Seit dem 01. Januar 2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Insbesondere die Änderungen von §72a im SGB VIII betreffen die Arbeit des organisierten Kinder- und Jugendsports. Die öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe sollen mit den freien Trägern (ggf. sind das auch Sportvereine) Regelungen für die Vorlage von erweiterten polizeilichen Führungszeugnissen treffen.

Die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses kann ein sinnvoller Teil eines Gesamtkonzeptes zur Prävention von sexualisierter Gewalt im Sportverein sein. Es stellt allein keine Garantie für die Einhaltung des Kinder- und Jugendschutzes dar und sollte daher von weiteren Maßnahmen begleitet werden.

Materialien zum Bundeskinderschutzgesetz/erweitertes Führungszeugnis:

dsj-Orientierungsrahmen zur Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse bei ehren- und nebenamtlich Tätigen im Sportverein (inklusive Prüfschema) (PDF)

dsj-Forderungspapier zur Anpassung des § 72a SGB VIII an die Realitäten des Kinder- und Jugendsports (01.12.2014, PDF)

dsj-Kommentar zum Bericht der Bundesregierung zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes (04.03.2016, PDF)

Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses

Das erweiterte Führungszeugnis ist für ehrenamtlich Tätige im Sportverein/-verband sowie Freiwilligendienstleistende per Gesetz gebührenfrei. Die Bestätigung des Vereins/Verbands muss vorliegen.

dsj-Vorlage zur Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses (Word)

dsj-Information zur Gebührenregelung für Führungszeugnisse (PDF)

Bundesamt für Justiz: Merkblatt zur Erhebung von Gebühren für das Führungszeugnis (PDF)

Einsichtnahme in das erweiterte Führungszeugnis

Das erweiterte Führungszeugnis darf von den Zuständigen im Sportverein/-verband nur eingesehen nicht abgeheftet werden. Die Einsicht sollte dokumentiert und archiviert werden. (Umgang mit dem Führungszeugnis siehe dsj-Broschüre "Orientierungshilfe für rechtliche Fragen")

dsj-Vorlage zur Archivierung von erweiterten Führungszeugnissen (Word)