstrukturell gerahmt. Damit verbunden sind z.B. folgende Fragen: Welche Formen der Partizipation werden gesellschaftlich als Partizipation anerkannt und wertgeschätzt (und welche nicht)? Welche Mitsprachepflichten und -rechte werden den Heranwachsenden in den Angeboten der sportlichen Jugendarbeit zugestanden? Wie kann die Partizipation junger Menschen gezielt gefördert werden? Der Forschungsverbund hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung zu diesen Feldern der Partizipation voranzutreiben. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse können Beratungsangebote sowie  Planungs- und Handlungshilfen zur Förderung der Partizipation im Kinder- und Jugendsport entwickelt werden.

Im Rahmen von ZI:EL+ wurde Ende 2018 ein Handbuch zum Partizipationsbegriff mit vielfältigen Methoden zur Förderung von Partizipation, unter der Leitung von Prof. Dr. Ahmet Derecik (Uni Osnabrück), erscheinen.

Literatur:

- Eikel, A. (2007). Demokratische Partizipation in der Schule. In A. Eikel & G. de Haan
(Hrsg.), Demokratische Partizipation in der Schule. Ermöglichen, fördern, umsetzen (S. 7-42). Schwalbach: Wochenschau.
- Messmer, R. (1995). Partizipation im Unterricht. Lizentiat. Universität Bern.
- Derecik A., Kaufmann, N. & Neuber, N. (2013). Pädagogische Partizipation in der offenen Ganztagsgrundschule. Wiesbaden: Springer VS.


Aktuelles

  • dsj-Forschungsverbund tagt in Münster

    Der Forschungsverbund der Deutschen Sportjugend (dsj) hat am 05.07.2019 am Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster getagt. Neben der...

  • dsj-Forschungsverbund konzentriert seine Arbeit

    Forschungsvorhaben im Feld Partizipation

  • Transferkonferenz 01./02.2018 in Berlin

    "Praxis trifft Forschung, Forschung trifft Praxis: was wir voneinander wissen (wollen)"

  • Beratung und Austausch

    Im Vorfeld der dsj-Konferenz „Bündnisse für Bildung – Sportvereine in Bildungsnetzwerken“ am 17.-18. November 2017 haben sich die Mitglieder des...

  • „Gemeinsames Verständnis für die Vielfalt von Partizipationsformen entwickeln“

    Der dsj-Forschungsverbund, der aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der sportbezogenen Kinder- und Jugendforschung besteht, wird sich...

  • Prof. Dr. Nils Neuber zum Sprecher des dsj-Forschungsverbundes gewähl

    Zu der gemeinsamen Sitzung der Mitglieder des dsj-Forschungsverbundes  im Rahmen des Wissenschaftsforums ist Prof. Dr. Nils Neuber (Universität...

  • Innovationen des dsj-Forschungsverbunds 2016

    Mit neuen Gesichtern und klaren Zielen startet der Forschungsverbund in eine neue Agenda

  • Dialog in Bezug auf den 3. Kinder-und Jugendsportbericht

    8. Wissenschaftforum in erweitertem Fachkreis zum Dialog in Bezug auf den 3. Kinder-und Jugendsportbericht

  • Vernetzung im Mittelpunkt

    7. Wissenschaftsforum - „Bildungspotenziale der Kinder- und Jugendarbeit im Sport“

  • Zusammenarbeit weiter vertiefen

    6. Wissenschaftsforum am 17. Oktober 2013



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