Engagement und Partizipation realisieren

26.09.2017

Jugendbildungsreferent/innen der Mitgliedsorganisationen tagen in Duisburg

Der Sportentwicklungsbericht hat gezeigt, welche Herausforderungen in den Strukturen des organisierten Sports bestehen. Eine besondere ist die Gewinnung, Förderung und Entwicklung von Engagement. Dies gilt nicht nur für viele Vereine, sondern darin besteht auch eine Schwerpunktaufgabe für die Jugendbildungsreferent/innen in den Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend. In ihrer Tagung am 19./20. September 2017 in der Sportschule Wedau in Duisburg wurden bestehende Konzepte zur Engagementförderung reflektiert und neue Impulse gesetzt. Fragen wie diese standen dabei im Mittelpunkt: Wie können neue Zielgruppen gewonnen werden? Wie können die Ausbildungen für Jugendleiter/innen sowie Trainer/innen als Formate der Engagementförderung genutzt werden?

Zusätzlich ging es darum, nachzuvollziehen, welchen Sinn und Zweck ein/e Jugendleiter/in erfüllt und warum es nach wie vor richtig ist, diese Ausbildung anzubieten, attraktiver und jugendgerechter zu gestalten und innovative Wege der Umsetzung zu finden. Dabei spielt auch die Partizipation junger Menschen eine entscheidende Rolle. Die Möglichkeit zur Teilhabe und Teilnahme im Sportverein weckt häufig das Interesse der Jugendlichen. Mitbestimmung und Mitverantwortung sind die Antworten des non-formalen Bildungsakteurs „Sportverein“ auf die formalen und starren Strukturen der Schulen. Tenor des Treffens in Duisburg: Die Möglichkeit der freien Entfaltung der Persönlichkeit und die Förderung der Partizipation für eine demokratische Gesellschaft sind Grundpfeiler eines Vereins und müssen noch stärker in das Bewusstsein der Vereine rücken. Das immense Potenzial des Ortes „Sportverein“ ist noch nicht voll ausgeschöpft, Partizipation als Handlungsprinzip und Zielsetzung zugleich ist noch nicht flächendeckend gegeben. Aufgabe der Deutschen Sportjugend ist es, so Tobias Dollase, dsj –Vorstandsmitglied und zuständig für das Thema Bildung, in einen Dialog mit den Mitgliedsorganisationen zu treten und ein gemeinsames Verständnis von Partizipation zu entwickeln.

Darüber hinaus war die pädagogische Qualität der Trainer/innen ein großes Thema. Bis zur nächsten Tagung im Juni 2018 sollen die „Vision Trainer/in“, eine Neuausrichtung der Jugendleiter/innen-Lizenzausbildung und ein gemeinsames Verständnis von Partizipation zusammen erarbeitet werden. Diese Dokumente sind zukünftig einzusehen im Bildungsnetz des DOSB.



Die Teilnehmenden der Tagung, Foto: dsj

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