Brandenburg setzt beim Gute-Kita-Gesetz auf Bewegung

Mit der neuen Initiative „Kita in Bewegung“ der Brandenburgischen Sportjugend im LSB Brandenburg e. V. wird erstmals über das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und Teilhabe in der Kindertagesbetreuung – dem sogenannten Gute-Kita-Gesetz – der Schwerpunkt Bewegung unterstützt. 

Die Initiative „Kita in Bewegung“ steht für den quantitativen Ausbau sowie die qualitative Weiterentwicklung von frühkindlichen Bewegungsangeboten für Kindertageseinrichtungen. Ein Ziel ist es, Bewegungserziehung in Kindertagesstätten langfristig stärker zu fokussieren und durch Fortbildung von pädagogischen Fachkräften sowie durch gezielte Information der Eltern den Alltag von Kindern dauerhaft bewegter zu gestalten. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die psychomotorische Ausrichtung der Bewegungsangebote im Außengelände von Kitas gelegt. Bewegung wird dabei in die Bildungsarbeit der Kita eingebettet und verknüpft Bewegung, Spiel und Sport mit Bildungsanlässen und Lerninhalten. Den beteiligten Fachkräften werden hierbei zahlreiche Praxisanregungen zur frühkindlichen Bewegungsförderung vermittelt. 

Insgesamt sollen zunächst 200 Kitas im Land Brandenburg mit einem Bewegungsmobil besucht und die Erzieher*innen der Kitas im eigenen Außengelände fortgebildet werden. Die Fortbildung unter dem Titel „Mobile Bewegungsbaustelle“ wird direkt in den Kita-Tagesablauf integriert und mit den „eigenen“ Kitakindern umgesetzt. Die Maßnahme ist für die teilnehmenden Kitas kostenfrei und wird aus Mitteln des Gute-Kita-Gesetzes sowie aus dem Landesprogramm für frühkindliche Bildung und Kindertagesbetreuung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg gefördert. 

„Für die Deutsche Sportjugend, als Vertreter der Bewegungsinteressen von Kindern und Jugendlichen, ist die Umwidmung von Mitteln aus dem Gute-Kita-Gesetz für mehr Bewegungsförderung im Elementarbereich ein echter Meilenstein“, so Tobias Dollase, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend. „Nachdem bei den Vertragsabschlüssen zum Gesetz mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kein einziges Bundesland den Qualitätsschwerpunkt „Gesundes Aufwachsen“ gewählt hat, zu dem auch die Bewegungsförderung zählt, freue ich mich ganz besonders, dass hier ein erstes Umdenken erfolgt. Ich hoffe, dass noch viele weitere Bundesländer folgen werden, denn Bewegung, Spiel und Sport sind nicht nur beliebte Freizeitbeschäftigungen von Kindern, vielmehr sind sie unersetzbare Bausteine des gesunden Aufwachsens und einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung.“  

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