Tagung der Jugendbildungsreferent/innen

Tagung der Jugendbildungsreferent/innen

Zur „Tagung der Jugendbildungsreferent/innen“ treffen sich regelmäßig diejenigen, die in den dsj-Mitgliedsorganisationen für den o.g. Themenbereich hauptberuflich zuständig sind. Themen sind z.B. die Modularisierung der Ausbildung, die Gewinnung von Mitarbeiter/innen oder die Qualitätsentwicklung von Veranstaltungen.

Digitalisierung in der Jugendbildungsarbeit im Sport


Bildung durch Bewegung - die Jugendbildungsreferent/innen im Sport / Foto: dsj

Eine große Themenvielfalt begegnete den Jugendbildungsreferent/innen der Deutschen Sportjugend vom 18. bis 20. Juni 2018 im Jugendbildungszentrum Blossin.
Nachdem die eigene Rolle geschärft und Erwartungen unterschiedlicher Zielgruppen beleuchtet wurden, war für alle klar, dass die Jugendbildung im und durch Sport gemeinsam weiterentwickelt und gestärkt werden muss. Dies ist u.a. ein Grund für den jährlichen Austausch und die Stärkung der Jugendbildungsreferent/innen.
„Wir müssen die Bildungspotenziale im Sport aufzeigen und die Sportvereine als Bildungsakteur/innen stärken! Dafür brauchen wir viel Unterstützung von Mitgliedsorganisationen, kompetente Jugendbildungsmanager/innen  und einen Weitblick für die Sportverbandsstrukturen.“, so Tobias Dollase, dsj-Vorstandsmitglied und zuständig für das Querschnittsthema Bildung.
Prof. Dr. Ralf Sygusch (Uni Nürnberg-Erlangen) lud  zu einer gemeinsamen Diskussion in Bezug auf das Konzept  „Persönlichkeits-und Teamentwicklung im Sport“ ein. Weitere Referent/innen zeigten ganz praxisnah, wie dieses Konzept im Handball, Gewichtheben, im Judo und im Turnen umgesetzt werden kann. Welche Aspekte zu einer pädagogischen Trainingsqualität gehören, wurde intensiv erörtert.           
Wichtig für die Bildungsarbeit im Sport war der Workshop mit Lisa Welde (Ghostthinker), die Herausforderungen des Lernens benannte und dafür „digitale“ Lösungen präsentierte. Demnach ist die Digitalisierung eine Chance für die Bildungsarbeit im Sport, z.B. um  flexible Lernphasen einzubauen, möglichst viele Personen einzubeziehen, vertiefendes und anwendungsbezogenes Lernen zu ermöglichen, videobasierte Lern-und Reflexionsprozesse einzuleiten, nachhaltige Lernstrukturen zu schaffen sowie letztendlich das „informelle Lernen“ online voranzutreiben. Die Teilnehmenden sind daran interessiert, neue Erfahrungen in Bezug auf blended learning oder weitere online-Tools zum Projektmanagement bis zur nächsten Tagung in 2019 zu sammeln. Die nächste Tagung findet am 20.-21. Mai 2019 in Würzburg statt.

