dsj-Newsletter Nr. 67 vom 09.07.2015

Deutsche Sportjugend

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Sonstiges

Lale – iss bewusst & sei aktiv!Im Rahmen der Initiative Lale – iss bewusst & sei aktiv!, die gemeinsam vom Verbraucherschutzministerium NRW mit der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) und weiteren kompetenten Partnern aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ins Leben gerufen wurde und die inzwischen auch vom Gesundheitsministerium NRW gefördert wird, werden auch 2015 noch kostenlose Qualifizierungsschulungen für zweisprachige (deutsch und türkisch) Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte angeboten.
Ziel der Initiative ist es, türkeistämmigen Familien Hilfestellungen zu bieten, ihren Familienalltag gesund und aktiv zu gestalten. Beweggrund für das Engagement ist der vergleichsweise hohe Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher in dieser Bevölkerungsgruppe. Die Patenschaft für das zukunftsweisende Vorhaben hat die Journalistin und Buchautorin Hatice Akyün übernommen. 
Das Konzept ist nach dem Präventionsleitfaden der GKV zertifiziert. In den interaktiven Lale-Kursen vermitteln die geschulten Trainer/-innen türkeistämmigen Erwachsenen alltagsnahe Informationen. Durch vielfältige praktische Übungen, wie z. B. die gemeinschaftliche Zubereitung von Mahlzeiten oder einfache Sportübungen erfahren die Kursteilnehmer/innen, wie sie das Gelernte in ihren Familienalltag integrieren können. Die Lale-Kurse finden in türkischer und in deutscher Sprache statt. Alle Materialien wurden gemeinsam mit Vertretern der türkischen Community entwickelt und sind speziell auf die Bedürfnisse von türkeistämmigen Familien zugeschnitten.

Kostenlose Zusatzqualifikation für bilinguale Trainer/-innen


Im Rahmen des Projekts werden auch 2015 noch kostenlose Qualifizierungsschulungen für zweisprachige (deutsch und türkisch) Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte angeboten. Grundlage der Schulungen ist das nach dem Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes (§ 20 SGB V) durch die Zentrale Prüfstelle Prävention zertifizierte „Kursleitungsmanual“ des Projekts Lale.

Die nächste ganztägige Schulung findet am 23. September 2015 beim Landessportbund Nordrhein-Westfalen, Friedrich-Alfred-Straße 25, 47055 Duisburg statt.
Interessierte Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte können sich direkt an die Projektkoordination bei der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. wenden: Tel. 030-27879770, undefinedlale@remove-this.pebonline.de. Hier erhalten sie weitere Informationen zu Anforderungen an Bewerber/innen, Bewerbungsmodalitäten sowie Schulungsinhalten und können sich zur Teilnahme anmelden.

Zusätzliche Informationen zur Initiative finden Sie unter undefinedwww.lale-nrw.de.
Lesen in Bewegung: Aktionskarten-SetDas Aktionskarten-Set mit Übungen, Spielen und Kreativideen der Initiative „Lesen in Bewegung“ kann ab sofort von Multiplikatoren aus Baden-Württemberg bestellt werden!
Das Material ist für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren konzipiert und richtet sich an Praktiker/-innen aus dem Bildungsbereich wie Lehrkräfte, Pädagog/-innen, Trainer/-innen und Bibliothekar/-innen. Sie finden darin Leseförderideen mit Bewegungsansätzen, die sich direkt und einfach in der Praxis umsetzen lassen. Es steht exklusiv allen Multiplikatoren aus Baden-Württemberg kostenlos zur Verfügung. Damit auch der Sommer lesefit und bewegungsstark verläuft, stehen die fünf Aktionskarten im Downloadbereich von undefinedwww.lesen-in-bewegung-aktionskarten.de zur Verfügung. Die Spiele regen unter anderem an „Buchfiguren-Paare" über Bewegung zu finden, Präpositionen wie „Über, Unter, Hinter, Vor . . .“ am eigenen Körper zu erfahren oder sein Wissen beim „Sportlich-literarischem Quiz“ auf die Probe zu stellen.
   
Im Herbst beim „Lesen in Bewegung“-Wettbewerb alle Schulklassen und Freizeitgruppen aus Baden-Württemberg eingeladen, sich selbst Spiele und Aktionen auszudenken, die Lesen und Bewegung verknüpfen. Auf die 100 besten Einsendungen wartet eine hochwertige Kiste mit Büchern und Bewegungsgeräten, mit der sich auch weiterhin bewegt lesen lässt. 

