dsj und DOSB rufen die Bundesregierung dazu auf, einen Bewegungsgipfel durchzuführen

25.03.2022

Deutschland zu einem bewegungsfreundlicheren Land zu machen, bedarf einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit

In einem gemeinsamen Appell rufen die Deutsche Sportjugend und der Deutsche Olympische Sportbund die Bundesregierung dazu auf, einen Bewegungsgipfel noch im Jahr 2022 durchzuführen. Die enormen Einschränkungen der vergangenen beiden Jahre und die messbaren Folgen machen es notwendig, dass das Thema Bewegung zur Chef*innen-Sache erklärt wird. Um Deutschland insgesamt und nachhaltig bewegungsfreundlicher zu machen, muss Bewegung als Querschnittsaufgabe in allen Ressorts, wie z. B. Gesundheit, Soziales, Jugend, Familie, Sport, Bildung, Verkehr und Stadtentwicklung gedacht werden. Nur so können die notwendigen Rahmenbedingungen für ein gesundheitsorientiertes und bewegtes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen sowie für einen aktiven Lebensstil weiterer Zielgruppen geschaffen werden, um langfristig gesundheitsschädlichen Folgen von Bewegungsmangel für alle Menschen in Deutschland entgegenzuwirken.  

Stefan Raid, 1. Vorsitzender der dsj: „Die Grundlage für eine aktives und sportliches Leben wird im Kindesalter gelegt. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen dafür ausreichend Sport- und Bewegungsräume mit vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten in allen Settings ihrer Lebenswelten. Dafür bedarf es einer Weiterentwicklung klassischer Sportstätten, eine sportfreundliche, bewegungsaktivierende, barrierefreie und nachhaltige kommunale Sport- und Bewegungsrauminfrastruktur für alle Bevölkerungsgruppen und eine Anerkennung der Relevanz von Bewegung und Sport ist als Grundlage für das gesunde Aufwachsen.“ 

 „Wir müssen die Gesellschaft wieder in Bewegung bringen. Dafür bedarf es eines Kulturwandels, der anerkennt, dass Bewegung und Sport unverzichtbar und von unschätzbarem Wert sind, sowohl für die Entwicklung von Kindern und jungen Menschen als auch für das Wohlbefinden und die Gesunderhaltung der erwachsenen Bevölkerung. Das kann nur funktionieren, wenn wir ressortübergreifend alle politischen Entscheidungsträger*innen an einen Tisch holen und im Rahmen einer Gesamtstrategie ein Bewegungsbündnis vereinbaren, das konkrete Maßnahmen in allen Bereich enthält“, so DOSB-Präsident Thomas Weikert. 

Appell für einen Bewegungsgipfel von Deutscher Sportjugend und Deutschem Olympischen Sportbund e.V. 



Foto: DOSB/Markus Böcker

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