dsj begleitet die olympischen Jugendspiele

Hintergründe erkennen, mit Sportlerinnen und Sportlern reden, Olympia erleben – und all das bei der Premiere: 26 junge Menschen im Alter von 18 bis 23 Jahren sind zusätzlich zu den deutschen Athletinnen und Athleten bei den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur. Dort bietet die Deutsche Sportjugend (dsj) den Nachwuchskräften aus den Bereichen Wettkampf, Medien, Training und Führung während der Premierenveranstaltung die Möglichkeit, Olympia live zu erleben und parallel die eigenen Fähigkeiten in ihrem Kerngebiet weiter zu entwickeln. Ziel ist, den Geist der Olympischen Jugendspiele in Deutschland zu verbreiten.

Die olympischen Jugendspiele in Singapur sind eine Idee von IOC-Präsident Jacques Rogge. Doch was steckt dahinter? 3600 Nachwuchsathleten aus 205 Nationen treten in allen 26 bei den Spielen in London 2012 vertretenen Sportarten gegeneinander an – bei einer Altersspanne von 14 bis 18 Jahren. Zudem verpflichten sich die Athleten, während der gesamten zwei Wochen im Olympischen Dorf zu wohnen und möglichst viele der Zusatzangebote zu nutzen. Im Kultur- und Erziehungsprogramm des IOC bekommen die Sportler moralische Werte, professionelles Arbeiten und den respektvollen Umgang mit anderen Menschen vermittelt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des dsj-Workcamps sollen dabei hinter diese Kulisse schauen. Sie sind mit dem Sport verbunden. Egal ob als Schiedsrichterin oder Kampfrichter, Sportfunktionär oder Juniorführungskraft, Trainerin oder Übungsleiter beziehungsweise als junge Journalisten. Alle Nachwuchskräfte wurden auf Grund ihrer unterschiedlichen Spezialgebiete in Teilgruppen eingeteilt, in denen sie sich mit den Themengebieten ihres bestimmten Bereiches auseinandersetzen.

In Workshops und Talkrunden mit Funktionären des Deutschen Sports oder Journalisten wird untersucht, ob die 2007 angestellten Bedingungen von IOC Präsident Jacques Rogge eingehalten wurden und auch kritisch hinterfragt, welchen Stellenwert diese Spiele in der Zukunft einnehmen werden. In den einzelnen Kleingruppensessions spielt vor allem das „Lernen“ eine wichtige Rolle.
Außerhalb der Wettkämpfe und Workshops steht ein breites Kultur, Sport- und Sightseeing-Programm auf dem Plan, wie zum Beispiel der Besuch der angrenzenden Insel Pulau Ubin mit dem Fahrrad oder der Night Safari des Zoos in Singapur. Bei der von der dsj am Dienstag, den 24. August veranstalteten Sports Youth Night trafen die Workcamp-Teilnehmer/-innen auch die deutsche Nationalmannschaft. Innerhalb des selbstgestalteten Rahmenprogramms wurden unmittelbar Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht.

Nach der Abschlussfeier werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des dsj-Camps zusammen mit ihren Referentinnen und Referenten nach zwei ereignisreichen Wochen am Freitagabend schließlich wieder nach Deutschland zurückfliegen.

(Christiane Weidendorfer)


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