Erfolgreicher Abschluss der Egidius-Braun-Akademie

17.12.2020

Teilnehmende entwickeln mit Design Thinking-Methode konkrete Ideen für den „Sportverein der Zukunft“

Wie können Sportvereine der Zukunft aussehen? Mit dieser Frage haben sich die 25 Teilnehmer*innen im Alter von 17 bis 26 Jahren am Abschlusswochenende der Egidius-Braun-Akademie Ende November beschäftigt. 

Mit Hilfe der Design Thinking-Methode und einem Coaching des Unternehmens SAP haben sie in verschiedenen Teams konkrete und zukunftsweisende Ideen für verschiedene Herausforderungen im Sport entwickelt. Dabei ging es um Drop-out-Quoten von jungen Menschen im Sport, um Digitalisierung sowie um das Gemeinschaftsgefühl in Sportverbänden und -vereinen. 

Nach einem Jobwechsel oder einem Umzug in eine neue Stadt begeben sich junge Menschen auf die Suche nach Sportmöglichkeiten und stellen ernüchtert fest, dass eine oft altbackene Ansprache auf den Onlineseiten von Sportvereinen bei ihnen einfach nicht zündet. Mit der Vereinsapp „NOAH“, soll die Vereinssuche gelingen. Diese funktioniert intuitiv und einfach und ist damit auch kostengünstig in der Gestaltung. Mit der App „Dein Vereins-Date“ wurde eine ähnliche Idee entwickelt. Vereine in der Umgebung und junge Menschen werden anhand ihrer angegebenen Interessen zusammengebracht. 

Um das Wir-Gefühl und den Abbau von Hürden in Sportverbänden und -vereinen ging es bei anderen Teams. Bei einem kreierten „Buddy-Programm“ entstanden pfiffige Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen den Eintritt in einen Sportverein und ein ehrenamtliches Engagement zu erleichtern. Mit einem „Jahres-Rundlauf“ von Teamevents wurde ein weiteres Angebot geschaffen, um die Gemeinschaft in Vereinen, insbesondere in Mehrspartenvereinen, zu stärken. Dabei wurde auch ein Augenmerk auf Trends gelegt, um in der Verbands- und Vereinskultur mit der Zeit zu gehen und Interessen von Kindern und Jugendlichen aufzugreifen. 

An den Bedürfnissen junger Menschen orientiert sich auch die Idee eines multifunktionalen „Sport-Campus“. Hier werden sportartübergreifende Angebote mit Nachhilfeunterricht sowie einem Tandem-Programm für neue Mitglieder und gesunder Ernährung kombiniert. 

Die jungen Engagierten präsentierten ihre Ideen noch am Abschlusswochenende als Pitch einer Jury. In einem Austausch mit den Jury-Mitgliedern Gabriele Hartmann, bei SAP für das gesellschaftliche Engagement in Mittel- und Osteuropa zuständig, Max Hartung, Degen-Mannschaftsweltmeister und DOSB-Athleten-Sprecher, Tatjana Kiel, CEO von Klitschko-Ventures und Michael Leyendecker, dsj-Vorsitzender, sind wertvolle Tipps für das Engagement der Teilnehmer*innen und ihre Ideen entstanden. Diese griffen die Teilnehme*innen im Anschluss auf und stellten ihre Ergebnisse in der vergangenen Woche Funktionär*innen des DFB und der dsj vor.  

Die Ideen für die „Sportvereine der Zukunft“ zeigen und bestätigen, wie wertvoll ein Austausch und eine Zusammenarbeit von Engagierten aus verschiedenen Sportverbänden und -vereinen sowie mit unterschiedlichen ehrenamtlichen Tätigkeiten sein kann. Es gilt, hieran anzuknüpfen und junge Menschen im Sport teilhaben und gestalten zu lassen. 

Das Fazit zur Egidius-Braun-Akademie, einer Kooperation der Deutschen Sportjugend und DFB-Stiftung Egidius Braun, fällt, insbesondere mit Blick auf die erschwerten Bedingungen des Pandemie-Jahres durchweg positiv und gewinnbringend aus.  



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