Digitaler deutsch-japanischer Fachkräfteaustausch 2021

25.11.2021

Bilateraler Austausch fördert die Auseinandersetzung mit festgefahrenen Denkmustern beispielsweise zum Thema Corona oder mentaler Gesundheit

Am 20. und 21. November kamen zehn Teilnehmer*innen aus Deutschland und elf Teilnehmer*innen aus Japan digital zusammen, um sich länderübergreifend über aktuelle Themen im Sport auszutauschen. In vier verschiedenen Workshops wurden dabei Themen behandelt wie „Prävention sexueller Gewalt“, „Umgang mit Bewegungsmangel“, „Sportangebote für ein gesundes Aufwachsen“ und „Mentale Gesundheit“.  

Es konnten zwei dieser vier Workshops gewählt werden, die in der ersten Hälfte einen theoretischen Input lieferten und im zweiten Teil den Raum für aktiven Austausch boten. Dank der anwesenden Dolmetscher*innen konnte sich direkt über Unterschiede bzw. Lösungsansätze ausgetauscht werden. Ein solcher Austausch über kulturelle Grenzen hinaus führt immer auch dazu, dass festgefahrene Denkmuster gelöst und neu überdacht werden können. Auch im relativ neuen Thema der „Mentalen Gesundheit“ konnte ein erster bilateraler Austausch stattfinden. Natürlich kann ein zweitägiger Austausch keinem dieser Themen genug Zeit einräumen, um ihnen komplett gerecht zu werden, aber die Gespräche können doch als Beginn der intensiven Auseinandersetzung mit diesen Themen angesehen werden. Ob dies nun bedeutet, dass weitere intensivere Gespräche folgen werden, oder eine der besprochenen Maßnahmen Umsetzung in lokalen Vereinen nach sich zieht. 

Auch das allgegenwärtige Thema Corona wurde in verschieden Themenbereichen sowie dem gesamten Austausch aufgegriffen. Die Teilnehmer*innen waren zwar glücklich darüber, dass in pandemischen Zeiten ein solcher Austausch stattfinden kann, beklagten jedoch die fehlende Begegnung und den engen Zeitrahmen, welcher ein digitaler Austausch (bedingt durch die Zeitverschiebung) mit sich bringt. Der Wunsch, nächstes Jahr wieder Präsenzveranstaltungen durchführen zu können, wurde in diesem Sinne von den beiden Abschlussredner*innen Hisato Tomita, Vorsitzender der Japan Junior Sport Clubs Association, und Kiki Hasenpusch, Vorstandsmitglied der dsj, betont. Trotzdem könne man jedoch auch stolz auf die langjährige deutsch-japanische Partnerschaft sein, die unter erschwerten Umständen konstruktive Ergebnisse erziele. 
 



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