dsj-Newsletter Nr. 35 vom 29.08.2019

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Vorstellung der Explorativstudie „Prävention im Extremkampfsport“ im Rahmen der Abendveranstaltung "Professionalisierung rechter Gewalt – Hooliganismus zwischen Fußball und Aufrüstung durch Kampfsport“; 24.09.2019 in Berlin


-       Hooliganismus zwischen Fußball und Aufrüstung durch Kampfsport
Gewalt in Fanszenen des deutschen Fußballs hat eine lange Geschichte und spielte in der Entwicklung der Kurven stets eine viel diskutierte Rolle.

In den 1980er und 1990er Jahren dominierten gewaltbereite Hooligans, seit den 2000er Jahren Ultras die Fankurven.

Zugleich haben sich die Fanszenen über die Jahrzehnte politisch ausdifferenziert: Heute agieren neben sich als "unpolitisch" verstehenden Gruppen, sowohl antidiskriminierende, sich politisch links verortende, als auch rechte Fans in den Blöcken. Innerhalb dieser vielschichtigen Entwicklungen haben extrem rechte Hooligans in jüngster Zeit ein Revival erlebt.

Im Vergleich zu früheren Generationen verfügen sie heute über ein deutlich höheres Gewaltpotential. Ihre Kampfkraft entwickeln sie nicht zuletzt durch intensives und systematisches Training in Extrem-Kampfsportarten, wie den Mixed Martial Arts (MMA). Die dort erlernbaren sportiven
Kampftechniken sind stark auf die praktische Anwendung und eng am "echten Kampf" ausgerichtet. Die Kampfsportschulen unterbreiten ihre Angebote auf einem ungeregelten Markt, der eine unübersichtliche Landschaft von Anbietern, (Groß-)Events und Titelkämpfen ist. Auch dieses
Feld ist politisch sehr heterogen. Letztlich suchen dort ebenso extrem rechte Hooligans ihren Platz, verfolgen ein hypermaskulines Ideal und trainieren für den "politischen Umsturz". Ihre Aktionen finanzieren sie bspw. durch eigene Kleidungslabels sowie Events und vernetzen sich zunehmend international.

Dies stellt sowohl den um Anerkennung ringenden Kampfsport als auch die Gewaltprävention sowie den Fußball und die Fanarbeit vor neue Herausforderungen. Deshalb wollen wir über die Veränderungen in den Fanszenen und die Zusammenhänge des heutigen Hooliganismus mit Kampfsport diskutieren:

- Welche Auswirkungen auf die Fanszenen hat die Professionalisierung des Hooliganismus und welche Rolle spielt dabei der Kampfsport?

- Wie können Gegenmaßnahmen aussehen und positive Kräfte in den jeweiligen Szenen unterstützt werden?

- Welche Antworten kann die professionelle Fanarbeit auf die Entwicklungen geben?


Termin: Dienstag; 24.09.2019; 18:00 bis 20:30 Uhr

Veranstaltungsort: Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

Ansprechpartner*in: Dähne/Czech David.Czech@remove-this.fes.de

Kontaktanschrift: Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Politik und Gesellschaft, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

(https://www.fes.de/veranstaltung/veranstaltung/detail/236531?cHash=cd0c50c4c1275ec0efa2bd597acecd1e)

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