dsj-Newsletter Nr. 68 vom 16.07.2015

Deutsche Sportjugend

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Sonstiges

Manuela Schwesig: "Junge Flüchtlinge brauchen unseren Schutz und unsere Hilfe."Das Bundeskabinett hat den von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig vorgelegten Gesetzentwurf zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher beschlossen. Ziel des Gesetzes ist die Verbesserung der Situation von jungen Flüchtlingen bundesweit, die Stärkung ihrer Rechte sowie die Sicherstellung ihrer - dem Kindeswohl entsprechenden, bedarfsgerechten  - Unterbringung, Versorgung und Betreuung. Mit dem Gesetzentwurf übernimmt die Bundesregierung ihre Verantwortung für ausländische Kinder und Jugendliche, die alleine aus ihren Heimatländern nach Deutschland fliehen. "Kinder und Jugendliche, die ihre Familien verlassen müssen und allein bei uns Zuflucht suchen, gehören zu den schutzbedürftigsten Personengruppen überhaupt", so Manuela Schwesig "Sie bei uns aufzunehmen und mit all` ihren Belastungen, schmerzhaften Erfahrungen und Ängsten aufzufangen und ihnen ein neues Zuhause zu bieten ist nicht nur ein Gebot der Menschlichkeit, sondern auch unsere Pflicht." Das Gesetz wird sicherstellen, dass unbegleitete Minderjährige so versorgt werden können, wie es ihrem Bedarf und ihrem Wohl entspricht. Das Gesetz regelt eine bundesweite Aufnahmepflicht der Länder, die sich am Kindeswohl und dem besonderen Schutzbedürfnis von unbegleiteten Minderjährigen ausrichtet. Es gewährleistet, dass Kinder und Jugendliche dort untergebracht werden, wo es Kapazitäten gibt, damit sie eine angemessene Betreuung, eine angemessene Unterkunft und eine angemessene Versorgung erhalten. Darüber hinaus stellt das Gesetz klar, dass ausländische Kinder und Jugendliche Zugang zu Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben. Das bedeutet, sie können z.B. eine Kita oder einen Hort besuchen oder an Sportangeboten der Jugendarbeit teilnehmen. Im Gesetz wird auch das Mindestalter zur Begründung der Handlungsfähigkeit im Asylverfahren von 16 auf 18 angehoben. Dadurch werden auch 16- und 17-Jährigen in dem komplexen Asylverfahren von einem gesetzlichen Vertreter begleitet und nicht länger wie Erwachsene behandelt. Die Bundesregierung setzt damit eine jahrelange Forderung zur Umsetzung der VN-Kinderrechtskonvention um. "Mit unserem Gesetz sichern wir jungen Flüchtlingen bundesweit ein gutes Aufwachsen," sagt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. "Das Gesetz wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass es jungen Flüchtlingen in Deutschland besser geht. Sie sind vor Krieg, Terror und Unterdrückung in ihren Heimatländern geflohen. Wir müssen Verantwortung übernehmen und ihnen Hilfe und Schutz bieten." Das Gesetz wird nunmehr in das parlamentarische Verfahren in Bundesrat und Bundestag eingebracht. Es soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begleitet die Umsetzung des Gesetzes durch das am 1. Juni 2015 gestartete Modellprojekt "Willkommen bei Freunden".Förderung von Projekten zur Integration von Menschen mit MigrationshintergrundDas Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat die Aufgabe, ergänzend zu den gesetzlichen Integrationsangeboten (Integrationskurse, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderinnen und Zuwanderer, Jugendmigrationsdienste) Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern mit dauerhafter Bleibeperspektive zu fördern.
Für die Förderperiode ab 2016 plant das BAMF wieder die Förderung von Projekten zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund mit dauerhafter Bleibeperspektive gemäß den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) – „Förderrichtlinien“ – die unter undefinedwww.bamf.de zum Download zur Verfügung stehen.
Zielgruppen sind Zugewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive ab 12 Jahren ohne weitere Altersbeschränkung (altersunabhängige Projekte) und jugendliche Zugewanderte von 12-27 Jahren (Jugendprojekte).
Eine dauerhafte Bleibeperspektive besteht, wenn die Zugewanderten im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis von mindestens einem Jahr sind oder seit über 18 Monaten eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, es sei denn der Aufenthalt ist vorübergehender Natur. Zum berechtigten Teilnehmerkreis gehören auch Flüchtlinge aus Krisenregionen, bei denen eine Rückkehr in ihr Heimatland nicht absehbar ist (§§ 44 Abs. 1 Satz 2, 23 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz).
Die Projekte können bis zu drei Jahre lang und mit einer Fördersumme von maximal 50.000 € jährlich gefördert werden.
Die Antragstellerinnen und Antragssteller werden aufgefordert, ihren Antrag unter Verwendung von easy-Online (undefinedhttps://foerderportal.bund.de/easyonline/)
bis einschließlich 30.10.2015 (Poststempel)
25 Jahre Rassismuskritik bei IDA e. V.1990 von demokratischen Jugendverbänden gegründet, bearbeitet das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.) nun seit 25 Jahren die Themenfelder Rechtsextremismus und Rassismus. Der Verein begeht sein Jubiläum mit einer Bestandsaufnahme seiner rassismuskritischen Arbeit auf einer Fachtagung von Freitag, 27. bis Samstag, 28 November 2015 in Berlin. In Anlehnung an ein Zitat des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King ist sie mit dem Titel „Von begrenzten Fehlschlägen und grenzenloser Hoffnung“ überschrieben. Heute ist es weitestgehend Konsens, dass Deutschland eine Migrationsgesellschaft ist und auch staatliche Stellen sprechen immer häufiger von Rassismus. Das Bild des Neonazis mit Springerstiefeln wurde erweitert — der alltägliche Rassismus in Behörden, Institutionen, Medien usw. rückt nun stärker in den Fokus. Themen wie Interkulturelle Öffnung und Diversität haben einen festen Platz in Debatten und neue Stimmen werden sichtbarer, z.B. Verbände von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, Selbstorganisationen junger Sinti und Roma oder auch Einzelpersonen, die z.B. rassistische Begriffe in Kinderbüchern problematisieren.
25 Jahre später erleben wir aber auch Pegida und die AfD, einen sichtbarer werdenden Antisemitismus, eine Zunahme von Übergriffen auf Geflüchtete und einen weit verbreiteten antimuslimischen Rassismus. Ein paar Jahre zuvor enttarnt sich der NSU, Thilo Sarrazin landet mit seinen rassistischen Thesen einen publizistischen Riesenerfolg. Studien zeigen, dass ein nicht-deutsch klingender Name massive Benachteiligungen zur Folge hat. Das Internet wird zunehmend auch ein Propaganda- und Rekrutierungselement der extremen Rechten und rechtspopulistischer Akteur/-innen im bürgerlichen Gewand: in Kommentarspalten grassieren Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Antiziganismus. Dies ist der Hintergrund der selbstkritischen Fragestellung im Titel der Fachtagung – ebenso wie der immer wieder aktuellen Frage, warum Rassismus so selten thematisiert wird, wenn es um Rechtsextremismus geht. IDA möchte die Tagung dazu nutzen, neue Anregungen und Ideen zur zukünftigen Gestaltung rassismuskritischer Bildungsarbeit zu gewinnen. Eine selbstkritische Auseinandersetzung mit dem, was erreicht wurde und wo rassistische Verhältnisse andauern, soll dabei nicht zu Resignation führen, denn jede Erkenntnis hilft, den nächsten Schritt anders zu gestalten, andere Akteur_innen einzubeziehen und neue Bündnispartner_innen zu gewinnen. Der Festakt anlässlich 25 Jahre IDA e. V. mit einer Rede der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesjugendministerium Caren Marks und dem Theaterstück „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ ist in die Fachtagung integriert. Weitere Informationen finden sich unter www.idaev.de.
ENSA-Programm - Bewerbungen für 2016 jetzt möglichEs ist wieder soweit: Vertreterinnen und Vertreter von Schulpartnerschaften mit Schulen in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas können sich für eine finanzielle und inhaltliche Förderung durch das ENSA-Programm bewerben. Anträge können von allen weiterführenden Schulen in Deutschland und Eltern-/ Fördervereinen sowie Nichtregierungsorganisationen (NRO) in Kooperation mit diesen Schulen bis zum 30. September 2015 gestellt werden.
 
