Was ist förderfähig?

Gefördert werden außerschulische Begegnungs- und Austauschprogramme von Jugendlichen und Fachkräften/Multiplikator*innen der Jugendhilfe in Deutschland und Polen im Themenfeld "Sport".
Es können neben deutsch-polnischen Projekten auch trilaterale Projekte mit Polen und einem weiteren Land (Drittland) bezuschusst werden; eine Förderung über trilaterale Projekte hinaus ist nicht möglich.

Darüber hinaus können Kleinprojekte "4x1 ist einfacher" (bis max. 1.000,- Euro Förderung) bezuschusst werden. Kleinprojekte können z.B. eine Publikation, eine Ausstellung, eine Präsentation o.ä. sein. Sie müssen im Kontext der internationalen Jugendarbeit stehen. Ein Infoblatt zu Kleinprojekten befindet sich unter Downloads.
Hospitationen und Praktika (max. 3 Monate zur Berufsorientierung mit dem Ziel, Arbeitsabläufe in den Partnereinrichtungen kennenzulernen) sind ebenfalls förderfähig.

(Internationale) Turniere aller Art ohne Austauschbegegnungen und Begegnungscharakter können ebenso nicht bezuschusst werden wie touristische Fahrten oder Freizeit- und Erholungsreisen, bzw. Maßnahmen kommerzieller Anbieter, z.B. Pauschalreisen. Auch multilaterale Veranstaltungen, welche über ein trilaterales Austauschprojekt hinausgehen, sind nicht förderfähig (ggf. wäre eine KJP-Förderung denkbar).

Was sind die Grundvoraussetzungen für Zuschüsse?

 Mindest-/Höchstalter der Teilnehmenden
  • mindestens 12 Jahre (Abweichungen nur auf begründeten Antrag)
  • maximal 26 Jahre
  • Betreuer*innen sollten mindestens 18 Jahre alt sein, für diese gilt kein Höchstalter
Höchstzahl der förderfähigen Teilnehmenden
  • keine Begrenzung für die Jugendlichen von 12-26 Jahren (ausgewogenes Teilnehmerverhältnis beachten!)
  • geförderte Betreuer*innen: bis 10 Jugendliche: 2 Betreuer*innen, 11-20 Jugendliche: 3 Betreuer*innen, 21-30 Jugendliche: 4 Betreuer*innen, usw.
Mindest-/Höchstdauer der Programme
  • mindestens 4 Programmtage (Programmtag = Tag mit gemeinsamem Begegnungsprogramm)
  • maximal 28 Tage
  • für den grenznahen Bereich gelten Ausnahmen
  • Praktika/Hospitationen: max. 3 Monate
Austauschpartnerschaft
  • es handelt sich um eine Partnerschaft von Vereinen/Verbänden/Organisationen in Deutschland und Polen mit einer jeweils festen Jugendgruppe, welche gemeinsam das Projekt realisieren

Einhaltung der Fristen (siehe unten) / vollständige Antragstellung vor Beginn des Projektes

Wer ist der Zuwendungsgeber?

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) ist eine binationale Organisation, die 1991 aufgrund einer gemeinsamen Initiative der Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen durch das "Abkommen über das Deutsch-Polnische Jugendwerk" gegründet wurde.
Die zur Verfügung stehenden Mittel werden hauptsächlich durch die deutsche und die polnische Regierung bereitgestellt.
Mittel für deutsch-polnische und trilaterale Projekte im Kinder- und Jugendsport werden durch die dsj als Zentralstelle für den Sport an die Träger im organisierten Kinder- und Jugendsport weitergeleitet. Fördergrundlage sind die Richtlinien des DPJW. Eine Zusammenfassung der Förderbedingungen (Merkblatt) sowie die DPJW-Förderrichtlinien können unter Downloads heruntergeladen werden.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt bei der dsj sind deutsche Vereine und Verbände des organisierten Sports mit eigener Jugendordnung.
Polnische Träger stellen ihre Anträge beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk in Potsdam.
Für jedes Projekt wird ein gemeinsamer Antrag gestellt, der sowohl vom deutschen als auch vom polnischen Träger bei seiner zuständigen Stelle eingereicht wird. Der gemeinsame Antrag enthält die beantragten Zuschüsse für beide Gruppen und die Bestätigungen (Stempel + Unterschrift) von Gast und Gastgeber.
Anerkannte Partner im Ausland sind Sport- und/oder Jugendorganisationen, die in direkter Zuständigkeit für Fragen der Jugendarbeit oder des Jugendsports stehen; sie müssen jugendliche Mitglieder nachweisen.
Über die DPJW Kontaktbörse können polnische Austauschpartner gesucht und gefunden werden.

Was und in welcher Höhe wird gefördert?

