Premierenveranstaltung übertrifft Erwartungen

Erfahren, erleben, erzählen – 29 junge Menschen im Alter von 18 bis 23 Jahren waren zusätzlich zu den deutschen Athletinnen und Ahtleten bei den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur. Dort bot die Deutsche Sportjugend (dsj) den Nachwuchskräften aus den Bereichen Wettkampf, Medien, Training und Führung die Möglichkeit, während der Premierenveranstaltung Olympia live zu erleben und parallel die eigenen Fähigkeiten in ihrem Kerngebiet weiterzuentwickeln. Eines der Ziele ist, die Idee der Olympischen Jugendspiele in Deutschland zu verbreiten.

Während der zwei Wochen nahmen die Jugendlichen an Workshops teil, unterhielten sich mit verantwortlichen Personen aus der Sportpolitik und besuchten die Wettkämpfe in Singapur. Die Seminareinheiten unterteilten sich in spezifische Arbeitsgruppen und in Sessions, die mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestaltet werden. Die Themen hatten verschiedene Schwerpunkte und sollten sowohl einen Einblick in die Olympischen Spiele und in den Ablauf einer Olympiabewerbung geben, als auch die ökonomischen Aspekte der Spiele und Probleme des Sports, wie etwa Doping ansprechen. Die Mischung fand eine breite Zustimmung bei den Teilnehmern. „Es war klasse, dass wir durch die Workshops vielschichtige, interessante Themenkomplexe behandelt haben. Das ausgewogene Verhältnis zwischen gruppenspezifischen und gemeinsamen Workshops war sehr gut“, sagte Raphael Ott aus der Gruppe Wettkampf.

Die Jugendlichen hatten die Möglichkeit, mit Personen aus dem organisierten Sport, wie zum Beispiel dem Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes Dr. Michael Vesper, zu sprechen. Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Ingo Weiss beantworte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele Fragen und das Gespräch mit dem Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Dr. Thomas Bach vermittelte Sportpolitik zum Anfassen. Auch IOC-Ehrenmitglied Prof. Dr. Walther Tröger sorgte für eine spannende Diskussion. Weiterhin sprachen die Nachwuchskräfte mit dem Sportjournalisten Jens Weinreich und weiteren gruppenspezifischen Experten. Gerade diesen Programmteil hob Stephanie Hill aus der Gruppe Medien hervor. „Ich bin mir bewusst, dass ich solch eine Chance so schnell nicht mehr bekommen werde und habe daher die Talkrunden intensiv wahrgenommen“.

Neben der Theorie spielte bei dem dsj-Workcamp die Praxis eine wichtige Rolle. Deshalb besuchten die Jugendlichen verschiedene Sportwettkämpfe. Mit den Disziplinen Leichtathletik, Turnen, Judo und noch einigen anderen Sportarten sollte die olympische Stimmung deutlich gemacht werden. „Besonders gut hat mir der Moderne Fünfkampf mit den international gemischten Teams gefallen und die Chance, mit Athleten aus verschiedenen Teilen der Erde zu sprechen“, sagte Anna Vaske aus der Gruppe Wettkampf.

Neben diesen vielseitigen Themen hatten die jungen Menschen die Möglichkeit, eine fremde Kultur kennen zu lernen. Die Workcampteilnehmer/-innen lernten verschiedene Teile von Singapur kennen, besuchten China Town, Little India und die Insel Pulau Ubin.
Am Abschluss des Workcamps reflektieren die beiden Leiter Jan Holze (Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend) und Kerstin Holze (Vorsitzende der Deutschen Turnjugend) die vergangenen 14 Tage und kamen zu einem übereinstimmenden Ergebnis. „Die Erwartungen wurden übertroffen“, sagt Jan überglücklich und Kerstin fügt lachend hinzu: „ Es waren zwei Wochen mit dem Minimum an Schlaf, aber dem Maximum an Spannung und Spaß.“

(Autoren: Elena Möller, Sabrina Howe und Christiane Weidendorffer)


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