Auch 2020 gilt: Qualität in der Ganztagsschule heißt auch bewegen

27.08.2020

Die politischen Gespräche zur Einführung eines Rechtsanspruches auf Ganztagsangebote im Grundschulalter intensivieren sich

Für die dsj ist es wichtig, dass in den Planungen für die Gestaltung von Ganztagsschulen in Deutschland Bewegung, Entspannung und selbstgestaltbare Räume selbstverständlich mitgedacht werden. Deshalb bringt sie sich in die aktuelle Debatte rund um den Rechtsanspruch auf ganztätige Betreuung und Bildung an Grundschulen ein. In der Ganztagsbildung sollten die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt und konzeptionell eingebunden werden, um sich somit positiv auf deren soziale und emotionale Entwicklung auszuwirken. 

Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe entwickelt aktuell Eckpunkte, die die Grundlage für den Gesetzesentwurf zum Rechtsanspruch auf ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote im Grundschulalter ab 2025 bilden sollen. Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat dazu nun einen Zwischenruf veröffentlicht: „Guter Ganztag?! Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter mit Qualität verbinden“, dessen Forderungen die dsj unterstützt. Aufgrund der Kulturhoheit der Länder, die den Bereich Schule einschließt, bedarf es für die Verwirklichung dieses Vorhabens einer engen Rückkoppelung des Bundes mit den Ländern. Die AGJ fordert in ihrem Papier Bund und Länder dringend auf, Qualitätsaspekte in die Überlegungen zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter einzubeziehen und die damit verbundenen Fragen keinesfalls aufzuschieben. Die Konzeption, Rahmenbedingungen und Ressourcen von Ganztagsschulen müssen so gestaltet sein, dass auch ehren- und nebenamtliche Aktive (z.B. von Trägern der Kinder- und Jugendarbeit) „auf Augenhöhe“ an der Ganztagsbildung mitwirken können. 



Foto: Adobe/Monkey Business

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