Projekte in Deutschland: deutscher Antragsteller als Gastgeber
  • Programmkostenzuschüsse für die deutschen und polnischen Teilnehmer*innen je nach Art der Unterbringung
    • in Familien bis zu 12,00€ pro Programmtag
    • in einer Herberge bis zu 24,00€ pro Programmtag (Jugendherberge, Hotel, Pension, Turnhalle, Zelt, …)
    • in einer Bildungsstätte ** bis zu 40,00€ pro Programmtag (** besondere Anforderungen beachten!)
    • Sprachmittlerzuschüsse von bis zu 50,00€ pro Programmtag (i.d.R. 1 Sprachmittler*in pro Projekt)

Projekte in Polen: deutscher Antragsteller als Gast
  • Reisekostenzuschüsse für die deutschen Teilnehmer*innen
  • Zuschuss pro Teilnehmer*in: 0,12€/km einfach Strecke Wohnort (Deutschland) zum Programmort (Polen)
  • Berechnungsgrundlage ist der DPJW Reisekostenrechner

weitere förderfähige Projekte sind:
  • trilaterale Projekte mit einem weiteren Land (Drittland)
  • Projekte im grenznahen Bereich (Sonderregelung Mindestdauer)
  • Vor- und Nachbereitungstreffen des binationalen Leitungsteams
  • Vorbereitungstreffen der Teilnehmer*innen (nationale Gruppe) im eigenen Land
  • Fachprogramme/Programme für Multiplikator*innen
  • Kleinprojekte ("4x1 ist einfacher!")
  • weitere Informationen hierzu finden sich in unserem Merkblatt zum Antrag (siehe Downloads)

Anmerkung
Bei den vorgenannten Festbeträgen handelt es sich um Höchstsätze. Der Zuschuss darf die tatsächlich anerkannten Kosten nicht übersteigen. Es kann vorkommen, dass die vom DPJW bewilligten Mittel nicht ausreichen, um alle Maßnahmen in der höchstmöglichen Summe zu fördern, oder die Mittelvergabe durch den jährlichen Festsetzungsrahmen des DPJW begrenzt wird. Das hat zur Folge, dass die dsj über die Richtlinien des DPJW hinausgehende Einschränkungen vornehmen muss und ggf. Mittelsperren auferlegt. Diese werden - sofern mittel frei werden - im Laufe oder am ende des Jahres aufgehoben oder teilweise gelockert.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Förderung nicht um eine Vollfinanzierung, sondern um einen Zuschuss handelt.

Welche Fristen sind zu beachten?

Reguläre Anträge
15.01. für Begegnungen von April bis Dezember im entsprechenden Kalenderjahr spätestens 2 Monate vor Beginn für Begegnugen im 1. Quartal (Januar bis März)

Nachanträge im laufenden Kalenderjahr
spätestens 2 Monate vor Beginn der Begegnung

Verwendungsnachweis
spätestens 42 Tage (6 Wochen) nach Ende des Programms Fristen für Projekte im 4. Quartal des Haushaltsjahres können abweichen

Wie wird eine Begegnung beantragt?

  • Die Antragstellung von Seiten des deutschen Partners erfolgt zu den genannten Fristen bei der dsj. Der polnische Partner beantragt beim DPJW in Potsdam (Fristen erfragen).
  • Anträge für bereits durchgeführte Maßnahmen können grundsätzlich nicht gefördert werden. Ein vollständiger Antrag besteht aus dem vollständig ausgefüllten Antragsformular mit allen notwendigen Zusatzformularen und Anlagen.
  • Im Antragsformular enthalten ist das nach Tagen gegliederte Begegnungsprogramm sowie die Bestätigung beider Partner als Vereinbarung über die Begegnung und die Anerkennung der DPJW-Richtlinien.
  • Einer der beiden Partner legt diese unterschriebene und abgestempelte Antragsseite bei seiner zuständigen Stelle möglichst im Original vor.
  • Die Antragsunterlagen können unter Downloads (siehe unten) oder auf der Internetseite des DPJW heruntergeladen werden.
    Zusätzlich besteht die Möglichkeit einer Online-Antragstellung über das Portal OASE nach vorheriger Registrierung.

Wie wird die Begegnung nach der Durchführung korrekt abgerechnet?

Innerhalb von sechs Wochen (42 Tage) nach der Begegnung muss ein Verwendungsnachweis bei der dsj eingereicht werden. Bei Maßnahmen, die im vierten Quartal durchgeführt werden, gelten gesonderte Fristen. Wir bitten Sie in diesem Fall Rücksprache mit der dsj zu halten. Die entsprechenden Unterlagen erhalten die Träger nach Antragstellung per E-Mail von der dsj. Zudem können sie unter Downloads heruntergeladen werden.

Ein vollständiger Verwendungsnachweis besteht aus:
  • Verwendungsnachweisformular nach Formblatt
  • Sachbericht nach Formblatt
  • ausführliches Programm (tabellarisch oder in Berichtsform)
  • Liste der Teilnehmenden nach Formblatt
  • Belege im Original


Ansprechpartnerin

Lara Hanf 
069 6700 329
hanf@remove-this.dsj.de


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