Gesundheit braucht Bewegung

29.06.2022

dsj und DOSB laden am 4. Juli zum 4. Gesundheits- und präventionspolitischen Abend in Berlin ein

Fünf Jahre nach dem letzten großen gesundheitspolitischen Zusammentreffen lädt der DOSB mit Unterstützung der Deutschen Sportjugend (dsj) und der Sportministerkonferenz am Montag, den 4. Juli 2022, zum 4. Gesundheits- und präventionspolitischen Abend nach Berlin. „Gesundheit braucht Bewegung“ lautet das Motto der diesjährigen Abendveranstaltung, die um 19 Uhr in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom AG in Berlin stattfindet.  

Nachdem Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat, zuletzt auf dem Parlamentarischen Abend des DOSB ein gemeinsames Sportprogramm Restart Sport von 25 Millionen Euro für die Vereine verkündet und den von dsj und DOSB geforderten gemeinsamen Bewegungsgipfel zugesagt hat, geht es jetzt um die konkrete Umsetzung.  

Vertreter*innen aus Sport, Politik, Gesundheit, Jugendarbeit und Wissenschaft diskutieren am Montagabend (4. Juli), warum in Sachen Gesundheitsförderung ein entschiedenes Umsteuern in der deutschen Politik notwendig ist, wieso Bewegungsmangel zur Chef*innensache erklärt werden sollte, und welche konkreten Themen auf dem geplanten Bewegungsgipfel besprochen werden müssen.  

Wie relevant das Thema „Gesundheit braucht Bewegung“ nach dem pandemiebedingten sportlichen Stillstand ist, zeigt das Interesse der hochrangigen Gäste, die dsj und DOSB für die Veranstaltung begeistern konnten. Erstmals haben mit Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Sabine Dittmar, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Gesundheit, und Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Vertreter*innen aus drei wichtigen Bundesministerien ihr Kommen zugesagt. 

„Die vergangenen 2,5 Jahre waren aus Sicht der Bewegungsförderung paradox: Einerseits rückten mit der Corona-Pandemie die Fragen der Gesundheitspolitik ins mediale Rampenlicht, und Schutz des Lebens und der Gesundheit wurde – zurecht – zum alles überstrahlenden Ziel. Andererseits waren die wichtigsten Maßnahmen zur Prävention – nämlich Sport und Bewegung – de facto verboten. Die Folgen spüren die Vereine, spüren wir als Gesellschaft. Darüber müssen wir reden, und wir freuen uns wirklich sehr, dass wir mit der Diskussionsrunde beim Gesundheits- und präventionspolitischen Abend mit vielen Entscheider*innen die Weichen für den gemeinsamen Bewegungsgipfel im Bundeskanzleramt stellen können“, erklärt DOSB-Vizepräsidentin Kerstin Holze. 

Stefan Raid, 1. Vorsitzender der dsj, ergänzt: „Die von der WHO empfohlene tägliche Mindestbewegungszeit von durchschnittlich einer Stunde am Tag wird nicht einmal von 20 Prozent unserer Kinder erreicht. Mit Blick auf die Entwicklungen der letzten beiden Jahre herrscht noch dringenderer Handlungsbedarf als ohnehin schon. Wir müssen gemeinsam – ressortübergreifend und zeitnah – einen konkreten Maßnahmenplan erstellen, um Kindern ihre Bewegungswelt zu erweitern und ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.“ 

Nach einem einleitenden Statement von Sabine Dittmar, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), wird sie zusammen mit Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, Tino Sorge, Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Stefan Bräunling, Leiter der Geschäftsstelle Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit, Kiki Hasenpusch, Vorstandsmitglied der dsj, und DOSB-Vizepräsidentin Kerstin Holze zum Thema „Gesundheit braucht Bewegung“ diskutieren. Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird in einem Schlusswort die besondere Bedeutung von Bewegung für das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen hervorheben. Wincent Weiss, der sich als Kampagnengesicht der dsj-Bewegungskampagne MOVE dafür engagiert, Kinder und Jugendliche über Musik wieder für Bewegung zu begeistert, wird den Abend begleiten. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Daniel R. Schmidt, Geschäftsstellenleiter Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention – Deutscher Sportärztebund. 



Foto: Adobe/Sergey Novikov

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