10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention: Inklusion gewinnt

04.04.2019

Fußball-Freundschaftsspiel zwischen dem DOSB-Inklusionsteam und dem FC Bundestag

Vor zehn Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Kraft, mit der sich Deutschland zur Umsetzung von Inklusion verpflichtet hat und in der auch der Sport bedacht wird.

Das Fußball-Freundschaftspiel im Zeichen der Inklusion zwischen dem DOSB-Inklusionsteam und dem FC Bundestag endete 3:3 unentschieden. Nach dem Schlusspfiff im kleinen Stadion des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks in Berlin jubelten und freuten sich besonders die Spieler/innen und Trainer/innen des DOSB-Inklusionsteam. Sie hatten zwischenzeitlich einen 0:3-Rückstand. Für den 1:3-Anschlusstreffer sorgte Diana Küster (Deutsche Sportjugend). Die beiden Tore zum Ausgleich erzielten Christian Sachs (DOSB, Leiter Hauptstadtbüro) und Tobias Scheuerer (ehemaliger Deaflympics-Wasserballer). Für die Bundespolitiker hatte im Spiel Kapitän Oliver Luksic (FDP) alle drei Tore erzielt.

Einig waren sich aber teamübergreifend Spieler/innen, Funktionäre und Fans in einem Punkt: Das Spiel ging zwar unentschieden aus, aber es gab dennoch einen Gewinner: Die Inklusion. Und das Spiel hatte allen Beteiligten so viel Spaß gemacht, dass prompt eine Neuauflage des Spiels für das kommende Jahr ins Auge gefasst wird.

"Wenn man bedenkt, dass das Inklusionsteam heute so das erste Mal gemeinsam auf dem Platz gestanden hat, dann war das schon sehr erstaunlich - besonders das Zusammenspiel zwischen den gehörlosen Fußballern und den Spielern mit Gehör. Insgesamt war es ein tolles Erlebnis, was gut gezeigt hat, wozu Menschen mit Einschränkung in der Lage sind", sagte Friedhelm Julius Beucher, DBS-Präsident und Trainer des DOSB-Inklusionsteam. Neben Beucher betreute DOSB-Vizepräsidentin Gudrun Doll-Tepper das Inklusionsteam als Coach.

Im DOSB-Inklusionsteam hatten erstmals Athlet/innen und Funktionäre aller drei Behindertensportverbände (Deutscher Behindertensportverband, Special Olympics Deutschland und Deutscher Gehörlosen-Sportverband) zusammengespielt. Dazu kamen Vertreter/innen des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Deutschen Sportjugend und der Sportfamilie, darunter u.a. die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker, DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack und Thomas Urban, Generalsekretär des DBS. Für die Deutsche Sportjugend standen Diana Küster, Referentin für Junges Engagement und Inklusion, sowie Tabea Nauschütz, Juniorbotschafterin für Teilhabe und Vielfalt, auf dem Platz.

Als Spieler des Spiels wurde am Abend im "DOSB-Vereinsheim" im Hauptstadtbüro des Deutschen Sports Tobias Scheuerer ausgezeichnet. 


Jubel über Tor des DOSB-Inklusionsteams am Spielfeldrand / Foto/Copyright: camera4

Zur News-Übersicht