Engagement und Partizipation realisieren


Foto: dsj

Jugendbildungsreferent/innen der Mitgliedsorganisationen tagen in Duisburg

Der Sportentwicklungsbericht hat gezeigt, welche Herausforderungen in den Strukturen des organisierten Sports bestehen. Eine besondere ist die Gewinnung, Förderung und Entwicklung von Engagement. Dies gilt nicht nur für viele Vereine, sondern darin besteht auch eine Schwerpunktaufgabe für die Jugendbildungsreferent/innen in den Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend. In ihrer Tagung am 19./20. September 2017 in der Sportschule Wedau in Duisburg wurden bestehende Konzepte zur Engagementförderung reflektiert und neue Impulse gesetzt. Fragen wie diese standen dabei im Mittelpunkt: Wie können neue Zielgruppen gewonnen werden? Wie können die Ausbildungen für Jugendleiter/innen sowie Trainer/innen als Formate der Engagementförderung genutzt werden?
Zusätzlich ging es darum, nachzuvollziehen, welchen Sinn und Zweck ein/e Jugendleiter/in erfüllt und warum es nach wie vor richtig ist, diese Ausbildung anzubieten, attraktiver und jugendgerechter zu gestalten und innovative Wege der Umsetzung zu finden. Dabei spielt auch die Partizipation junger Menschen eine entscheidende Rolle. Die Möglichkeit zur Teilhabe und Teilnahme im Sportverein weckt häufig das Interesse der Jugendlichen. Mitbestimmung und Mitverantwortung sind die Antworten des non-formalen Bildungsakteurs „Sportverein“ auf die formalen und starren Strukturen der Schulen. Tenor des Treffens in Duisburg: Die Möglichkeit der freien Entfaltung der Persönlichkeit und die Förderung der Partizipation für eine demokratische Gesellschaft sind Grundpfeiler eines Vereins und müssen noch stärker in das Bewusstsein der Vereine rücken. Das immense Potenzial des Ortes „Sportverein“ ist noch nicht voll ausgeschöpft, Partizipation als Handlungsprinzip und Zielsetzung zugleich ist noch nicht flächendeckend gegeben. Aufgabe der Deutschen Sportjugend ist es, so Tobias Dollase, dsj –Vorstandsmitglied und zuständig für das Thema Bildung, in einen Dialog mit den Mitgliedsorganisationen zu treten und ein gemeinsames Verständnis von Partizipation zu entwickeln.
Darüber hinaus war die pädagogische Qualität der Trainer/innen ein großes Thema. Bis zur nächsten Tagung im Juni 2018 sollen die „Vision Trainer/in“, eine Neuausrichtung der Jugendleiter/innenlizenzausbildung und ein gemeinsames Verständnis von Partizipation zusammen erarbeitet werden. Diese Dokumente sind zukünftig einzusehen im Bildungsnetz des DOSB.

Jugendbildungsreferent/-innen entwickeln ihre „Trainer/-innenvision“


Treffen der Jugendbildungsreferent/-innen 2016 / Foto: dsj

Welches ideale Bild haben eigentlich die Bildungsreferent/-innen im Kinder-und Jugendsport von Trainer/-innen? Was erwarten Eltern, der Verein, die Kinder und Jugendlichen von ihren Trainer/-innen? Welches Selbstverständnis haben Trainer/-innen von ihrer alltäglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen? Sind sie „Meistermacher/-innen“ oder „Entwicklungsförderer/-innen“?

Zur Beantwortung dieser Fragen und der Entwicklung einer gemeinsamen „Vision“ trug Prof. Dr. Ralf Sygusch (Uni Erlangen) während der Tagung der Jugendbildungsreferenten am 27.-29. Juni 2016 in Saarbrücken mit seinem Einstiegsvortrag bei. Er deckte auf, dass die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen eine wichtige Voraussetzung zur Erreichung von guten Leistungen und Erfolgen im Sportist. Pädagogik und Sport schließen sich somit nicht aus, sondern sind zusammen zu denken.

Auch die Jugendbildungsreferent/-innen waren sich einig: „Man kann nicht nicht erziehen.“ Sie entwarfen ihre „Vision einer Trainerin/ eines Trainers“. Dabei setzten sie die Förderung von pädagogischen Kompetenzen sowie die Bildung von Trainer/-innen in den Mittelpunkt, mit dem Ziel, die Handlungs-und Leistungsfähigkeit von jungen Sportler/-innen zu entwickeln und jede/-n zu einem/r Gewinner/-in zu machen.

Diese Vision werden  die Jugendbildungsreferent/-innen in die DOSB-Konferenz „Vision Trainer/-in 2026“ am 07./08. Oktober 2016 in Hannover tragen. Denn das Bildungsnetz des DOSB soll zur weiteren Entwicklung einer „Vision Trainer/-in“ und einem allgemeinen Erfahrungs-und Wissensaustausch genutzt werden.

Wiebke Fabinski (DOSB) stellte die Jugendleiter/-innenlizenzausbildung in Zusammenhang mit dem Deutschen Qualifikationsrahmen dar. Sie motivierte die Jugendbildungsreferent/-innen dazu, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft auf die im Sport erworbenen Kompetenzen hinzuweisen, damit der organisierte Sport noch stärker als Bildungsakteuer wahrgenommen wird.

