Digitalisierung im Sport in Deutschland und Frankreich: Chancen und Risiken

26.11.2020

55. Gemeinschaftstagung der deutschen und französischen Sportverbände

Am 19. und 20. November 2020 organisierte die Deutsche Sportjugend in Kooperation mit dem Comité national olympique et sportif français (CNOSF) und mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) die 55. Gemeinschaftstagung der deutschen und französischen Sportverbände.  Diese jährlich stattfindende Tagung versammelt Vertreter*innen deutscher und französischer Spitzenverbände und fand aufgrund der aktuellen Situation erstmals Online statt. 

Bei der Veranstaltung wird stets ein Schwerpunkt auf ein Thema gelegt, das in Frankreich und Deutschland aktuell und von Bedeutung ist. Passend zum Format lautete das Schwerpunktthema der diesjährigen Tagung „Digitalisierung im Sport in Deutschland und Frankreich: Chancen und Risiken“. 

Digitalisierung betrifft den organisierten Sport in all seinen Facetten. Gerade durch die weltweite Corona-Pandemie hat dieser gesellschaftliche Veränderungsprozess neuen Schwung bekommen. Wie weit ist die Digitalisierung im Sport schon in Deutschland und Frankreich? Wo kann bzw. wird Digitalisierung bereits aktiv vom organisierten Sport in beiden Ländern angewendet? Durch Fachvorträge von Simon Franke, Projektleiter Digitalisierung beim DOSB und Eric Tanguy, Vize-Präsident des CNOSF wurde das Thema beleuchtet. Anschließend wurden zwei konkrete Beispiele digitaler Projekte von Tim Brentjes, Deutscher Basketball Bund und Léo Adam, CNOSF vorgestellt. 

Außerdem gehörten zum Programm dieser Gemeinschaftstagung noch Informationen zum Deutsch-Französischen Jugendwerk, sowie ein Austausch mit deren Generalsekretär*innen Anne Tallineau und Tobias Bütow und der Referatsleiterin Regine Dittmar.  

Schließlich erhielten die Teilnehmenden einen Überblick der Auswirkung der Corona-Pandemie in beiden Ländern. „Um die aktuelle Situation gut zu überwinden, bedarf es Durchhaltevermögen und Solidarität. Jeder versucht natürlich seine Interessen zu vertreten. So auch wir im Sport. Dabei darf man jedoch die gesamtgesellschaftliche Entwicklung nicht aus den Augen verlieren und muss stets verantwortungsbewusst und solidarisch handeln. Die Pandemie macht keinen Halt vor nationalen Grenzen. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam in Europa handeln. Dafür sind auch Austauschformate wie dieses hilfreich, in dem wir einen Einblick in die Situation in unseren beiden Ländern erhalten. Danke an dieser Stelle für die enge Partnerschaft mit unseren französischen Freunden, auch in Zeiten einer Pandemie“, so Michael Leyendecker, Vorsitzender der Deutschen Sportjugend im Rahmen der Eröffnung der Tagung. 

Das Feedback der Teilnehmenden zeigte, dass die digitale Durchführung in diesem Jahr eine gute Option war, für die Zukunft aber der persönliche Austausch in diesem Netzwerk notwendig ist. Sie konnten Anregung im Bereich der Digitalisierung für die eigene Arbeit mitnehmen und sich von den guten Praxisbeispiele inspirieren lassen.  



Zur News-Übersicht