Freiwilligkeit stärken

28.08.2018

Jan Holze bedankt sich bei Freiwilligen im Sport

Die Debatte um eine Dienstpflicht für alle jungen Erwachsenen ist am letzten August-Wochenende um eine Nuance reicher geworden. Die Generalsekretärin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, forderte eine Dienstpflicht für Geflüchtete und Asylsuchende. Dazu erklärte der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Jan Holze, am 27. August 2018:

„Seit mehreren Jahren unterstützen Geflüchtete die Arbeit in den Sportvereinen im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes. Dies wird ermöglicht durch ein Sonderprogramm des Bundes, das ausgerechnet Ende 2018 ausläuft. Dabei hat die Kanzlerin das Programm in ihrem ARD-Sommerinterview herausgestellt, und Bundesjugendministerin Dr. Giffey bezeichnete das Programm am Tag darauf als großen Erfolg. Wir brauchen mehr Unterstützung der Politik, um Freiwilligendienste attraktiver zu gestalten. Deshalb begrüße ich auch die Ankündigungen der Bundesjugendministerin Dr. Giffey, die Freiwilligendienste umfassend ausbauen und attraktiver gestalten zu wollen. Für die Freiwilligendienste im Sport fordern wir eine deutliche Steigerung der Fördermittel. Der Bedarf liegt deutlich über dem verfügbaren Angebot. Wir könnten viel mehr Interessierten ein Jahr Engagement im Sportverein ermöglichen – ganz unabhängig davon, ob sie einen Fluchthintergrund mitbringen oder nicht. Ziel sollte es sein: wer auch immer einen Freiwilligendienst im Sport machen möchte, dem sollte dies auch ermöglicht werden können.“

Jan Holze nutzte die Gelegenheit, um sich bei den dreitausend Freiwilligen im Sport zu bedanken, deren Dienst nach einem Jahr am Wochenende endet: „ Jede Stunde, die ihr mit in der Sporthalle steht, jedes Fest, das ihr mit vorbereitet und jedes Turnier, das ihr durch eure Begleitung ermöglicht habt, führt zu unvergesslichen Erinnerungen bei den Kindern und Jugendlichen in unseren Vereinen. Vielen Dank für Euer Engagement und die vielen Stunden Zeit, die ihr investiert habt. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass Freiwilligendienste attraktiver werden – und dass die Freiwilligkeit das bestimmende Element bleibt.“


Geflüchtete unterstützen die Arbeit in den Sportvereinen, Foto: LSB NRW, Andrea Bowinkelmann

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