Qualitätszirkel „Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport (PSG)“

Der erste Qualitätszirkel 2015 im Förderprogramm ZI:EL widmete sich dem Thema „Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport“, für das sich die dsj intensiv einsetzt. Kinder und Jugendliche sollen ohne Gewalt und Diskriminierung aufwachsen. Eine Kultur der Aufmerksamkeit und des Handelns im organisierten Sport soll dazu beitragen, dass Betroffene zum Reden ermutigt und Mitglieder von Sportvereinen für den Kinder- und Jugendschutz sensibilisiert. Es soll ein Klima entstehen, das Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – mit und ohne Behinderung – im Sport vor sexualisierter Gewalt schützt. Das Feld der Prävention von sexualisierter Gewalt (PSG) im Sport eröffnet darüber hinaus Möglichkeiten für den Erfahrungsraum junger Engagierter.

ZI:EL fördert junges Engagement, bei dem Jugendliche mit ihren Bedürfnissen an der Gestaltung einer Kultur der Aufmerksamkeit im organisierten Sport partizipieren und sich somit aktiv für den Schutz von Kindern und Jugendlichen einzusetzen können.
Ein Ziel des Qualitätszirkel war es daher, gemeinsam herauszufinden, welche Chancen und Potential mit den Themenfeldern PSG und Engagementförderung verbunden sind, um junge Menschen für ein Engagement in diesem Themenfeld begeistern zu können.
Roxana Rogon (Sportjugend Sachsen-Anhalt) und Elena Lamby (Referentin Prävention sexualisierter Gewalt bei der dsj) stellten die Umsetzung des Projekts „Verlier dein Gesicht nicht“ als Good-Practice-Beispiel praxisnah vor, bei der es sich um eine jugendgeführte Kampagne im Rahmen des EU-Projekts „Sport respects your rights“ handelte.
Weiterhin berichtete Larissa Ewerling von der dsj-Einzelmaßnahme „Gemeinsam. Achtsam. Wirksam.“, die die dsj in Kooperation mit der Westfälische Wilhelms-Universität umsetzt. Schwerpunkt der Maßnahme ist die Erarbeitung eines Qualifizierungsmoduls zum Thema „Kinder- und Jugendschutz im Sport“, das die dsj nach seiner Erarbeitung in den dsj-Strukturen implementieren wird.

In einer anschließenden Workshophase wurden die Chancen und das Potential von PSG sowie die Gelingensbedingungen von Maßnahmen mit der Zielgruppe junger Menschen diskutiert und herausgearbeitet, um im Anschluss daran beide Themenfelder miteinander zu verknüpfen und in einer Ideenbörse innovative Projekte im Förderprogramm ZI:EL aufzuzeigen.

Ingo Weiss zur Förderung jungen Engagements mit dem Thema PSG: „Engagementförderung in Verbindung mit Präventionsarbeit für und von Kinder und Jugendliche im Sport birgt großes Potential. Mit Hilfe von Schutzkonzepten und Schulungen gewinnen junge Engagierte Selbstbewusstsein, sie lernen für das Thema einzustehen und als Multiplikator/-innen dabei mitzuwirken, eine Kultur der Aufmerksamkeit nachhaltig in den Strukturen des Sports zu verankern. Das Wohl junger Menschen im Sport geht uns alle etwas an.“
Das Programm ZI:EL wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

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