Dr. Bettina Rulofs erhält DJK-Ethik-Preis des Sports 2019

11.06.2019

Jan Holze zur Zusammenarbeit im Themenfeld „Prävention sexualisierter Gewalt im Sport“

Am 11. Juni 2019 wurde Dr. Bettina Rulofs in Köln mit dem Ethik-Preis des DJK-Sportverbands ausgezeichnet.

Der DJK-Ethik-Preis wird für „die Nennung von Herausforderungen und Risiken im Sport und die dazugehörige Bereitschaft, diese offensiv anzugehen“ verliehen. Dr. Bettina Rulofs tut dies im Themenfeld „Prävention sexualisierter Gewalt“ seit Jahren und begleitet den Sport bei seinen Bemühungen um das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive. Ihre Untersuchungen haben dem organisierten gemeinnützigen Sport dabei geholfen, das Thema der sexualisierten Gewalt im Sport aus der Tabuzone zu holen. Gleichzeitig zeigt sie immer wieder auf, wie der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport noch verbessert werden kann. In ihrer sachlichen und besonnenen Art spricht sie auf faire Weise die Herausforderungen im organisierten Sport an und macht gleichzeitig wissenschaftsbasierte und praxisnahe Lösungsvorschläge.

Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend Jan Holze gratulierte Dr. Bettina Rulofs zu dieser besonderen Anerkennung. Er sagte: „Ich gratuliere Dr. Bettina Rulofs zu dieser verdienten Auszeichnung. Mit viel Geduld und enormer Kraft hat sie das Thema ‚Prävention sexualisierter Gewalt im Sport‘ intensiv wissenschaftlich bearbeitet. Sie hat den Verantwortlichen im Sport immer wieder gezeigt, wo intensivere Anstrengungen notwendig sind, um die Sportvereine, insbesondere für Kinder und Jugendliche, sicherer zu gestalten. Ohne Bettina Rulofs würden wir in der Prävention von sexualisierter Gewalt im Sport nicht an der Stelle stehen, wo wir heute sind.“

Dr. Bettina Rulofs begleitet die Arbeit der Deutschen Sportjugend im DOSB seit vielen Jahren. Sie engagiert sich innerhalb des Forschungsverbunds der Deutschen Sportjugend (dsj) ebenso wie innerhalb der Arbeitsgruppe Prävention sexualisierter Gewalt im Sport. Sie versteht es gekonnt, Wissenschaft und Praxis miteinander zu verbinden, ohne den kritischen Blick zu verlieren.

Über nationale Grenzen hinweg entwickelt sie Projekte, bei denen Sportverbände einbezogen sind. So arbeitete sie mit der dsj in den EU-geförderten Projekten „Prevention of sexualized violence in sports“ (2011-2012), „Sport respects your rights“ (2013-2015) und zuletzt „VOICE“ (2015-2018) eng zusammen. Auch im nationalen Forschungsprojekt „Safe Sport“ (2014-2017) war ihr die Partnerschaft mit der Deutsches Sportjugend ein wichtiges Anliegen.

Der organisierte Sport in Deutschland und Europa hat es nicht zuletzt ihr zu verdanken, dass die Stimmen der Betroffenen im Sport im Rahmen des VOICE-Projekts gehört wurden. Dr. Bettina Rulofs und ihr Team boten Betroffenen das notwendige Vertrauen und die benötigte Unterstützung an, so dass diese sich öffnen konnten. Sie wird weiterhin die Aufarbeitung im Sport thematisieren und Wege aufzeigen, wie der Verantwortung für den Schutz von jungen Sportler*innen entsprochen werden kann.

„Ich bedanke mich aus ganzem Herzen für die jahrelange Zusammenarbeit und hoffe auf weitere erfolgreiche Projekte“, betonte auch Jan Holze.

Der DJK-Sportverband verleiht seit 1992 den DJK-Ethik-Preis des Sports an Personen, die sich durch besonderes persönliches Vorbild, durch betonte Förderung des sportlich fairen Verhaltens sowie durch herausragende Aussagen und/oder Arbeiten auf dem Gebiet der christlich orientierten Sportethik auszeichnen.


vlnr: Elsbeth Beha (Präsidentin DJK-Sportverband), Klaus Tranberend (DJK Diözesanbeirat), Dr. Bettina Rulofs, Mona Küppers (Vorsitzende des Deutschen Frauenrats und Vizepräsidentin des LSB NRW), Elisabeth Keilmann (Geistliche Bundesbeirätin DJK-Sportverband), Foto: DJK-Sportverband

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