Fast dreitausend Freiwillige beginnen Bildungsjahr im Sport

08.09.2015

Nachfrage nach offenen Plätzen ist groß

Sie unterstützen die Jugendarbeit der Sportvereine, kümmern sich um die ökologische Ausrichtung von Sportstätten, bringen südafrikanischen Kinder das Schwimmen bei oder bereiten das Internationale Deutsche Turnfest vor – knapp dreitausend junge und ältere Freiwillige beginnen in diesen Tagen ihr Bildungsjahr. Ein Großteil von ihnen sind junge Erwachsene, die neben ihrer Vollzeittätigkeit in Vereinen und Verbänden auch fünfundzwanzig Bildungstage besuchen können. Dabei erwerben sie Lizenzen, etwa als Übungsleiter oder Übungsleiterin, arbeiten an Zukunftsvorstellungen und erproben Projektmanagement. Die Stellen für die Freiwilligen befinden sich im ganzen Bundesgebiet, etliche von ihnen auch im Ausland, insbesondere in Frankreich und im südlichen Afrika. Im Schnitt sind es 1.500 unterstützende Stunden, die jede  Einsatzstellen durch ihre/n Freiwillige/n gewinnt.
Wissenschaftler, die alle Sport-Freiwilligen des letzten Jahrgangs bei ihrem ersten Seminar befragten, stellten eine hohe Zufriedenheit fest: Über 95% gaben an, dass die Einsatzstellen ihren Wünschen entspreche, über 95% waren mit den Tätigkeiten in ihrer Einsatzstelle zufrieden. „Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst sind aus dem Alltag vieler Sportvereine kaum mehr wegzudenken“, bestätigt Tobias Dollase, der die Freiwilligendienste im Vorstand der Deutschen Sportjugend begleitet. „Freiwillige unterstützen dort, wo Hilfe notwendig ist und erlauben Einsatzstellen, sich auch an neue Herausforderungen zu wagen – etwa im Bereich der Flüchtlingshilfe.“
Die Nachfrage nach offenen Plätzen überstieg in den meisten Bundesländern das Angebot bei weitem. Ein Platzausbau, der zusätzliche Bundesmittel erfordert, ist in Arbeit.


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