dsj zur Jugendpolitik des BMFSFJ

10.10.2018

dsj begrüßt den ressortübergreifenden Ansatz der Jugendpolitik des BMFSFJ, es braucht aber genauso die Offenheit des Jugendsektors gegenüber anderen Feldern

Jugendliche, ihr Leben und ihre Wünsche und die manchmal besonderen Bedürfnisse aus der Lebensphase müssen in einer Gesellschaft, die ein gelingendes Zusammenleben organisieren will, ernst genommen werden. Jugendliche haben für die Durchsetzung in der Regel eine weniger einflussreiche Lobby als die ältere Generation. Ohne deren Interessen aus den Augen zu verlieren, muss eine jugendgerechte Gesellschaft  Ziel guter Politik sein. In diesem Sinne sagte Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey bei einer Konferenz in Berlin am 24./25. September 2018: „Jugendpolitik darf nicht an Grenzen der Zuständigkeiten scheitern. Wir wollen bis Mitte der Legislaturperiode eine gemeinsame Jugendstrategie der Bundesregierung entwickeln. Wir wollen, dass sich das gesamte Kabinett verbindlich zur Verantwortung für die Jugend bekennt. Die ganze Bundesregierung muss ihren Teil dazu beitragen, Jugend zu beteiligen, Politik mit und für Jugendliche zu machen."

Martin Schönwandt, Geschäftsführer der dsj, bekräftigt und ergänzt: „Die dsj begrüßt den ressortübergreifenden Ansatz der Jugendpolitik des Ministeriums. Es geht aber nicht nur in die eine Richtung, nämlich von andern Politikfeldern erwarten, dass sie Jugendpolitik betreiben. Es braucht, um weiter zu kommen, genauso die Offenheit des Jugendsektors für die Handlungslogiken anderer Sektoren. Wir arbeiten gerne mit anderen Trägern und dem BMFSFJ weiter daran.“

Dank der Koordinierung der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (BKJ) war die dsj und die Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen bei der Konferenz Gastgeberin eines interaktiven, spielerisch-experimentellen Forums mit dem Titel „Kein Luxusproblem – Mehr Freiräume für alle schaffen!". Leitfragen für die Bereiche Kulturelle Bildung, Sport und Offene Kinder- und Jugendarbeit waren dabei: „Warum sind Freiräume für junge Menschen wichtig? Unter welchen Bedingungen entstehen Freiräume? Wie können sie politisch ermöglicht werden? Schüler/innen der Stadtteilschule Winterhude/Hamburg haben zusammen mit den Hamburger Kulturagenten das Forum gestaltet.

Die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ hat die Veranstaltung „Politik für, mit und von Jugend“  gemeinsam mit dem Bundesministerium für Jugend, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt. Mehr zur deutschen Jugendstrategie 2015-2018 unter https://www.jugendgerecht.de/


Bundesjugendministerin Franziska Giffey bei der Konferenz "Politik für, mit und von Jugend"/ Foto: Andi Weiland

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