dsj begrüßt Corona-Hilfen

02.07.2020

Zuschüsse für gemeinnützige Trägerlandschaft der Kinder- und Jugendhilfe und Hilfspaket für den Sport

Die Corona-Krise hat bekanntlich erhebliche Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft. Durch ein umfangreiches Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket will die Bundesregierung nun weiter unterstützen. Dafür hat der Haushaltsausschuss am Mittwoch, den 1. Juli 2020, den zweiten Nachtragshaushalt 2020 beschlossen. 

Im Einzelplan des Bundesfamilienministeriums (Einzelplan 17) ist ein neuer Titel „Zuschüsse für die gemeinnützige Trägerlandschaft der Kinder- und Jugendhilfe“ in Höhe von 100 Millionen Euro eingestellt worden. Damit sollen gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Familienhilfe in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse unterstützt werden. Darunter fallen auch die Jugendbildungsstätten im Sport. Die dsj hatte dazu bereits berichtet.  
25 Millionen Euro davon sollen für die Unterstützung von Organisationen des gemeinnützigen langfristigen internationalen Jugendaustausches genutzt werden.  

Im Einzelplan (Einzelplan 06) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und für Heimat (BMI) sind unter anderem 200 Millionen Euro als „Corona-Überbrückungshilfe für Profisportvereine“ als neuer Titel hinzugekommen. Mit einem Maßgabebeschluss [Anmerkung: zur Gesetzesänderung] fordern die Koalitionsfraktionen die Bundesregierung auf, ein eigenständiges Hilfspaket für den Sport zu entwickeln. Antragsberechtigt sind Vereine der 1. und 2. Liga (Männer und Frauen in Individual- und Mannschaftssportarten, exklusive der Fußball Bundesligen der Männer) und die 3. Liga im Männerfußball. Details der Umsetzung des BMI-Sportprogramms müssen nun konkretisiert werden. Der DOSB begrüßt die Einrichtung des Programms und informiert dazu die Mitgliedsorganisationen

Außerdem stehen für das Programm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, aus dem in den vergangenen Jahren große Teile in die Sanierung von Sportstätten geflossen sind, für das Jahr 2020 weitere 5 Millionen Euro und damit insgesamt 89,5 Millionen Euro zur Verfügung und mittels Verpflichtungsermächtigungen für die Jahre 2021-2025 zusätzliche 595 Millionen Euro und damit insgesamt 925 Millionen Euro.  



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