Bewegung, Sport und Jugendkultur in Zeiten der Digitalisierung

19.09.2017

Sportverbände, Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog

Welche Chancen, Potenziale und Risiken ergeben sich aus der globalen Entwicklung von Digitalisierung, Big Data und dem Internet der Dinge? Welche neuen Sport- und Bewegungsangebote entstehen im Zuge der Entwicklung von Smart City, Smart Village und Smart Region? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der SMART SPORT Konferenz am 7. September 2017 an der Technischen Universität Chemnitz.
„Gehört die Digitalisierung in die Kinder und Jugendarbeit in Sportvereine und -verbände?“ – mit dieser Frage eröffnete Jan Holze die Konferenz. Eine rhetorische Frage, wie der 1. Vorsitzender der Deutschen Sportjugend (dsj) an der breiten Zustimmung durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell feststellen musste. Die Anwesenden waren sich einig: Die Digitalisierung dringt in zunehmendem Maße in die Sport- und Bewegungswelt von Kindern und Jugendlichen ein und ist heute fester Bestandteil der Jugendkultur.
Im Eröffnungsvortrag „Next Generation Personal Wearable Trainers“ zeigte Gernot Bahle vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) die Innovationspotenziale von Künstlicher Intelligenz für Trainingsprozesse im Sport auf. Wiebke Jessen erläuterte in ihrem Vortrag zum Thema „Jugendliche zwischen Schule, Freizeit und digitalen Medien“ die Bedeutung neuer Technologien in den verschiedenen Lebenswelten von Jugendlichen. Und Guenther Lohre von der Deutschen Schulsportstiftung erläuterte mit Blick auf den Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ das Zukunftsthema „Sport 4.0“ und stelle die Idee cyber-physischer Sportgeräte und deren Bedeutung für die Sportentwicklung heraus.
In zwei Sessions stellten zehn Referentinnen und Referenten aktuelle Entwicklungen aus Sportverbänden und Vereinen, aus Wissenschaft, IT- und Medienentwicklung vor. In der ersten Session unter Leitung von Dr. Frank Vohle stand die medienpädagogische Perspektive im Fokus, in der zweiten Session die technologischen Potenziale und Umsetzungen, insbesondere die Potenziale und Grenzen von 360-Grad-Visualisierungen. Diese Session wurde von Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger geleitet.

Die SMART SPORT Konferenz ist ein Teil des gemeinsamen, gleichnamigen Vorhabens SMART SPORT der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) unter Federführung von Prof. Dr. Christoph Igel.


Jan Holze bei der Smart Sport Konferenz /Foto: dsj

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