Die deutsch-japanische Zusammenarbeit bei der dsj

Die Zusammenarbeit mit Japan geht bereits auf die 50er Jahre zurück. Anlass zur Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit war das Olympische Jugendlager 1964 in Tokyo. 1967 haben die dsj und Japan Junior Sports Clubs Association (JJSA)  einen direkten Jugendleiteraustausch vereinbart. Dieser Austausch von Führungskräften und Multiplikator/innen findet heute noch als flankierende Maßnahme des Simultanaustausches statt. Im Zuge dieser direkten intensiven Zusammenarbeit entwickelte sich beiderseits der Wunsch nach einem eigenen Jugendaustausch zwischen  der dsj und der JJSA. 1973 war es dann soweit, dass eine Vereinbarung mit der Japanischen Sportjugend getroffen wurde, ab 1974 einen deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch durchzuführen.

Seitdem ist die Kooperation zwischen beiden Sportjugendorganisationen noch intensiver geworden. Der Austausch wurde bei jeder Neuvereinbarung inhaltlich und organisatorisch überprüft und weiterentwickelt. Aus Freundschaften, die während des Simultanaustausches entstanden, sind viele neue Austauschprogramme auf privater oder kommunaler Ebene hervorgegangenen.

Auf der folgenden Internetseite befinden sich weitere Informationen zum deutsch-japanischen Sportjugend-Simultanaustausch: www.japan-simultanaustausch.de

dsj-Partnerorganisationen

Unser japanischer Partner heißt auf Japanisch "Nihon Sport-Shonendan", auf Englisch "Japan Junior Sports Clubs Association (JJSA)" und wurde im Jahre 1962 im Vorfeld der Olympischen Spiele in Tokyo gegründet. Dabei nahm man die Deutsche Sportjugend zum Vorbild. Ziel der JJSA ist es, Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung mit sportlichen Aktivitäten in ihrer näheren Umgebung - außerschulische Bildungsarbeit mit dem Akzent Sport - anzubieten. Die ganzheitliche Persönlichkeitsförderung von jungen Menschen ist Ziel der JJSA.

Ein großer Unterschied in der deutschen und japanischen Jugendarbeit ist, dass in Japan die Jugendbetreuung bzw. -arbeit vorwiegend im schulischen Bereich vollzogen wird. Neben dem Sportunterricht sind Sport-AGs nach dem Unterricht sehr verbreitet, so dass viele Schüler/innen auch nach der regulären Unterrichtszeit in der Schule Sport treiben. Obwohl in den letzten Jahren vermehrt Sportvereine gegründet wurden und diese auch staatlich gefördert werden, sind in Japan Organisationsformen wie etwa deutsche Sportvereine noch nicht sehr verbreitet. Die Sportjugendgruppen der JJSA bieten seit ihrer Gründung als innovative Sportclubs Sportangebote für Kinder und Jugendliche. Heute sind etwa 750.000 Kinder und Jugendliche und ca. 203.000 Jugendübungsleiter/innen in ca. 35.000 örtlichen Sportjugendgruppen der JJSA organisiert (Stand 2014).


Weitere Informationen: Internetseite der JJSA

Länderinformationen

Die Deutsche Sportjugend ist Mitglied bei IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.. IJAB stellt Länderinformationen zu Japan bereit, die hier abgerufen werden können. Die Länderinfos beinhalten umfassende Informationen zur allgemeinen Landeskunde, zur Kinder- und Jugendpolitik, sowie eine Vielzahl von weiteren Informationen und Links. Sie stellen eine sehr gute Informationsgrundlage dar, die z.B. zur Vorbereitung auf einen Jugend- oder Fachkräfteaustausch genutzt werden kann.

Länderinformationen zu Japan finden Sie hier.

Förderung

Deutsch-japanische Jugend- und Fachkräfteaustausch können  aus Mitteln des Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes im Bereich Längerfristige Förderung gefördert werden. Die Deutsche Sportjugend ist Zentralstelle für diesen Bereich und damit Ansprechpartner für alle interessierten Träger im organisierten Kinder- und Jugendsport.

Weiterführende Informationen zur Förderung finden Sie hier.

dsj-Ansprechpartner/in

Kaori Miyashita
069 6700 334
miyashita@remove-this.dsj.de

Masako Tsuno
069 6700 334
tsuno@remove-this.dsj.de