Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Der nachhaltige Sportstättenbau setzt spätestens mit dem im Jahre 2016 in Deutschland eingeführten Klimaschutzplan 2050 auf einen nachhaltigen und emissionsarmen Sportstättenbau.

Während Kommunen in der Planungs- und Bauprozessphase normalerweise die Herstellungskosten betrachten und sich damit nur am aktuellen und kommenden Haushaltsjahr orientieren, erfordert der nachhaltige Bau der Sportstätten eine Lebenszyklusbetrachtung. Eine Kostenminimierung soll vermieden werden und durch längerfristige und qualitativ hochwertige Planungs- und Bauprozesse ersetzt werden.

Beispiele bestehender Sportstätten, die durch einen Umbau/ Ausbau zu nachhaltigen Sportstätten wurden, sind die folgenden:

  • Möslestadion, Freiburg: Das Stadion wurde mit einer Holzhackschnitzelanlage, thermischen Sonnenkollektoren, Erdwärmetauschern und Fotovoltaik-Flächen ausgestattet.
  • Signal Iduna Park, Dortmund: Auf dem Dach des Stadions wurden knapp 9000 Solarmodule installiert. Bei Sonnenschein deckt die Solaranlage den gesamten Stromverbrauch des Stadions.
  • Volksparkstadion Hamburg: Das Stadion besitzt ein System zur automatischen Regelung von Temperatur, Klima, Belüftung und Licht.
  • Turnhalle Kurpfalzschule in Heidelberg-Kirchheim (Baden-Württemberg): Beim Bau des Passiv-Hauses wurde viel Wert auf  eine wärmebrückenfreie Wärmedämmung und die Wärmerückgewinung gelegt. So erreicht die Turnhalle durch ihre effiziente Bauweise eine Rückgewinnung von 85%. Weiterhin besitzt die Halle eine sommerlichen Wärmeschutz, eine solare Warmwasserbereitung und eine intelligente Tageslichtnutzung gelegt.

Es gibt mittlerweile viele Beispiele von nachhaltig gebauten Sportstätten, allerdings auch viele Gegenbeispiele. So  wurde für die Fußball WM 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien, bzw. Olympia 2016 viel Geld für den Bau und die Modernisierung neuer großer Stadien investiert. Der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung blieb aus und somit bleiben die meisten Stadien leer oder nahezu leer.

Projekte und Maßnahmen der dsj und im DOSB:

dsj: 
Alte Schmiede

DOSB: Stadt und Freiraumentwicklung

Filmbeitrag zur Jugendbegegnung der Sportjugend Bremen mit dem Kooperationspartner aus Durban



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