Glocal Youth Summit: digitaler Jugendaustausch zwischen Japan, Estland und Deutschland

18.02.2021

Die dsj hat vier Jugendliche nominiert und spannende Einblicke in einen digitalen Jugendaustausch bekommen

An drei Programmsamstagen zwischen dem 30. Januar und dem 13. Februar 2021 hatten ca. 40 Jugendliche aus den drei Ländern — Japan, Estland und Deutschland — die Möglichkeit, sich zum Thema „Solving local issues for building a sustainable society - Using technology to solve local issues“ (also zur Lösungsfindung für lokale Probleme beim Aufbau einer nachhaltigen Gesellschaft — unter Einsatz von Technologie) auszutauschen. Auf deutscher Seite wurde der Austausch von der IJAB, Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., organisiert. Acht junge Menschen hatten die Chance daran teilzunehmen. 

Die dsj war als Partnerorganisation am Auswahlverfahren beteiligt und hatte die Möglichkeit,  Teilnehmer*innen mit Bezug zum Sport für das Programm zu nominieren. Der Schwerpunkt lag auf den UN Nachhaltigkeitszielen (SDGs). Leoni Mieke Schmidt, Clara Borlinghaus und Pauline Laufer nahmen an den Austauschtagen zum Glocal Youth Summit teil. „Es war ein sehr gelungenes interkulturelles Austauschprogramm, mit toller Organisation.“, fasste es Leoni Mieke Schmidt am Ende zusammen.  

Die Teilnehmer*innen haben in vier Gruppen zu vier Unterthemen beispielsweise diskutiert, wie Arbeitsplätze oder flächendeckendere Mobilität mit Hilfe von Technologie geschaffen oder die aufkommende Einsamkeit auf Grund von Covid-19 bekämpft werden kann, und dafür digitale Lösungsansätze gesucht. Am Ende des Austausches wurden die Ergebnisse in einer Präsentation dargestellt. Leoni Mieke Schmidt war Teil der Diskussionsgruppe um die Frage “Listen to the voiceless using digitalization for social inclusion”. Japaner*innen, Est*innen und Deutsche haben sich dazu ausgetauscht, wie das Thema in den unterschiedlichen Ländern behandelt wird und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es gibt. Dabei haben sie sich auch mit der Frage auseinandergesetzt, welche SDGs eine Rolle bei dem Thema spielen und welche Orientierungshilfe diese für die Entwicklung von Lösungsansätzen bieten. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, das der erste Schritt auf lokaler Ebene gegangen werden muss, um ans globale Ziel zu gelangen und dies nur unter dem Einsatz neuer Technologien möglich ist. „Ich habe das Gefühl, dass die Ideen, die wir kreiert haben, nachhaltig sind und Gehör finden.“, so Leoni Mieke Schmidt.  

Die Arbeitsgruppe hatte sich auf zwei Randgruppen fokussiert: Menschen, die von Armut betroffen sind und Menschen, die aufgrund ihrer Sexualität unterdrückt werden. Entstanden ist die Idee einer App: WeHear(t) U, in der sich Menschen finden, denen es ähnlich geht und zeigen soll, dass sie nicht alleine sind. Darüber hinaus sollte die Möglichkeiten gegeben werden, sich selbst weiterzuhelfen. So könnte beispielsweise Obdachlosen die Möglichkeit gegeben werden, freie Schlafplätze zu finden oder sich Plätze/Organisationen anzeigen zu lassen, an denen es kostenloses Essen/Lebensmittel gibt. 

Leoni Mieke Schmidt war von der Idee und der Organisation begeistert. „Jede*r Teilnehmer*in wurde so akzeptiert, wie sie oder er ist und jede*r von uns hatte eine Stimme. Es ist eine tolle Gruppendynamik entstanden und wir konnten viele neue Kontakte knüpfen.“  

Insbesondere der Austausch mit Japan hat bei der dsj eine lange Tradition und bietet vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, das jeweils andere Land und die Kultur kennen zu lernen. Das Programm hat gezeigt, welche spannenden und vielfältigen Möglichkeiten es auch in der aktuellen Covid 19- Situation gibt, neue Erfahrungen zu machen und auch über digitale Formate internationale Beziehungen und Freundschaften aufzubauen. 



Foto: Adobe/THANANIT

Foto: IJAB

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