Das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm (ENSA) der Engagement Global, finanziert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert den Schulaustausch zwischen Deutschland und Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. ENSA steht als Förderprogramm ganz im Zeichen des Globalen Lernens. Ziel ist es, die Vernetzung von Schulen, staatlichen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit und Nichtregierungsorganisationen (NRO) zu fördern, um langfristige Partnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und den Partnerländern zu unterstützen.
 
Entwicklungspolitische NRO, die mit Schulen kooperieren, spielen im ENSA-Programm eine zentrale Rolle - sie begleiten die Schulen inhaltlich und organisatorisch in der Umsetzung der Partnerschaft und sichern die Qualität und Langfristigkeit von Schulpartnerschaften.
 
Dieses Jahr gibt es zusätzlich zur Förderung der Begegnungsreisen eine neue ENSA-Programmlinie: Schulen aus Deutschland, die eine gemeinsame Partnerschaft mit den genannten Ländern aufbauen (wollen), können im Rahmen von Anbahnungsreisen inhaltliche und finanzielle Unterstützung beantragen. Interessensbekundungen sollen bis zum 30. Juli 2015 eingesendet werden.
 
Weitere Hinweise, die Förderkriterien und Bewerbungsunterlagen sind auf der Internetseite http://ensa-programm.com/teilnahme/ zu finden.
 
Zum ENSA-Programm sowie zur Antragstellung beraten
• Viktoria Jeske (viktoria.jeske@remove-this.engagement-global.de)  bei Fragen rund um die  Anbahnungsreisen
+++ Bewerbungsfrist für die Zusendung der Interessenbekundung ist der 30. Juli 2015 +++
und
• Ana Paulina Rosas Pérez (ana.rosas@remove-this.engagement-global.de) bei Fragen rund um die Begegnungsreisen
+++  Bewerbungsfrist für die Zusendung des Antrags ist der 30. September 2015 +++
 
TC Dettingen für das Projekt "Silly Walk für Kinderrechte"ausgezeichnetDer Jugendausschuss im TC Dettingen/Horb wurde im Mai 2015 als Bezirks- und Landessieger beim Lotto Award 2015 in Baden-Württemberg ausgezeichnet. Den Lotto Award erhielt der Jugendausschuss für das Projekt "Silly Walk für Kinderrechte", in dem die Kids auf 25 Jahre Kinderrechtskonvention und den Stand der Kinderrechte in Deutschland aufmerksam machen. Dabei wurden vor allem Materialien des Deutschen Kinderhilfswerks für die Öffentlichkeitsarbeit und die Begleitung der Aktionen verwendet.

Die Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiges Element in der Vereinsarbeit beim TC Dettingen/Horb. Der Verein wurde in den vergangenen Jahren mehrfach für sein Mitbestimmungsmodell und die Projekte der Kinder und Jugendlichen im Verein ausgezeichnet. Weitere Infos: undefinedwww.tcdettingen.de

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