Beispiele für Präventionsstrategien

12.04.2018

dsj und DOSB engagieren sich bei der ersten Konferenz von Safe Sport International

Vom 6.-7.4.2018 kamen in Madrid erstmals Experten/innen zur Prävention von Gewalt im Sport aus der ganzen Welt zusammen, um ihr Wissen über Strategien und Projekte zu teilen und neue Netzwerke zu knüpfen. Die Teilnehmenden aus über zwanzig verschiedenen Ländern und sechs Kontinenten kamen aus der Wissenschaft, nationalen und internationalen Sportverbänden und spezialisierten NGOs. Die erste Konferenz der Organisation „Safe Sport International“ stellte die wachsende Bedeutung der Aktivitäten und Maßnahmen für einen sicheren Sport für alle Athletinnen und Athleten und insbesondere Kinder in den Mittelpunkt.

Unter dem Titel „Beispiele für Präventionsstrategien“ präsentierte Dr. Petra Tzschoppe, Vizepräsidentin des DOSB, die Entwicklungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport in Deutschland und stellte das Projekt „Starke Netze gegen Gewalt“ sowie die vielfältigen Aktivitäten von dsj und DOSB im Themenfeld vor. „Mit großem Interesse habe ich die Einladung zur ersten weltweiten Konferenz von Safe Sport International angenommen. Die Konferenz hat gezeigt, wie sich international sowohl die Ziele als auch die Herausforderungen gleichen. Wir alle profitieren von diesem Austausch. Denn eines ist sicher: Um alle Verantwortlichen im organisierten Sport weltweit zu erreichen, braucht es diesen Zusammenschluss.“

Für die dsj, die das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt federführend für den DOSB bearbeitet, nahm Elena Lamby (Referentin), an der Tagung teil. Mit Dr. Bettina Rulofs und Meike Schröer war auch die Deutsche Sporthochschule Köln, Partner im gemeinsamen Forschungsprojekt „Safe Sport“ (2014-2017), vor Ort vertreten.

„Nachdem wir als dsj mit unseren vielfältigen Beteiligungen an europäischen Projekten zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bereits seit 2011 ein enges Netzwerk mit Wissenschaft und Sportverbänden in Europa pflegen, ist der weltweite Austausch ein erfolgreicher nächster Schritt. Das Recht der Kinder, Jugendlichen aber auch Erwachsenen  auf einen sicheren Sport, in dem sie physisch und mental gesund bleiben, muss immer erste Priorität haben.“, sagt Jan Holze, Vorsitzender der dsj.

Safe Sport International ist eine Organisation, die gemeinsam mit einem starken Netzwerk (z.B. IOC, Women in Sport Netzwerk, etc.) den Schutz der Sportlerinnen und Sportler durch die Umsetzung weltweiter Standards voranbringen möchte. Ein Gründungsmitglied ist die emeritierte Professorin Celia Brackenridge, die weltweit zu den Pionierinnen im Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Sport zählt.

Weitere Informationen unter www.safesportinternational.com 



v.l.n.r.: Dr. Bettina Rulofs, Dr. Petra Tzschoppe, Meike Schröer und Elena Lamby, Foto: dsj

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