17. Bundeskonferenz der KOS in Stuttgart

14.11.2019

Wichtiges Zeichen im Umgang mit sexualisierter Gewalt im Fußball

Vom 11. – 13. November 2019 fand die 17. Bundeskonferenz der Koordinationsstelle Fanprojekte bei der Deutschen Sportjugend (KOS) in Zusammenarbeit mit der Kompetenzgruppe Fankulturen und Sportbezogene Soziale Arbeit (KoFaS) und der Friedrich-Ebert-Stiftung in Stuttgart statt. Unter dem Motto „Fanarbeit und Geschlecht  – Fanszenen zwischen Vielfalt und Diskriminierung und der Umgang der Fanarbeit mit sexualisierter Gewalt“ diskutierten rund 160 Teilnehmer*innen aus den derzeit 61 lokalen Fanprojekten sowie  Vertreter*innen aus den Bereichen Politik, Fußball, Polizei und Wissenschaft in mehreren Workshops, wie genau für mehr Gendergerechtigkeit sensibilisiert werden kann und wie man mit sexueller Gewalt im Fußball umgehen sollte.

Neben zwei Impulsvorträgen von Prof. Dr. Michael Meuser zum Thema „Gesellschaft, Fußball und Geschlecht“ und Prof. Dr. Mechthild Wolff über Erscheinungsformen und Betroffenengruppen sexualisierter Gewalt wurde der vom Netzwerk gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt neu erstellte Handlungsleitfaden zu dem Themenbereich vorgestellt.

„Die diesjährige Bundeskonferenz setzte wichtige Impulse in dem noch sehr sensiblen und oftmals tabuisierten Themenfeld und hat deutlich vor Augen geführt, dass nicht nur Männer*Frauen und Jungen*Mädchen in Fanszenen, sondern auch vereinzelt Mitarbeiter*innen aus den Fanprojekten mit Formen von sexualisierter Gewalt konfrontiert sind. Von daher sehen wir eine geschlechtsreflektierende Soziale Arbeit als dauerhafte Querschnittsaufgabe für Fanprojekte, die in dem männerdominierten Arbeitsfeld sowohl die männlichen als auch die weiblichen Pädagog*innen in die Verantwortung nimmt.“.


Zur News-Übersicht