74. Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz

21.01.2019

Die Deutsche Sportjugend erinnert der Opfer des Nationalsozialismus – zusammen mit der Initiative „!Nie wieder“

Am 27. Januar 2019 jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die sowjetische Armee zum 74. Mal. Allein in Auschwitz ermordeten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen. Nur wenige haben den unmenschlichen Terror überlebt. Die Befreiungsaktion ist der Anlass, in Anteilnahme und Respekt der Menschen zu gedenken, die aufgrund ihres Glaubens, ihrer Herkunft, ihrer Behinderung, ihrer politischen Überzeugung oder ihrer sexuellen Orientierung vom national-sozialistischen Terrorregime und von deutschen Bürgerinnen und Bürgern ausgegrenzt, entwürdigt und verfolgt wurden. Viele verschleppte man in die Konzentrationslager und ermordete sie. Von den Überlebenden ging die Botschaft aus: Nie wieder!

Leider hat an vielen Stellen auch der organisierte Sport mitgewirkt: Jüdische sowie politisch andersdenkende Mitglieder schloss man aus der Vereinsfamilie aus und gab sie damit dem Naziterror preis. Damit das „Nie wieder“ geschieht, wendet sich der Vorstand der  Deutschen Sportjugend gegen jene, die den Sport auch heute mit antisemitischen und rassistischen Parolen und Aktionen vergiften und missbrauchen.

Die Deutsche Sportjugend (dsj) schließt sich der Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ an.

Benny Folkmann, Mitglied des Vorstands der dsj: „Der Sport übernimmt seine gesellschaftliche Verantwortung dafür, dass das, was innerhalb seiner Strukturen im Nationalsozialismus getan oder unterlassen wurde, sich niemals wiederholt. Heute ist der gemeinnützig organisierte Sport ein offener Ort der Begegnung, setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte ein und engagiert sich aktiv gegen Ausgrenzung, Übergriffe und eine Spaltung der Gesellschaft. Wir kämpfen dafür, dass dies auch so bleibt! Wir sagen: ‚Nie wieder!‘ und werden uns weiterhin aktiv für ein demokratisches Zusammenleben in der Bundesrepublik Deutschland einsetzen.“

Für eine Kultur des Verstehens und für ein demokratisches Gemeinwesen, in dem die Würde jedes Menschen geachtet und verteidigt wird, dafür stehen die Deutsche Sportjugend und die Initiative „!Nie wieder“.

Zvi Cohen, Überlebender des KZ Theresienstadt, sagte am 13. Januar 2019 in Frankfurt am Main: „Nie wieder darf man den Holocaust verleugnen. Nie wieder darf Extremismus, Nazismus, Antisemitismus, Fremdenhass und Rassismus hier und in der ganzen Welt die Macht erobern. Es liegt in euren Händen wie auch in unseren.“

Deutsche Sportjugend und die Initiative „!Nie wieder – Erinnerungstag im deutschen Fußball“ Weitere Informationen: www.niewieder.info/


Besucher/innen vor der Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau / Foto: Initiative „!Nie wieder“

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