Engagement für Alle! - ZI:EL-sicher in die Zukunft


Teilnehmende beim Abschlussevent ZI:EL+ mit "Pepper", Foto: dsj

Engagementförderung geht weiter

Vom 9. bis 11. November 2018 wurde in Frankfurt am Main das Ende der Förderprogramme ZI:EL und ZI:EL+ gefeiert, dessen sechsjährige Erfolgsgeschichte beeindruckt.

ZI:EL, das bedeutet: Zukunftsinvestition in die Entwicklung jungen Engagements im Sport. Ziel war es, jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen den Weg in ein eigenes Engagement zu ebnen. Dabei wurden besonders junge Menschen mit Bildungsbenachteiligung, mit Behinderung, mit Migrationshintergrund und mit Fluchterfahrung gefördert und für ein Engagement im gemeinnützigen, organisierten Kinder- und Jugendsport motiviert. Dazu haben die Deutsche Sportjugend (dsj) und ihre Mitgliedsorganisationen in Kooperation innovative Maßnahmen und Konzepte entwickelt.

„Das Programm ZI:EL ist für mich wie eine Blackbox, man macht sie auf, schaut hinein und findet das pralle Leben!“

Kirsten Hasenpusch, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend, betonte: „Wir wollen dieses Abschlussevent nicht als Abschluss eines Förderprogramms in Erinnerung behalten, sondern vielmehr als Startschuss für eine neue und zukunftsorientierte Engagementförderung, die seitens des BMFSFJ durch die Aufstockung der Rahmenvereinbarung langfristig und nachhaltig etabliert werden kann.“
Referatsleiter Peter Joseph vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte zuvor die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die eigene Begeisterung für das Themenfeld geäußert und die Aufstockung der Regelförderung verkündet, wodurch das Themenfeld der Engagementförderung nicht mehr als befristetes Programm läuft, sondern unbefristet und nachhaltig in die Strukturen des gemeinnützigen, organisierten Kinder- und Jugendsports etabliert wird. Er sagte: „Das Programm ZI:EL ist für mich wie eine Blackbox, man macht sie auf, schaut hinein und findet das pralle Leben!“

Jan Holze, der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, betonte die wichtige Rolle der Engagementförderung, die „besonders angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Situation einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Geschlecht oder Weltanschauung leistet“. Holze bedankte sich beim BMFSFJ für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung in den letzten sechs Jahren.

Partizipation und Potenziale in der Engagementförderung

Ein besonderer Fokus der Veranstaltung lag auf dem Aspekt der Partizipation. So hatten die rund 110 Teilnehmenden jederzeit die Möglichkeit der Mitbestimmung, Mitsprache und Mitgestaltung. Ein Beispiel für Partizipation an diesem Wochenende war die partizipative Podiumsdiskussion, bei der alle Teilnehmenden die Chance hatten, sich per Smartphone an der Diskussion zu beteiligen. Unter der Moderation von dsj-Vorstandsmitglied Luca Wernert konnte bei Umfragen mit abgestimmt und während der Diskussion Fragen an die Podiumsteilnehmenden gestellt werden.

In zukunftsorientierten Workshops wurden die Herausforderungen und Potenziale in der Engagementförderung zu den Themenschwerpunkten Integration, Inklusion, Engagementmanagement, Demokratieförderung, Digitalisierung und Organisationsentwicklung herausgearbeitet. Dabei wurden Trends und gesellschaftliche Entwicklungen analysiert und Strategien formuliert, wie man zukünftige Herausforderungen meistern und Potenziale in den Vereinen und Verbänden nutzen kann. Als symbolische Selbstverpflichtung, das Themenfeld weiterhin zu stärken und zu entwickeln, wurden Fotos der Teilnehmenden auf das Veranstaltungsplakat mit dem Satz „Gemeinsam für die zukunftsorientierte und nachhaltige Förderung von jungem Engagement im gemeinnützigen, organisierten Kinder- und Jugendsport“, geklebt.

Außerdem wurde die neue „Arbeitshilfe zur Selbstevaluation von Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport“ vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit der Führungs-Akademie des DOSB entstanden ist.


Wettbewerb "Mein Engagement"


1. Platz: "Ehrenamt ist kinderleicht", Foto: dsj

Die Ehrung der Sieger*innen des dsj-Wettbewerbs „Mein Engagement“ war ebenfalls Teil des Abschlussevents ZI:EL+. Bei dem Fotowettbewerb wurde das kreativste Foto zum Thema Engagement mit einem passenden Spruch gesucht.

Den ersten Platz belegte Stina Schwarz (SVT Münster), auf Platz zwei landete Lara Korn (FZC blau-weiß Philippsburg), dahinter folgten Katharina Ahlers (Sportjugend Kreis Coesfeld), Ann-Kathrin Erdmann (TV Laboe) und Kora Ahbe (Reitverein Integration). Der SVT Neumünster erhielt als Preis einen Teambus für ein Jahr von Athletic Sport Sponsoring (ASS). Der zweite Platz wurde mit einem Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro von Kübler Sport ausgezeichnet. Die Gewinnerinnen des drittten bis fünften Platzes konnten sich über einen Gutschein im Wert von 150 Euro für eine Fortbildung/Qualifikation im Sport freuen. Die Plätze sechs bis 50 gewannen ein Starter-Paket sowie einen 10-Euro-Gutschein von Kübler Sport.


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