Der Bundesfreiwilligendienst im Sport

30.05.2018

Ein attraktives Angebot

„Jeder dritte Freiwillige bricht den Bundesfreiwilligendienst ab“ – dieser Aussage wird seit mehreren Tagen in den verschiedensten Medien verbreitet. Den Ausgangspunkt hierzu bildet eine Anfrage der Fraktion Die Linke an die Bundesregierung, die von der Saarbrücker Zeitung aufgegriffen wurde.

Im Bundesfreiwilligendienst im Sport sind die Zahlen bedeutend niedriger und lagen im letzten Jahrgang bei unter zwanzig Prozent. Der Grund für die niedrigeren Abbruchquoten liegt vermutlich in der Kombination von attraktivem Einsatzgebiet und der individuellen pädagogischen Betreuung durch den Träger, die keinesfalls in allen BFD-Einsatzstellen außerhalb des Sports gegeben ist. Gleichzeitig ist es wichtig zu akzeptieren, dass Freiwilligendienste manchmal verkürzt werden, weil sich Lebenspläne ändern. Wer sich von Anfang September bis Ende August zu einem Freiwilligendienst verpflichtet, aber noch einen Nachrückerplatz an der Sporthochschule in Köln erhält, oder aber zum 1. August einen Ausbildungsplatz als Sport- und Fitnesskauffrau, wird diese Chancen nutzen – und soll das auch ohne ein schlechtes Gewissen tun können.

„Die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit im Sport durch Freiwilligendienstleistende ist eine große Chance für alle Beteiligten“, resümiert Jan Holze, erster Vorsitzender der Deutschen Sportjugend. „Unsere pädagogischen Fachkräfte minimieren durch die Suche nach passenden Einsatzstellen und Unterstützung bei Konflikten die Abbruchzahlen erheblich. Den Freiwilligen, die ihren Dienst wegen neuer Chancen verkürzen, sagen wir dennoch einen großen Dank für ihre Arbeit und gehen fest davon aus, dass sie auch zukünftig ehrenamtlich die Kinder- und Jugendarbeit im Sport befördern werden.“

Derzeit sind mehr als eintausend Bundesfreiwilligendienstleistende und zweitausend Freiwilligendienstleistende im Freiwilligen Sozialen Jahr im Bereich des Sports tätig.



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