Wie viel sollen sich Kinder eigentlich bewegen?

Auf Basis der „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ empfiehlt die dsj:
  • Dass sich Säuglinge und Kleinkinder (0 bis 3 Jahre) so viel wie möglich bewegen und so wenig wie möglich in ihrem natürlichen Bewegungsdrang gehindert werden.

  • Kindergartenkinder (4 bis 6 Jahre) sollten eine Bewegungszeit von 180 Minuten/Tag und mehr haben.

  • Kinder ab dem Grundschulalter (6 bis 11 Jahre) sollten eine tägliche Bewegungszeit von 90 Minuten und mehr in moderater bis hoher Intensität erreichen.

Welche Rolle spielt die Familie beim Thema Bewegung?

In den ersten Lebensjahren sind Familie und das häusliche Umfeld der wichtigste Impulsgeber für Bewegungsaktivitäten. Vor allem die Eltern spielen eine zentrale Rolle. Eltern sollen sich gemeinsam mit den Kindern bewegen, Bewegungsvorbild sein, Bewegungsimpulse der Kinder unterstützen und Materialien bieten, die Bewegungsaktivitäten fördern. Der Familiensport-Guide des DOSB gibt Tipps, zur Bewegung mit der ganzen Familie.

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Was sollte mein Kind in welchem Alter können?

Kinder entwickeln sich unterschiedlich – jedes auf seine Art, im eigenen Tempo. Hier zeigt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die wichtigsten Etappen der motorischen Entwicklung bei Baby und Kleinkind (PDF). Grundsätzlich gilt, Kindern möglichst viele Bewegungsgelegenheiten anzubieten und ihren Bewegungsdrang möglichst wenig einzuschränken. Je mehr Kinder ihre Bewegungskompetenzen erproben können, umso sicherer werden sie hinsichtlich ihrer eigenen motorischen Fähigkeiten.



Kann Bewegungsmangel für mein Kind gefährlich sein?

Ja. Beispielsweise im Straßenverkehr. Vom Rad abspringen, bremsen, ausweichen, aus vollem Lauf abstoppen – dafür sind blitzschnelles Reagieren und optimale Bewegungskoordination gefragt. Das gilt auch für Radfahrer oder Skater. Kinder, die sich zu wenig bewegen, haben weniger Sicherheitsreserven, informiert die Verkehrswacht und warnt von wachsender Unfallgefahr durch Bewegungsmangel. Sie hat dazu zehn Thesen formuliert und gibt Spielanregungen für Bewegung, Wahrnehmung und Verständigung.

Bewegung ist Teil eines gesunden Lebensstils und trägt im Lebensalltag von Kindern entscheidend zu deren positiver Entwicklung bei. Weitere Informationen zur Kindergesundheit gibt es beim Bundesministerium für Gesundheit.

Was können Eltern tun, um ihr Kind „in Bewegung“ zu bringen?

Kindern aktiv Bewegungsmöglichkeiten anzubieten wird immer wichtiger. Beengte Wohnverhältnisse in Städten und häufige Mediennutzung führen mit dazu, dass Kinder sich immer weniger bewegen (können). Eltern helfen mit, ihren Kindern Bewegung zu ermöglichen, indem sie ihr Kind zur Bewegung, zum Ausprobieren und Experimentieren motivieren, das Kinderzimmer bewegungsfreundlich gestalten, mit ihm Ausflüge in die Natur machen oder es zum Sport im Verein anregen. Informationen zum Vereinssport finden Sie hier.



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