Informationen zum Wettbewerb gibt es nach den Sommerferien im September.

Weitere Infos: undefinedwww.lesen-in-bewegung-aktionskarten.de
Aktiv für Demokratie und ToleranzAuch in diesem Jahr sucht das von der Bundesregierung gegründete Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) mit dem Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2015 erfolgreiche zivilgesellschaftliche Aktivitäten für eine lebendige und demokratische Gesellschaft. Den Preisträgerinnen und Preisträgern winken Geldpreise im Wert von 1.000 bis 5.000 Euro und eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit. Zum 15. Mal in Folge wollen wir so Einzelpersonen und Gruppen, die das Grundgesetz auf kreative Weise mit Leben füllen, für ihr Engagement würdigen. Gute Projekte sollen Schule machen und zum Nachahmen anregen! Weitere Informationen, den Flyer und das Bewerbungsformular gibt es hier:  undefinedwww.buendnis-toleranz.de. Der Einsendeschluss ist der 27. September 2015 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Bundesweites Netzwerk Kultur und Inklusion startet in Berlin mit einem Roundtable

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert ein bundesweites Dialog- und Fachforum „Netzwerk Kultur und Inklusion“. Es soll bisherige Ansätze zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben reflektieren und erweiterte und gleichberechtigte Möglichkeiten für einen vielfältigen und aktiv-gestaltenden Zugang zur Kulturlandschaft aufzeigen. Die Akademie Remscheid übernimmt die Trägerschaft in Kooperation mit dem Verein InTakt e.V.

Fünf Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention ist eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der ganzen Bandbreite des Kulturlebens immer noch nicht möglich. Der Fokus kultureller Teilhabe liegt bis heute eher auf der – zweifellos notwendigen - Beseitigung äußerer Barrieren und Fragen der Zugänglichkeit zu kulturellen Angeboten als auf der Gestaltung des Kulturlebens durch Menschen mit Behinderung. Das Fehlen künstlerischer Ausbildungs- und Umsetzungsmöglichkeiten für begabte Menschen mit Behinderung verhindert deren angemessene Präsenz im Kulturleben. Inklusiv gedachte und gestaltete Projekte und Lösungsansätze werden bisher überwiegend lokal oder auf Landesebene gestaltet und diskutiert.
Das Netzwerk Kultur und Inklusion beabsichtigt, bislang getrennt erfolgte Diskussionen zusammenzuführen und Lösungen für die in der künstlerischen und beruflichen Praxis entstandenen Problematiken zu entwickeln. Experten aus Theorie und Praxis, Wissenschaft und Forschung, Kulturverbänden und -politik sollen Erfahrungen austauschen und neue Gestaltungsmöglichkeiten für ein tatsächlich inklusives Kulturleben ausloten. Die Vorsitzende des Vereins InTakt e.V. Prof. Dr. Irmgard Merkt unterstreicht als eine der Initiatorinnen des Netzwerkes, wie wichtig es ist, die Diskussionen zu bündeln: „Wir stehen vor vielen ungelösten Fragen insbesondere zur beruflichen Situation von künstlerisch begabten Menschen mit Behinderung, aber auch vor den Fragen der Darstellung von Menschen mit Behinderung in den Medien und der Wahrnehmung des Beitrags, den Menschen mit Behinderung zum gesellschaftlichen und kulturellen Leben leisten. An vielen Orten der Bundesrepublik werden ähnliche Gespräche zur beruflichen Inklusion oder zur künstlerischen Qualität in inklusiven Settings geführt – und nicht immer weiß man voneinander. Nur ein bundesweit ausgelegtes Dialog- und Fachforum ermöglicht einen Austausch mit dem Ziel gesellschafts- und kulturpolitischer Wirksamkeit der bislang getrennt geführten Diskussionen.“
Die Direktorin der Akademie Remscheid Prof. Dr. Susanne Keuchel ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass die Akademie Remscheid als Träger des Netzwerks Kultur und Inklusion in dieses wichtige Anliegen eingebunden ist. Eine deutschlandweite Vernetzung aller Akteure kann dazu beitragen, Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.“

Das erste Netzwerktreffen findet vom 30.9. – 01.10.2015 in der Akademie Remscheid statt. Schwerpunkt wird das Thema „Künstlerische Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung“ sein.

Weitere Infos: undefinedwww.akademieremscheid.de

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