Freiwillige vor! Start des neuen Jahrgangs

29.08.2019

Freiwilligendienst im organisierten Sport

Lucas Ansah-Peprah ist Deutscher Jugendmeister über 100 Meter, bei der U20-EM hat er gerade Staffel-Gold gewonnen. Vor acht Wochen hat er Abitur gemacht – nun beginnt er einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) beim Hamburger SV . Hauptsächlich wird er den Bereich Leichtathletik unterstützen, aber auch in anderen Sportarten tätig sein. Zu seinen Aufgaben gehört auch das Kinder-Training. Damit ist Lucas einer der fast viertausend Freiwilligendienstleistenden, die jetzt in ihren BFD oder in ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im organisierten Sport starten. Insbesondere die Jugendarbeit im Sport profitiert zwischen Flensburg und München, Köln und Dresden von der Hilfe durch die Freiwilligen, die sich im Regelfall für ein ganzes Jahr in Vollzeit verpflichten.

Natürlich muss man kein Jugendmeister sein, um einen Platz in den Freiwilligendiensten im Sport zu finden. Auf dem Sportplatz, in der Turnhalle oder im Schwimmbad sind jüngere und ältere Menschen aus allen Sportarten willkommen, die für ein Taschengeld Vereine, Verbände und insbesondere Kinder und Jugendliche unterstützen wollen. Ihnen wird im Gegenzug ein Bildungs- und Orientierungsjahr angeboten, das insbesondere jungen Erwachsenen ermöglicht, sich auszuprobieren und eigene Stärken weiterzuentwickeln.

Die Deutsche Sportjugend setzt sich zusammen mit ihren Mitgliedsorganisationen dafür ein, dass die Rahmenbedingungen für Freiwilligendienste verbessert werden: „Bundesjugendministerin Franziska Giffey hat zugesichert, dass sie mit der Deutschen Bahn über Freifahrten für Freiwilligendienstleistende sprechen wird, um diesen die gleiche Anerkennung zu zeigen wie Soldaten und Soldatinnen“, betont Jan Holze, der 1. Vorsitzende der Deutschen Sportjugend. „Damit greift die Ministerin einen unserer Vorschläge auf. Wir hoffen auch in Bezug auf die weitere Förderung der Freiwilligendienste auf eine stärkere Unterstützung durch die Politik.“

Jedes Jahr müssen hunderte junge Erwachsene, die sich für einen Freiwilligendienst im Sport interessieren, abgewiesen werden, weil die Fördergelder des Bundes ausgeschöpft und die Eigenmittel gerade kleiner Sportvereine begrenzt sind.


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