Intensive Zusammenarbeit und intensiver Austausch

20.03.2018

Tagung der Jugendsekretär/innen am 14./15.03.2018 in Saarbrücken

Udo Genetsch, der Vorsitzende der Saarländischen Sportjugend, begrüßte Mitte März über 50 Jugendsekretär/innen aus den Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend in Saarbrücken. Die Arbeitstagung der Jugendsekretär/innen der dsj fand aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Saarländischen Sportjugend dieses Mal in der saarländischen Landeshauptstadt statt. Genetsch wünschte den Kolleg/innen eine erfolgreiche Sitzung und drückte seine Freude darüber aus, dass diese wieder einmal im Saarland tagten.

Ein Themenschwerpunkt der Tagung war die Frage nach der rechtlichen Stellung der Jugendverbände und Jugendorganisationen im Sport. Hanno Krüger und Juliane Schulz, Sportjugend Nordrhein-Westfalen, stellten zunächst unter dem Titel „Verantwortungs-bewusste Doppelrolle als Sport- und Jugendverband“ ihre Überlegungen und Arbeitsmaterialien zur Profilentwicklung in der Kinder- und Jugendverbandsarbeit im Sport in NRW vor. Darauf aufbauend wurden von der SJ NRW eine Orientierungshilfe für die Erstellung von Jugendordnungen in den Mitgliedsorganisationen entwickelt. Als zentraler Ausgangspunkt für  Profil und Programm einer Sportjugend sei die jeweilige Verankerung als eigenständiger Jugendverband in der Gesamtorganisation. Ausgehend von  Fragen der Haftung der Jugendvorstände, wie auch der Anerkennung als Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe, wurde deutlich, dass auch jede Mitgliedsorganisation der dsj für sich Lösungen finden müsse, die den jeweils spezifischen Rahmenbedingungen entsprechen, die sie in ihrer Gesamtorganisation vorfinden. 

Zuvor hatte Sarah Schmitt, Jahrespraktikantin in der dsj,  Daten zum Engagement junger Menschen, die sie auf der Grundlage der beiden letzten Sportentwicklungsberichte zusammengestellt hat, präsentiert. Danach sehen sich rund 20 % aller Sportvereine als Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Auch die Tatsache, dass nur in rund 56 % aller Sportvereine Maßnahmen angeboten werden, um die Beteiligungsmöglichkeiten Jugendlicher im Sportverein zu verbessern, mache deutlich, dass im Feld der Engagementförderung noch Entwicklungspotenzial liege.

Elena Lamby, Referentin der dsj für das Arbeitsgebiet Prävention sexualisierter Gewalt im Sport, präsentierte den Entwurf des Konzeptes „Richtlinien und Qualitätsstandards zur Prävention von sexualisierter Gewalt“. Das Konzept sei im dsj-Vorstand bereits einmal behandelt und den Konferenzen der Mitgliedsorganisationen der dsj im Januar 2018 vorgestellt worden. Zentrales Element dieses Papiers sei die Kopplung der finanziellen Zuwendung der dsj an Mitgliedsorganisationen an die Erfüllung bestimmter Mindeststandards im Bereich Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt. Das Konzept wurde von den Jugendsekretär/innen befürwortet. Die diskutierten Aspekte und Anmerkungen werden für den abschließenden Beschlussvorschlag für die Sitzung des Vorstandes am 23./24. März 2018 berücksichtigt.

Zu einem intensiven Erfahrungsaustausch kam es zum Thema „Umgang mit Transgender und Intersexualität im Jugendsport“. Es wurde deutlich, dass die überwiegende Anzahl von Mitgliedsorganisationen noch keine großen Erfahrungen mit diesem Thema hat.

Cora Hengst, Annette Weimann und Peter Lautenbach warben für das in Kooperation von Deutscher Behindertensportjugend, Deutscher Turnerjugend und Deutscher Sportjugend geplante Netzwerktreffen Teilhabe und Vielfalt am 14. und 15. September 2018 in Hannover.

Dieses knüpft an die Kongressveranstaltung 2015 mit dem Themenschwerpunkt Inklusion im Kinder- und Jugendsport an. Die Schwerpunktthemen des Treffens werden Qualifizierung und Netzwerkarbeit sein.

Auch der  Stand der Umsetzung der zweiten Phase des Programmes „Sport: Bündnisse!“, als Teilprogramm der Förderlinie „Kultur macht stark!“ wurde ausführlich präsentiert. Die zweiten Phase dieses Programmes, das sich an die Zielgruppe bildungsbenachteiligter Kinder und Jugendlicher richte, umfasse wieder mehrere Jahre und ende in 2022, die erste Antragsfrist für Maßnahmen sei der 31. März 2018. Die Mitgliedsorganisationen wurden gebeten, das Programm mit der Ausschreibung entsprechend intensiv zu kommunizieren, da das Programm vor allem auch auf örtlicher Ebene sehr viele Möglichkeiten biete

Martin Schönwandt dankt den Kolleg/innen aus den Mitgliedsorganisationen für die intensive Zusammenarbeit und den intensiven Austausch. Er dankte Sigrid Rehlinger, der Jugendsekretärin der Saarländischen Sportjugend, die Mitte dieses Jahres in den Ruhestand geht und somit letztmalig an einer Tagung der Jugendsekretär/innen teilgenommen hat, für die gute Organisation der Tagung und allgemein für die von ihr geleistete Arbeit.     


junge Menschen in der Entwicklung durch Sport unterstützen , Foto: fotolia.com/Robert Kneschke

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