Bildungsverständnis der dsj und Jugendbildungsarbeit im Sport

Die Deutsche Sportjugend hat ihr Bildungsverständnis im „Orientierungsrahmen Bildung“ unter dem Titel „Bildungspotenziale der Kinder- und Jugendarbeit im Sport“ formuliert und im Jugendhauptausschuss 2009 verabschiedet. Sportvereine und -verbände werden darin als non-formale Bildungssettings beschrieben. Lernprozessen in non-formalen Bildungssettings wird ein hohes Potenzial für Vermittlung von Kompetenzen zugeschrieben, die Kinder und Jugendliche benötigen, um sich in modernen Gesellschaften zurechtzufinden und eine eigene Identität aufzubauen. Dies umfasst Bewegungskompetenzen ebenso wie personale und soziale Kompetenzen.
Zentrales Merkmal gelingender Bildungsprozesse ist aus Sicht des organisierten Kinder- und Jugendsports die Partizipation junger Menschen. Der Sportverein kann seine Bildungswirksamkeit in besonderem Maße dort entfalten, wo er Kindern und Jugendlichen ermöglicht, die sie betreffenden Prozesse verantwortlich mitzugestalten. Dies geschieht zum Beispiel durch die Beteiligung an Entscheidungen in der Übungsstunde oder durch die Interessenvertretung als Jugendsprecher/in.
Aufbauend auf ihrem Bildungsverständnis beschreibt die dsj in verschiedenen Positions- und Grundsatzpapieren bzw. Orientierungsrahmen die Dimensionen ihrer Aktivitäten, die sie als Dachorganisation im organisierten Kinder- und Jugendsport wahrnimmt. Dies sind unter anderem folgende Dokumente, die unter www.dsj.de/publikationen bestellt oder heruntergeladen werden können:Sie dienen als Grundlage für die Diskussion in der dsj und ihren Mitgliedsorganisationen, als Leitlinien für die Qualitätsentwicklung und zur Darstellung der Potenziale des organisierten Kinder- und Jugendsports in der Fachöffentlichkeit.