dsj zum Koalitionsvertrag: Internationale Jugendarbeit

02.12.2021

Europäische und internationale Jugendarbeit stärken.

Internationale Jugendarbeit im Sport ist ein wichtiges Handlungsfeld der dsj. Bei der internationalen Jugendarbeit profitieren die Akteure besonders von zwei Aspekten: der Universalität von Spaß an Spiel und Bewegung und der Niedrigschwelligkeit des Sports. Erste Kontakte zwischen Kindern und Jugendlichen in internationalen Begegnungen sind auch ohne den Einsatz von Sprache schnell hergestellt. Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe im Sport bietet der internationale Austausch die Möglichkeit, sich mit Expert*innen anderer Länder auszutauschen und zu vernetzen, deren Arbeitsansätze kennenzulernen und dabei auch die eigene Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Deutsche Sportjugend ist im Feld der Internationalen Jugendarbeit auf verschiedenen Ebenen für ihre Mitgliedsorganisationen aktiv. Neben den Bereichen Beratung und Qualifizierung unterhält sie direkte Kooperationen mit Partnerorganisationen verschiedenster Länder. Sie fungiert außerdem als sog. Zentralstelle für die Weiterleitung von Fördermitteln des Bundes an Vereine und Verbände.  

Daher begrüßt die dsj jede Stärkung des Arbeitsfeldes und damit das im Koalitionsvertrag angekündigt Vorhaben, die europäische und internationale Jugendarbeit stärken.   

dsj begrüßt Fortführung bestehender Jugendwerke und Gründung eines Deutsch-Israelischen, zusätzliche verkomplizieren aber Förderlandschaft   
Auch kündigt die zukünftige Bundesregierung an, die Arbeit, auch der im Aufbau befindlichen Jugendwerke, fortzusetzen. Die damit verbundene Stärkung bilateraler Beziehungen begrüßt die dsj. Gleichzeitig weist sie jedoch darauf hin, dass es neben bilateralen Jugendwerken auch andere Förderformate gibt, die die internationale Jugendarbeit stärken. Ob ein Jugendwerk die richtige Förderstruktur ist, muss im Einzelfall gründlich abgewogen werden. Hinzu kommt, dass durch jedes zusätzliche Jugendwerk die Förderlandschaft verkompliziert wird. Die dsj begrüßt allerdings, neben der Fortführung bereits bestehender Jugendwerke, die Absicht der Gründung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerks.   

Kinder- und Jugendplan des Bundes bedarfsgerecht ausstatten und zwar auch in der internationalen Jugendarbeit  
In der Zusammenarbeit mit anderen Ländern sieht sie hier jedoch keinen Bedarf zusätzlicher Strukturen. Wichtiger ist es, bestehende Formate zu stärken. Dazu gehört die Förderlinie zur Internationalen Jugendarbeit im Kinder- und Jugendplan des Bundes, der laut Koalitionsvertrag bedarfsgerecht ausgebaut werden soll. Bei diesem Ausbau gilt es, auch die Internationale Jugendarbeit entsprechend zu berücksichtigen, da das Fördervolumen in der internationalen Jugendarbeit in den Jahren vor Corona stets unzureichend war. Dies ist auch ohne die Schaffung zusätzlicher Strukturen, wie Jugendwerke möglich. Die Fördermittel kommen zudem direkt bei den durchführenden Organisationen an, anstatt in der Finanzierung zusätzlicher Verwaltungsstruktur.   

Die gesamte Bewertung der dsj zum Koalitionsvertrag ist auf der dsj-Website zu finden.



Foto: Adobe / RAWPIXEL

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