„Aufbruch zu einer menschenfreundlichen Gesellschaft“ 

01.04.2021

Positive Bilanz der Stiftung gegen Rassismus zu den UN-Wochen gegen Rassismus

Ob Pfadfinder oder Feuerwehr, Fußball oder Religionsgemeinden: Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie verzeichneten die diesjährigen UN-Wochen gegen Rassismus eine große Beteiligung. Über 1.500 Veranstaltungen setzten ein sichtbares Zeichen gegen Hass und Diskriminierung. Zum Abschluss der beiden Aktionswochen am Sonntag zeigt sich der Geschäftsführer der Stiftung, Jürgen Micksch, vom Engagement gegen Rassismus beeindruckt. „Wir befinden uns im Aufbruch zu einer menschenfreundlichen Gesellschaft“, sagt Micksch. Er freue sich sehr darauf, wenn bei den Aktionswochen im nächsten Jahr – vom 14. bis 27. März 2022 – wieder persönliche Begegnungen möglich seien. „Ein Wandel erfolgt vor allem durch Kontakte zwischen Menschen“, ist der Geschäftsführer überzeugt. „Rassistinnen und Rassisten kennen meist die Menschen nicht, die sie hassen.“  

In diesem Jahr fanden die allermeisten Veranstaltungen digital statt, vor allem in den sozialen Medien. Darunter viele Vorträge, Workshops und Lesungen. Zudem wurden pandemiegerecht auch viele kreative Aktionen vor Ort durchgeführt, wie etwa Menschenketten auf Abstand, Plakate in Fenstern, individuelle Charitywalks oder Kreidebotschaften auf öffentlichen Plätzen. 

Zum ersten Mal seit 25 Jahren beteiligte sich ein Bundespräsident mit einer persönlichen Botschaft an den UN-Wochen. Frank-Walter Steinmeier bedankte sich bei allen Haupt- und Ehrenamtlichen und hob hervor: „Resignation darf genauso wenig Raum greifen wie der Hass selbst, deshalb sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus so wertvoll.“ 

Viele Organisationen aus dem organisierten Sport haben sich mit Kampagnen, digitalen Veranstaltungen, Workshops und Foto-/Videoaktionen an den diesjährigen IWgR beteiligt.  Auch die dsj hat in diesem Jahr wieder als Kooperationspartnerin finanziell, strukturell und fachlich unterstützt. Neben einem Aufruf an alle dsj-Mitgliedsorganisationen wurde zum Start der IWgR 2021 eine Meldung und zum internationalen Tag gegen Rassismus (15. März 2021) ein Statement von Benny Folkmann (2. Vorsitzender der dsj) zur Beteiligung an den IWgR veröffentlicht: “Wir machen uns stark für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft und einen Sport, in dem Hass, Hetze und antidemokratisches Verhalten keinen Platz haben. Der Verschiebung des Sagbaren nach rechts setzen wir klare Haltungen und entschlossene Handlungen entgegen. Aus diesem Grund unterstützen wir seit vielen Jahren und mit voller Überzeugung die Internationalen Wochen gegen Rassismus. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit dem gesamten organisierten Sport auch in diesem Jahr wieder ein deutliches und lebhaftes Zeichen gegen Rassismus, Ausgrenzung und für ein solidarisches, grenzenloses Miteinander setzen können”. 

Darüber hinaus hat das Vernetzungstreffen der Sportprojekte im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (23. März 2021) während der zwei Wochen stattgefunden.  Des Weiteren hat die dsj am 25. März 2021 das Video zu „Hate Speech im Sport“ veröffentlicht (www.sport-mit-courage.de).    

Eine Dokumentation der Aktionswochen wird Anfang Juli veröffentlicht. Die Stiftung beginnt nun mit den Planungen für die UN-Wochen vom 14. bis 27. März 2022. Die nächste Planungstagung wird als Präsenztreffen für den 20. September 2021 in der Katholischen Akademie in Mainz vorbereitet. 

Weiter Informationen und die gesamte Pressemitteilung der Stiftung gegen Rassismus gibt es auf der Website stiftung-gegen-rassismus.de



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