Da sich die Tagung in der Sportschule Saarbrücken auch mit den Konsequenzen und Herausforderungen, die sich für den gemeinnützigen Kinder- und Jugendsport aus dem 3. Kinder-und Jugendsportberichts ergeben, auseinandersetzte, wurde auch die Ganztagssituation und die damit verbundenen „Umbrüche“ von Dr. Jessica Süßenbach (Uni Duisburg-Essen) beleuchtet. Die Chancen für den Vereinssport wurden gemeinsam diskutiert und Möglichkeiten von Kooperationen zwischen Sportvereinen/ -verbänden und Schulen vorgestellt.

„Die Tagung sorgte aber nicht nur für viele Anregungen und Input für die Bildungsarbeit im Kinder- und Jugendport, sondern trug auch zu einem umfangreichen Austausch, der Vernetzung und neuem ‘Schwung‘ aller bei“, so dsj-Vorstandmitglied Tobias Dollase. Die Deutsche Sportjugend freut sich über die vielen motivierten Jugendbildungsreferent/-innen, die zu der arbeitsintensiven, sportlichen und anregenden Atmosphäre der Tagung beitrugen.


Tagung der Jugendbildungsreferent/-innen in Wetzlar - Umgang mit Vielfalt – die Entwicklung eines gemeinsamen Handlungsverständnisses

Vom 12. bis 14. Oktober 2015 haben sich die Jugendbildungsreferent/-innen der Deutschen Sportjugend in Wetzlar mit dem Thema „Umgang mit Vielfalt – die Entwicklung eines gemeinsamen Handlungsverständnisses“ auseinandergesetzt.
Bünyamin Werker, Erziehungswissenschaftler der TU Dortmund, leitete die Tagung mit dem Vortrag „Fremdheit im Zeitalter der Globalisierung“ ein. Er ging auf Globalisierungsprozesse im Allgemeinen ein und beleuchtete u.a. die Gründe für eine Flucht nach Deutschland. In Arbeitsgruppen ging es dann um die eigene Haltung dem „Fremden“ gegenüber, die durch die Selbstreflexion innerhalb einer Atom-Moleküle Diskussion und im Fishbowl angeregt wurde. Gemeinsames Ergebnis war, dass eine offene Haltung dem fremden Gegenüber unabdingbar ist  und die Notwendigkeit einer stetigen Reflexion der eigenen Werte und auch von verbandlichen Strukturen im Sport besteht.
Zum Abschluss des Tages powerten die Jugendbildungsreferent/-innen sich beim Tai Bo in einer Sporthalle aus.
Der zweite Tag behandelte das aktuell brisante Thema der Flüchtlinge im Sport. Angelika Ribler, Sportjugend Hessen, berichtete über die Verfahrensweisen der Asylantragstellung und die Herausforderungen, denen Deutschland und der organisierte Sport sich nun annehmen muss und wird. In zwei Arbeitsgruppen erarbeiteten die Jugendbildungsreferent/-innen, inwiefern das bestehende Bildungsangebot angepasst oder weiterentwickelt werden kann und wie konkrete Projekte mit Flüchtlingen im Verband aussehen können.
Zwischendurch gönnten sich die Jugendbildungsreferent/-innen eine kurze aktive Pause  beim Klettern im Wald und bei einem zügigen Spaziergang durch die Altstadt Wetzlars.
Danach ging es thematisch um die Jugendleiterlizenzausbildung, die von Gabi Albrecht, Sportjugend Hessen, und Stefan Keck, Sportjugend Rheinhessen, begleitet wurde. Den Ausklang des Abends fanden die Jugendbildungsreferent/-innen dann im Erlenen des Jonglierens mit Stefan Ehlers, der nicht nur das Jonglieren perfekt beherrscht, sondern auch die Teilnehmenden motivierte, Unsicherheiten abzubauen, Offen für Neues zu sein und jeden Tag neue Reize zu finden, die die Leistung des Gehirn fordern und fördern.
Am dritten und letzten Tag setzen die Referent/-innen sich in sechs Arbeitsgruppen mit ganz unterschiedlichen Themen  auseinander. Sowohl Ideen zur Nutzung des „Bildungsnetz“ als auch neue Kooperations- und Kommunikationswege im Rahmen der Bildungsarbeit wurden diskutiert.
Die nächste Tagung der Jugendbildungsreferent/-innen findet vom 27. bis 29. Juni 2016 statt.

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„Was ist eigentlich Jugendbildung?“

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