Abschlussevent ZI:EL+ „Engagement für Alle! – ZI:EL-sicher in die Zukunft“

15.11.2018

Engagementförderung geht weiter

Vom 9. bis 11. November 2018 wurde in Frankfurt am Main das Ende des Förderprogramms ZI:EL und ZI:EL+ gefeiert, dessen sechsjährige Erfolgsgeschichte beeindruckt.

ZI:EL, das bedeutet: Zukunftsinvestition in die Entwicklung jungen Engagements im Sport. Ziel war es, jungen Menschen mit erschwerten Zugangsbedingungen den Weg in ein eigenes Engagement zu ebnen. Dabei wurden besonders junge Menschen mit Bildungsbenachteiligung, mit Behinderung, mit Migrationshintergrund und mit Fluchterfahrung gefördert und für ein Engagement im gemeinnützigen, organisierten Kinder- und Jugendsport motiviert. Dazu haben die Deutsche Sportjugend (dsj) und ihre Mitgliedsorganisationen in Kooperation  innovative Maßnahmen und Konzepte entwickelt.
Allein in den letzten drei Jahren konnten mit Hilfe des Förderprogamms 17.893 Teilnehmende in 583 Maßnahmen erreicht werden, wovon 14.730 junge Menschen unter 27 Jahren waren.

Kirsten Hasenpusch, Vorstandsmitglied der Deutschen Sportjugend, betonte: „Wir wollen dieses Abschlussevent nicht als Abschluss eines Förderprogramms in Erinnerung behalten, sondern vielmehr als Startschuss für eine neue und zukunftsorientierte Engagementförderung, die seitens des BMFSFJ durch die Aufstockung der Rahmenvereinbarung langfristig und nachhaltig etabliert werden kann.“
Referatsleiter Peter Joseph vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hatte zuvor die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die eigene Begeisterung für das Themenfeld geäußert und die Aufstockung der Regelförderung  verkündet, wodurch das Themenfeld der Engagementförderung nicht mehr als befristetes Programm läuft, sondern unbefristet und nachhaltig in die Strukturen des gemeinnützigen, organisierten Kinder- und Jugendsports etabliert wird.  Er sagte: „Das Programm ZI:EL ist für mich wie eine Blackbox, man macht sie auf, schaut hinein und findet das pralle Leben!“

Jan Holze, der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, betonte die wichtige Rolle der Engagementförderung, die „besonders angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Situation einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Geschlecht oder Weltanschauung leistet“. Holze bedankte sich beim BMFSFJ für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung in den letzten sechs Jahren.

Ein besonderer Fokus der Veranstaltung lag auf dem Aspekt der Partizipation. So hatten die rund 110 Teilnehmenden jederzeit die Möglichkeit der Mitbestimmung, Mitsprache und Mitgestaltung. Ein Beispiel für Partizipation an diesem Wochenende war die partizipative Podiumsdiskussion, bei der alle Teilnehmenden die Chance hatten, sich per Smartphone an der Diskussion zu beteiligen. Unter der Moderation von dsj-Vorstandsmitglied Luca Wernert konnte bei Umfragen mit abgestimmt und während der Diskussion Fragen an die Podiumsteilnehmenden gestellt werden.

In zukunftsorientierten Workshops wurden die Herausforderungen und Potenziale in der Engagementförderung zu den Themenschwerpunkten Integration, Inklusion, Engagementmanagement, Demokratieförderung, Digitalisierung und Organisationsentwicklung heraus gearbeitet. Dabei wurden Trends und gesellschaftliche Entwicklungen analysiert und Strategien formuliert, wie man zukünftige Herausforderungen meistern und Potenziale in den Vereinen und Verbänden nutzen kann. Als symbolische Selbstverpflichtung, das Themenfeld weiterhin zu stärken und zu entwickeln, wurden Fotos der Teilnehmenden auf das Veranstaltungsplakat mit dem Satz „Gemeinsam für die zukunftsorientierte und nachhaltige Förderung von jungem Engagement im gemeinnützigen, organisierten Kinder- und Jugendsport“, geklebt.

Die Siegerehrung zum Wettbewerb „Mein Engagement“, einem Fotowettbewerb der Deutschen Sportjugend,  bei dem das kreativste Foto zum Thema Engagement mit einem passenden Spruch gesucht wurde, war ebenfalls Teil des Abschlussevents.
Kirsten Hasenpusch überreichte den ersten Preis, einen ASS-Teambus zur Nutzung durch den Verein für ein Jahr, an die Gewinnerin Stina Schwarz vom SVT Neumünster.
Außerdem wurde die neue „Arbeitshilfe zur Selbstevaluation von Projekten in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport“ vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit der Führungs-Akademie des DOSB entstanden ist. Die Broschüre gibt es hier zum Download.


Engagierte der Zukunft? Foto: Tuju-Reporter

Teilnehmende, Foto: Tuju-Reporter

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