In den Jahren 2014 und 2015 wurde das Förderprogramm ZI:EL in einer Gesamtevaluation durch das Willibald Gebhardt-Institut in Essen (WGI) sowie die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter Leitung von Prof. Dr. Roland Naul evaluiert. Auf der Grundlage der in der Gesamtevaluation gewonnen Erkenntnisse und der darin formulierten Handlungsempfehlungen wird das Förderprogramm ZI:EL+ im Rahmen des Projekts „Von der Fremdevaluation zu einem systematischen Selbstmonitoring“ wissenschaftlich begleitet. Die Führungs-Akademie des DOSB unter Leitung von Dr. Daniel Illmer wird das Projekt in den Jahren 2016 – 2018 begleiten und gemeinsam mit der dsj und ihren Mitgliedsorganisationen umsetzen.

Ziele und Schwerpunkte

Ein wegweisendes Ergebnis der Gesamtevaluation des Förderprogramms ZI:EL (2014-2015) war u.a., dass über die Methode der Selbstevaluation auf Ebene der dsj-Mitgliedsorganisationen und ihrer Untergliederungen ein großes Potential für eine Weiterentwicklung der jeweiligen Maßnahmen besteht. Ziele des Projekts sind daher die diesbezügliche wissenschaftliche Begleitung des Programms ZI:EL+, eine gezielte Selbstevaluation auf Ebene der Mitgliedsorganisationen und ihrer Untergliederungen einzuführen bzw. bestehende Instrumente der Selbstevaluation weiterzuentwickeln und dadurch die programmbegleitende Qualitätsentwicklung von ZI:EL+ fortzuentwickeln. Hinzu kommt die datenbasierte Erstellung eines Gesamtberichts als Projektabschluss von ZI:EL+ durch die Führungs-Akademie des DOSB.


Von der Fremdevaluation zu einer gezielten Selbstevaluation

Während in den Jahren 2014 und 2015 eine Fremdevaluation von außen durchgeführt wurde, sollen in den Jahren 2016 – 2018 die Mitgliedsorganisationen und ihre Untergliederungen Stück für Stück befähigt werden, ihre eigenen Maßnahmen selbst noch gezielter und systematischer zu evaluieren. Insbesondere die Ebene der Mitgliedsorganisationen soll dazu qualifiziert werden eine inhaltliche Steuerung sowie ein inhaltliches Controlling der eigenen Maßnahmen, aber auch der Maßnahmen auf Ebene der Untergliederungen, umzusetzen. Ein Bereich der Selbstevaluation soll u.a. durch ein Feedback, sowohl von Teilnehmendenseite als auch von Seiten der Referent/-innen und Organisator/-innen vor Ort, erfolgen.

Sowohl auf Ebene der dsj, als auch auf Ebene Ihrer Mitgliedsorganisationen und ihrer Untergliederungen wurden bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Instrumente und Methoden der Selbstevaluation eingesetzt. Dazu zählen u.a. folgende Aspekte:

In der Projektplanung
  • U.a. Verschriftlichung und Dokumentation von Projektzielen, Aktivitäten, Zielgruppen, Zeitplan, Dokumentation, Kommunikation, Evaluation im Rahmen der Antragsstellung
  • Beratungs- und Abstimmungsgespräche zwischen dsj und Mitgliedsorganisationen sowie  Mitgliedsorganisationen und Untergliederungen
In der Projektauswertung
  • Auswertungsrunden am Ende von Veranstaltungen
  • Einsatz von Fragebögen für schriftliches Feedback
  • Kontrolle und Reflektion der Zielerreichung im Rahmen der Erstellung der Sachberichte für die Verwendungsnachweise
  • Abschlussgespräche zwischen Mitgliedsorganisation und Untergliederung
Es gilt diese Aspekte zu verfeinern, nutzbringend weiterzuentwickeln und durch weitere Instrumente zu ergänzen. Zusätzlich soll eine Arbeitshilfe zum Thema „Selbstevaluation/Projektevaluation in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport“ erstellt werden.

Ziel soll es sein, dass die Mitgliedsorganisationen die im Rahmen ihrer Selbstevaluation erhobenen qualitativen und quantitativen Daten nutzen, um ihre Maßnahmen, Programme und ggf. Strukturen systematisch und qualitätsorientiert weiter zu entwickeln. Darüber hinaus sollen die Mitgliedsorganisationen diese Daten ebenfalls noch systematischer in ihre jeweiligen Verwendungsnachweise bei der dsj einfließen lassen. Um dies zu ermöglichen soll gemeinsam reflektiert werden, wie sowohl quantitative als auch qualitative Daten über die Qualifizierungs- und Einzelmaßnahmen im Rahmen der Selbstevaluation erhoben werden können. Die folgenden Aspekte sind dabei von besonderem Interesse:

Quantitative Daten
  • Anzahl Veranstaltungen
  • Anzahl Teilnehmer/-innen
  • Anzahl junger Engagierter, die für die Umsetzung der jeweiligen Maßnahme/Veranstaltung gewonnen werden konnten
  • Anzahl junger Menschen, die sich im Anschluss an die Maßnahme/Veranstaltung zukünftig (weiterhin) engagieren wollen
Qualitative Daten
  • Beteiligung junger Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen zu den Strukturen des Sports
  • Erreichung der gesetzten Ziele der jeweiligen Maßnahme
  • Bewertung der eingesetzten Engagementformate
  • Bewertung der engagementfördernden Wirkung der jeweiligen Maßnahme
  • Bewertung der Mittel und Wege der Ansprache junger Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen

Kick-Off Selbstevaluation im Programm ZI:EL+

Der Kick-off des Projekts „Selbstevaluation im Programm ZI:EL+“ fand am 15. Dezember 2016 in Frankfurt am Main statt. Hier finden Sie die beiden Pressemeldungen zur Veranstaltung:


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