Deutsch-israelische Zusammenarbeit mit Hapoel intensiviert

Antrittsbesuch von Jan Holze in Tel Aviv

Der deutsch-israelische Jugendaustausch ist bei der Deutschen Sportjugend traditionell einer der Schwerpunkte in der internationalen Jugendarbeit. Durch die unterschiedlichen Jugendsportstrukturen in Deutschland und Israel kooperiert die dsj insbesondere mit zwei Dachverbänden: Hapoel und Makkabi.

Bereits im Mai 2017 war eine Fachkräftedelegation von Hapoel zu Besuch in Deutschland. Aus den Gesprächen waren zwei neue Vereinskooperationen hervorgegangen. Am 20. November fand der Antrittsbesuch vom Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend, Jan Holze, im Hauptsitz von Hapoel in Tel Aviv statt. Es wurde vereinbart, die Zusammenarbeit zwischen der dsj und Hapoel zu intensivieren, z.B. durch die Nutzung der bestehenden deutsch-israelischen Regionalpartnerschaften für den Jugendsport.

Jan Holze ist es besonders wichtig, vielen Jugendlichen die Teilnahme an dem Austausch zu ermöglichen. Er sagte: „Durch den Ausbau der Vereinspartnerschaften ermöglichen wir noch mehr Jugendlichen die Teilnahmen an einem deutsch-israelischen Jugendaustausch. Dies ist wichtig, da wir eine besondere Verantwortung gegenüber den deutsch-israelischen Beziehungen haben. Aus diesem Grund legen wir Wert darauf, mit den Jugendlichen stets auch die deutsch-israelische Geschichte und insbesondere den Holocaust zu thematisieren. Ich freue mich, dass durch die Gespräche mit Hapoel neue Potenziale für den Jugendaustausch entstehen.“

Im Anschluss an das Gespräch konnte Ferdinand Rissom, Ressortleiter Internationale Jugendarbeit der dsj, Gespräche mit Verantwortlichen für Sport aus einigen Regionen und dem Hochschulsportverband ASA führen, um mögliche Kooperationen auszuloten. Mit dem Leiter des Ghetto-Fighters Memorials in Lochamei HaGeta’ot wurde darüber hinaus vereinbart, bei der Erarbeitung von Methoden zur jugendgerechten Thematisierung der deutsch-israelischen Geschichte mit binationalen Sportlergruppen eng zusammenzuarbeiten.

Vereine und Sportverbände, die Interesse an einem Jugendaustausch mit Israel haben, können sich an die dsj wenden. Vertreter/innen von neuen Vereinspartnerschaften können im März und im Juni am Match-Making Seminar von ConAct, dem Koordinierungszentrum für den deutsch-israelischen Jugendaustausch teilnehmen. ConAct fördert Jugend- und Fachkräfteaustausche über die dsj aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes. Interessent/innen können sich an die Geschäftsstelle der dsj wenden (rissom@remove-this.dsj.de, 069/6700332).


Yoram Arnstein, Geschäftsführer Hapoel, Jan Holze, Vorsitzender der dsj, Ferdinand Rissom, Ressortleiter dsj, Avigdor Davon, Leiter Internationale Abteilung, Kineret Tzedef, Leiterin Sportabteilung / Foto: Hapoel

Zur News-Übersicht